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Zeppelin Universität wird eine Stiftungs-Universität

18.12.2007 - (idw) Zeppelin University

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) wird mit Wirkung vom 1. Januar 2008 eine Stiftungs-Universität. Die bisherige Trägergesellschaft geht damit in der in diesem Jahr ins Leben gerufenen ZU-Stiftung auf, in der alle bisherigen Hauptförderer der Universität vertreten sind. Ziel ist nach der langfristigen Vorausfinanzierung des Universitätsbetriebes nun der Aufbau eines eigenen Stiftungskapitals, dessen Erträge künftig zur Finanzierung beitragen. Durch diese eigene, nachhaltige Finanzierungsquelle wird die höchstmögliche Autonomie der ZU in Forschung und Lehre gesichert.

Geführt wird die ZU-Stiftung von einem Stiftungsvorstand und einem Stiftungsrat. Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist Ernst Susanek, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZEPPELIN GmbH. Vorsitzender des Stiftungsrates ist Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. Weitere Mitglieder des Stiftungsrates sind Siegfried Weishaupt, Unternehmer aus Schwendi, und Friedrichshafens Oberbürgermeister Josef Büchelmeier. In das Gremium sollen mittelfristig weitere engagierte Förderer der ZU berufen werden.

"Die Errichtung der ZU-Stiftung ist ein Meilenstein im weiteren Aufbau unserer noch jungen Universität und soll dauerhaft zu einer gesunden Finanzierungsstruktur beitragen", erläutert Stiftungsvorstandsvorsitzender Ernst Susanek. Die durch das Stiftungskapital erzielten Erträge flössen als kontinuierliche Finanzierungsbeiträge an die Uni. Die Zustiftung von Beträgen zum Stiftungskapital biete auch eine steuerlich attraktive Möglichkeit für diejenigen, die die Universität nachhaltig unterstützen möchten. So hat die Bundesregierung mit dem "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" die Höchstbeträge für steuerlich absetzbare Kapitalstockspenden ab dem Jahr 2007 deutlich angehoben und weitere erhebliche Verbesserungen im Spendenrecht beschlossen.

"Bildung ist ein Grundpfeiler unseres Unternehmenserfolgs, denn ohne optimale Aus- und Weiterbildung kann ZF nicht konkurrenzfähig sein", nennt ZF-Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Härter als Beweggrund für das Engagement von ZF in der ZU-Stiftung. "ZF finanziert an der ZU den Stiftungslehrstuhl für Unternehmensführung und Personalmanagement und hat den IT-Technikbereich sowie die Bibliothek des ZU-Neubaus mit einer Million Euro gefördert." Die ZF Friedrichshafen AG zählt neben der ZEPPELIN GmbH und dem Unternehmer Siegfried Weishaupt zu den Gründungsgesellschaftern der ZU. Sie bringen die langfristige Strukturfinanzierung der ZU auf. Weiterhin habe Zeppelin gegenüber dem Land Baden-Württemberg eine Ausfallbürgschaft über weitere drei Jahre abgegeben. Dadurch gilt die ZU im privaten Hochschulwesen als die Privatuniversität mit der sichersten Finanzierung.

Zu den direkten Förderern gehört auch die Zeppelin-Stiftung, die künftig durch Josef Büchelmeier im Stiftungsrat der ZU-Stiftung vertreten sein wird. Im Sommer dieses Jahres hatte der Gemeinderat einen jährlichen Zuschuss für die Universität in Höhe von 1,1 Millionen Euro beschlossen. "Die Gründung der ZU-Stiftung ist eine richtige Entscheidung und die Basis für eine gute Zukunft", so Oberbürgermeister Josef Büchelmeier. Die ZU hat sich, so Büchelmeier, in sehr kurzer Zeit bei Studenten, Professoren und in der Öffentlichkeit einen exzellenten Ruf erarbeitet. Die Ausbildung an der ZU schlage eine Brücke zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik. "Die Stadt Friedrichshafen profitiert von der ZU schon heute. Für die künftigen Studentengenerationen wird der Name Friedrichshafen durch die ZU noch mehr bekannt." Mit dem jährlichen Zuschuss, so Büchelmeier, unterstreiche die Stadt Friedrichshafen ihr nachhaltiges Interesse an der ZU.

Die Trägerschaft von Universitäten durch ihre eigene Stiftung stellt in Deutschland noch eine Ausnahme dar, während dies im angelsächsischen Raum ein traditions- und erfolgreiches Modell ist. Seit einigen Jahren gehen auch die ersten staatlichen Universitäten den Weg der Umwandlung in eine Stiftungs-Universität, wie beispielsweise die Universitäten Göttingen, Hildesheim und Frankfurt.


"Der große Dank der ZU gebührt den Initiatoren der ZU-Stiftung und insbesondere unserem Gründervater Ernst Susanek", sagen ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen und Mit-Geschäftsführerin Katja Völcker, "denn sie ermöglichen damit die langfristige Zukunftssicherung unserer Universität und sind zugleich Vorbild für den weiteren Ausbau der privaten Bildungsfinanzierung in Deutschland."

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