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Prof. Dr. Hugo Hämmerle neuer Institutsleiter am NMI Reutlingen

10.12.2007 - (idw) NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Jetzt ist es amtlich: Hugo Hämmerle wird neuer Institutsleiter und Stiftungsvorstand des NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut in Reutlingen. Im Zuge eines internationalen Auswahlverfahrens mit 26 Bewerbern wurde Hämmerle einstimmig vom Kuratorium gewählt.
Er wird am 1. Februar 2008 die Nachfolge von Herrn Dr. Enzio Müller antreten. Mit über 120 Mitarbeitern aus allen naturwissenschaftlichen Fachrichtungen forscht das NMI für die Gesundheitsbranchen Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik. Seine Wissenschaftler sind an 40 großen Verbundprojekten des BMBF, der EU und von Stiftungen beteiligt. Jährlich werden mehr als 200 Forschungsaufträge für kleine und mittelständische Unternehmen bearbeitet. Im Technologiepark Tübingen-Reutlingen angesiedelt, ist das Institut zu einem bedeutenden Inkubator für technologieorientierte Unternehmen geworden. Erst kürzlich bezeichnete der Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Ernst Pfister, das NMI als eine Perle unter den Forschungsinstituten im Südwesten.

Den Erfolgskurs des Instituts beizubehalten, sieht Hämmerle als Verpflichtung. Deshalb möchte er die Kernkompetenzen des Instituts weiter ausbauen. Strategischer Schwerpunkt ist für ihn die Stärkung der Biomedizintechnik und der Materialwissenschaften.

Der gebürtige Badener hat sein Metier von der Pike auf gelernt. Am Anfang stand eine Laborantenausbildung in einem Molkereibetrieb, die die Voraussetzung für den nächsten Schritt zum Biotechniker und Chemotechniker schuf. Die Molekular- und Zellbiologie eignete sich Hämmerle im Labor von Prof. Klaus Bayreuther an der Universität Hohenheim an. Mit dem sogenannten Begabtenabitur als Zulassung für die Hochschule ermöglichte sich Hämmerle schließlich das Studium der Biologie und Chemie in Hohenheim, wo er mit einer Diplomarbeit in der Physikalischen Chemie bei Prof. Hermann Rau abschloss. Anschließend arbeitete er am Physiologischen Institut der Universität Tübingen in der Atheroskleroseforschung als Assistent von Prof. Eberhard Betz und promovierte am Biochemischen Institut bei Prof. Dieter Mecke.

Am NMI begann Hämmerles Karriere bereits 1987 mit dem Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe. Nur drei Jahre später wurde er Abteilungsleiter des Bereiches Biologie und Biochemie, 1998 stellvertretender Institutsleiter. Zum Honorarprofessor an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen wurde er vor drei Jahren ernannt.

Im Zentrum von Hämmerles interdisziplinärer wissenschaftlicher Arbeit sind Fragen der Wechselwirkung zwischen Materialien auf der einen und biologischem Gewebe und Zellen auf der anderen Seite - Themen, die für den Einsatz von Implantaten und Sensoren in der Medizintechnik und in der Biotechnologie von zentraler Bedeutung sind.

Hugo Hämmerle hat große, komplexe Verbundprojekte koordiniert und Forscher aus Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin zusammengeführt. Er ist einer der Mitbegründer der TETEC AG (Herstellung von biologischen Gelenkknorpel-implantaten) und der Retina Implant AG ("Sehchip"). Sein erklärtes Ziel ist die Umsetzung von Grundlagenforschung in die Anwendung.

Seine Mitarbeit in zahlreichen Gremien und Gutachterkommissionen der Universität Tübingen, der Hochschule Reutlingen, bei Verbänden der BioRegio STERN und dem BMBF sowie die Kontakte zu den Unternehmen der Gesundheitsbranche sind für die Rolle des NMI als eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft von unschätzbarer Bedeutung.

Über das NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut
an der Universität Tübingen
Das NMI wurde 1985 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Zum Stifterkreis gehörten 12 meist mittelständische Firmen und die Stadt Reutlingen. Hauptaufgabe des gemeinnützigen Institutes ist der erfolgreiche Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Die Schwerpunkte des NMI liegen in den Bereichen Pharma-und Biotechnologie, Biomedizintechnik sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie.

Als An-Institut der Universität Tübingen ist es eng mit dieser verbunden, jedoch wirtschaftlich und administrativ von der Universität unabhängig.

Das NMI ist Teil der Innovationsallianz Baden-Württemberg - ein Zusammenschluss von wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land, die als Brücken zwischen der Grundlagenforschung etwa der Hochschulen und der technischen Entwicklung in den Betrieben fungieren.

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