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Verhandlungen der Charité mit HELIOS erfolgreich: Unabhängige Wirtschaftsprüfung soll endgültig für Klarheit sorgen

14.12.2007 - (idw) Charité-Universitätsmedizin Berlin

Berlin, 14. Dezember 2007. Die Verhandlungen des Vorstandes der Charité mit der HELIOS Kliniken GmbH sind von einem gemeinsam erreichten Verhandlungsergebnis gekrönt: Der private Klinikbetreiber wird sich verstärkt an den Kosten des ECRC für klinische Forschung in Berlin Buch beteiligen. Diese Nachricht konnte der Vorstand der Charité seinem Aufsichtsrat auf der heutigen Sitzung überbringen. "Unsere langwierigen, harten, aber immer von beiden Seiten fair geführten Verhandlungen zahlen sich jetzt aus", freut sich der Vorstandsvorsitzende Prof. Detlev Ganten. "HELIOS wird sich zusätzlich in der klinischen Forschung engagieren und erwartet dafür als Partner in der klinischen Forschung an unserem Campus Berlin Buch zukünftig eine engere Einbindung in die Strukturentwicklung des ECRC".

Mit der Neugründung des Experimental and Clinical Research Centers ECRC hat die Charité gemeinsam mit dem Max Delbrück-Centrum MDC im Jahr 2007 eine neue Struktur in Buch geschaffen, die HELIOS mit dem Förderbetrag für die klinische Forschung jetzt unterstützen wird. Neben der klinischen Forschung wird dort nun auch experimentelle Forschung gemacht; das Geld wird also auf mehr Köpfe verteilt. Die Folge: Die Charité müsste Personal in der klinischen Forschung abbauen, wenn sich HELIOS nicht verstärkt an diesen Kosten beteiligt. "Deshalb verhandeln wir seit Sommer dieses Jahres mit HELIOS und haben eine Summe von rund 860.000 Euro als Beteiligung an den Personalkosten für klinische Forschung der Charité in den Raum gestellt", sagt der Dekan Prof. Martin Paul. 450.000 Euro wird HELIOS als weiterer Partner des ECRC für 2007 zur Verfügung stellen. "Ein absolut positives Signal", wertet Paul diesen Verhandlungserfolg. "Gemeinsam können wir das hohe wissenschaftliche Niveau am Campus Berlin Buch halten."

Der Standort Buch ist wissenschaftlich extrem produktiv. Rund 6 Millionen Euro investiert die Charité dort jährlich aus ihren Landesmitteln für Forschung und Lehre. Eine Investition, die sich lohnt, da die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort hohe Drittmittelsummen einwerben: "In 2006 haben wir für jeden von uns bezahlten Euro in Buch 1,58 Euro an Drittmitteln zurückbekommen", belegt Paul den Erfolg des Standortes.

"Es gibt und gab niemals keinen Millionenskandal an der Charité", macht Ganten nochmals deutlich. Er warnt aber zugleich davor, den heutigen Verhandlungserfolg nun zu missbrauchen, um neue Diskussionen loszutreten: "Wer diese für die klinische Forschung jetzt zusätzlich eingeworbene Summe auf die vergangenen Jahre hochrechnet, handelt grob fahrlässig und hat nicht verstanden, dass sich in diesem Jahr mit dem neuen Forschungszentrum in Buch die Struktur wesentlich verändert hat. Es gab keine Quersubvention für die Krankenversorgung, von Rückerstattungen kann daher keine Rede sein."

Der Aufsichtsrat folgte außerdem dem Vorschlag von Charité und HELIOS, gemeinsam eine unabhängige Wirtschaftsprüfung für den Zeitraum seit Beginn der Kooperation in 2001 zu beauftragen.

Kontakt
Kerstin Endele, Leiterin der Unternehmenskommunikation,
Charité -
Universitätsmedizin Berlin
Tel.:030 - 450 570 401
kerstin.endele@charite.de
Weitere Informationen: http://www.charite.de
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