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Danke, frohe Festtage und alles Gute für 2008

21.12.2007 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Nr. 396

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Ihnen ein frohes Fest und ein glückliches neues Jahr 2008. Zugleich danke ich Ihnen für Ihre publizistische Begleitung im Jahr 2007, eines der wohl ereignisreichsten Jahre in der Geschichte der Ruhr-Universität Bochum. In Zeiten von "Exzellenz", Studienbeiträgen, Campussanierung und Autonomie, verbunden mit dem zunehmenden Wettbewerb der Hochschulen ist uns Ihre wohlwollende Aufmerksamkeit eine große Hilfe. Ereignisse und Entscheidungen

Viele Menschen, die man auf dem Campus anspricht, können sich kaum erinnern an ein so ereignisreiches Jahr für die Ruhr-Universität Bochum wie das jetzt zu Ende gehende: Exzellenzinitiative, neues Hochschulgesetz, Studienbeiträge, Campussanierung, erfolgreiche Akquisitionen, interessante Projekte und vieles mehr. Das Wichtigste aber war die Geschlossenheit, mit der sich die Ruhr-Universität Bochum in diesem Jahr präsentiert hat, der Zusammenhalt und die Selbstvergewisserung der Mitglieder, unabhängig, ob es was zu Feiern gab oder ob sie sich gemeinsam zu schwierigen Entscheidungen durchringen mussten. So geht die Ruhr-Universität mit Zuversicht, Entschlossenheit und Selbstbewusstsein in das kommende Jahr.

Exzellenzinitiative

Nachdem die Ruhr-Universität am 12. Januar für viele überraschend in den Kreis der Kandidaten auf den Titel "Exzellenz-Uni" aufgenommen und aufgefordert worden war, ihren Antrag auf ein Zukunftskonzept einzureichen, ging die Arbeit richtig los. Vieles auf dem Campus und im Rektorat war auf diesen Wettbewerb ausgerichtet. Und obwohl die Ruhr-Universität bei diesem "Kopf-an-Kopf-Rennen" nur kurz vor der Ziellinie abgefangen wurde, gab es hier viel zu feiern. Gefeiert haben wir, dass wir so weit gekommen sind und so positiv national und international wahrgenommen werden. Und dass die Exzellenzinitiative für die Ruhr-Universität ein großer Erfolg war, zeigt sich nicht zuletzt an der Tatsache, dass Innovationsminister Andreas Pinkwart versprochen hat, die Ruhr-Universität zu unterstützen, ihr von den internationalen Gutachtern hoch gelobtes Zukunftskonzept zu verwirklichen.

Zukunftskonzept

Die RUB verfolgt damit weiterhin das Ziel, ihre Forschungsschwerpunkte in Research Departments zu strukturieren, ein "Institute for Advanced Study" für herausragende Einzelforschung in den Geisteswissenschaften einzurichten sowie weitere Elemente ihres Konzepts z. B. in der Nachwuchsförderung umzusetzen. Ein Beispiel für die künftigen Research Departments ist das fachübergreifende Materialforschungszentrum ICAMS, das ein Industriekonsortium unter Federführung von ThyssenKrupp und das Land NRW mit über 24 Millionen Euro finanzieren. ICAMS wird im kommenden Jahr seine Arbeit auf dem Campus aufnehmen. Das Institut bildet den Kern des Forschungsschwerpunkts Materialforschung, an dem mehrere Fakultäten, Lehrstühle, Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs beteiligt sind. ICAMS bündelt dieses Know-how unter einem Dach, damit wird die RUB an die Weltspitze in der Materialforschung anknüpfen.

Studienbeiträge

Der guten Stimmung auf dem Campus tat auch die Einführung von Studienbeiträgen keinen Abbruch. Nach sehr schwierigen Auseinandersetzungen noch 2006 verlief die Einführung der Studienbeiträge an der Ruhr-Uni schließlich doch sehr kooperativ. Dank gilt hier insbesondere den Studierenden in den Gremien, sei es im Senat oder in den Fakultätsräten, die kritisch und konstruktiv die Entscheidungen über die Verwendung der Studienbeiträge mit gestaltet haben. Die zusätzlichen Mittel kommen voll der Verbesserung der Studienbedingungen zu Gute. Allein etwa 40 Prozent fließen zurück in Arbeitsplätze für Studierende. Mit zusätzlichem Personal, Büchern und Lehrmitteln, erneuerten Laborausstattungen und Seminarräumen und großzügigeren Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek profitieren die Studierenden unmittelbar von ihren Beiträgen.

Erfolgreiche Lehre

Darüber hinaus kommt allen - den Studierenden, den Lehrenden und der Uni als Ganzem - die fortschreitende Studienreform zugute. Früher als alle anderen deutschen Hochschulen hat die RUB ihr Studiensystem konsequent auf Bachelor/Master umgestellt, um die Idee des europäischen Hochschulraums - den "Bologna-Prozess" - zu realisieren. Das zahlt sich aus: Die Absolventenzahlen steigen deutlich. Bis zu 75 Prozent der Studierenden im 1-Fach-Bachelor schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab, im 2-Fach-Bachelor sind es mehr als 50 Prozent. Bei der so genannten leistungsorientierten Mittelvergabe des Landes sind die Absolventenzahlen ein entscheidender Parameter in der Lehre. Die RUB hat hier in den letzten drei Jahren Verluste von jeweils knapp zwei Millionen Euro verkraften müssen - bedingt unter anderem durch die Umstellung des Studiensystems. Mit den Mitteln, die die Uni durch die steigenden Absolventenzahlen bekommt, liegt ihr Etat 2008 dabei nun wieder über dem Strich.

Campussanierung

Im Reigen der positiven Meldungen darf der Startschuss für die Campussanierung nicht fehlen. Das "Mammutprojekt" für die nächsten 13 bis 16 Jahre hat offiziell am 1.12. begonnen - zunächst mit der Verfüllung von Hohlräumen im Untergrund in unmittelbarer Nähe des geplanten Neubaus ID. Baubeginn ist voraussichtlich im November 2008. Die Entscheidung des NRW-Kabinetts vom 17.4. für diese Maßnahme ist ein Zeichen von Vertrauen in die Exzellenz der Ruhr-Universität und die Arbeit, die hier geleistet wird. Die Ruhr-Universität wird umfassend erneuert; damit kann ein Plan verwirklicht werden, der vorsieht, alle Gebäude der Ruhr-Uni nach und nach frei zu ziehen, bis aufs Skelett zu "entkernen" und neu aufzubauen. Ein ehrgeiziger Plan von Land und Universität.

idw - und in eigener Sache

Noch ein Satz in eigener Sache: Für Sie, unsere Ansprechpartner in den Medien, haben wir - die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Bayreuth und die TU Clausthal - in den letzten zwölf Jahren den "Informationsdienst Wissenschaft" (idw) aufgebaut und betrieben. Sie nehmen diese Wissenschaftsnachrichtenagentur ebenso sehr gut an und nutzen sie mit zunehmender Tendenz wie unsere Kolleginnen und Kollegen in den Pressestellen. Mit seinen inzwischen mehr als 700 Mitgliedern (Hochschulen und Forschungseinrichtungen) und knapp 33.000 Abonnenten von Pressemitteilungen ist er die deutschsprachige Wissenschaftsnachrichtenagentur. Das erfüllt uns, seine Betreiber, mit Stolz; wir begreifen das aber auch als Verpflichtung, den Dienst weiter auszubauen und zu verbessern.


Auf gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr

Für die RUB hoffe ich mit meinen Mitarbeitern auf Ihre weitere publizistische Aufmerksamkeit auch im nächsten Jahr, und wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit kollegialen Grüßen
Dr. Josef König für das Team der Pressestelle

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