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Neuroprothesen: Technische Hilfe bei Nervenschäden04.01.2008 - (idw) Universität Leipzig
Wie können Menschen lernen ihr eigenes Gehirn zu beeinflussen um damit Computer zu steuern? Mit diesem Thema beschäftigt sich die 3. Paul-Flechsig-Lecture - die öffentliche Vortragsreihe des Profilbildenden Forschungsbereichs "Gehirn, Kognition und Sprache" der Universität Leipzig. Referieren wird der namhafte Tübinger Medizinpsychologe Prof. Niels Birbaumer.
Zeit: 10. Januar 2008, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Alte Börse, Am Naschmarkt
Patienten, die nach einem Unfall, Schlaganfall oder durch andere Erkrankungen gelähmt sind, müssen oft mit starken Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit leben oder haben im schlimmsten Fall nicht einmal die Möglichkeit mit ihrer Außenwelt in Kontakt zu treten. Gehirn-Computer-Schnittstellen könnten bei solchen Beeinträchtigungen neue Hoffnung geben. "Dabei lernen Menschen einzelne Regionen ihres Gehirns selbst zu regulieren und mit ihrer Hirnaktivität Computer oder Prothesen und andere Geräte selbst zu steuern", beschreibt Prof. Dr. Niels Birbaumer diese Technik.
Der Professor für Verhaltensneurologie und Medizinische Psychologie ist maßgeblich an der Erforschung dieser neuen Therapieverfahren beteiligt. Er wird in seinem Vortrag erklären wie solche Neuroprothesen funktionieren, wo sie angewendet werden und welche ethischen Probleme damit in Zusammenhang stehen.
Die Paul-Flechsig-Lecture, die Ihren Namen vom berühmten Neuroanatomen Paul Flechsig erhielt, findet nun schon zum dritten Mal statt. Sie soll alle ansprechen, die Interesse daran haben zu verstehen, wie das Gehirn funktioniert und gleichzeitig den Austausch zwischen Wissenschaftlern aller Fachrichtungen anregen, die im interdisziplinären Forschungsbereich "Gehirn, Kognition und Sprache" der Universität Leipzig zusammenarbeiten. Der Bereich untersucht Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Motorik und Sprache mit dem Ziel die Grundlagen geistiger Leistungen zu entschlüsseln, zu ergründen wie Verhalten gesteuert wird, Hirnerkrankungen zu verstehen und innovative Therapieansätze zu entwickeln.
Daniela Henze
weitere Informationen:
Prof. Dr. Matthias Müller
Telefon: 0341 97-35962
E-Mail: m.mueller@uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~psycho
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