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Sind Hebammen Hexen?

05.12.2007 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Zur konfliktreichen Professionalisierung eines Pflegeberufes

Hebammen wurden mancherorts bis ins 17. Jahrhundert als Hexen bezeichnet, ihre Arbeit bei der Geburt von Kindern betrachteten viele als Ausdruck einer Zusammenarbeit mit dunklen Mächten. Auch Ärzte verunglimpften die unliebsame Konkurrenz gerne: Sie sahen sich als Vertreter einer Wissenschaft, die mit dem "verdächtigen" Wissen der Hebammen nichts zu tun haben wollte. 1310 wurden die Hebammen von der Kirche zur Taufe verpflichtet. 1452 wurde in Regensburg die erste Hebammenverordnung erlassen. 1491 folgte Ulmer Hebammenordnung, die vor einer Zulassung als Hebamme zunächst eine Prüfung der Ausbildung und der praktischen Kenntnisse durch Ärzte verlangte: "Die Hebammen sollen Armen und Reichen treu und fleißig beistehen; auch nach der Niederkunft sollen sie Mutter und Kind alle Sorgfalt widmen." Die Hebammen durchliefen eine wechselvolle Geschichte von Kämpfen um ihre Eigenständigkeit. Diese sollen in dem Vortrag mit anschließender Diskussion

Sind Hebammen Hexen?

Prof. Dr. Martin Schnell und Edith Meyer, BScN
am 11. Dezember 2007 von 18 bis 20 Uhr in der
Universität Witten/Herdecke, Stockumer Str. 12

nachgezeichnet werden. Wie die Geschichte der Hebammen weiter ging und wie sich aus der Geschichte möglicherweise eine eigene Identität dieses Pflegeberufes bildete, sind weitere Fragen des Abends.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Weitere Informationen für Journalisten bei Prof. Dr. Martin W. Schnell, 02302/926-214 oder schnell@uni-wh.de

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