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Halles Universität schnürt Schnupper-Paket für Schüler aus Hessen

04.02.2008 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) geht neue Wege, um Schüler für ein Studium an der größten Hochschule Sachsen-Anhalts zu begeistern. Nach dem Projekt Frühstudium, gestartet im November 2007, soll es nun ein neues Besuchsprogramm für Schulen geben. Der Testlauf dafür findet vom 6. bis 8. Februar statt: Rund 100 Schüler aus Rotenburg an der Fulda kommen für drei Tage nach Halle. Die MLU hat für sie ein Schnupper-Paket geschnürt. Die Gäste besuchen Labore, Bibliotheken und Hörsäle, lernen aber auch die Stadt kennen - inklusive einer Plattenbauwohnung. "Mit dem Frühstudium widmen wir uns seit diesem Semester der intensiven Förderung hochbegabter Schüler aus der Region", sagt MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock. "Das Besuchsprogramm richtet sich nun vor allem an angehende Abiturienten in den alten Bundesländern, die wir verstärkt für ein Studium bei uns gewinnen wollen." Hintergrund sei natürlich auch der Hochschulpakt 2020, der u. a. darauf ausgerichtet ist, dass vermehrt Studienanfänger aus den alten Ländern ihr Studium in den neuen Ländern aufnehmen.

Seine Feuertaufe erlebt das neue Projekt vom 6. bis 8. Februar 2008. Rund 100 Schüler der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Fulda (Nord-Hessen) besuchen Halle an der Saale. Ihr Programm ist vielfältig. Sie werden am Mittwochnachmittag vom Rektor auf dem halleschen Universitätsplatz begrüßt und zunächst allgemein über das Studium an der Martin-Luther-Universität informiert. Am späten Nachmittag können sie sich für eine von drei Stadtführungen entscheiden, die der MLU-Kooperationspartner StattReisen speziell für sie konzipiert hat. Die Themen lauten: musikalisches Halle (u. a. Beatlesmuseum), architektonisches Halle (u. a. Besichtigung einer originalen Plattenbauwohnung), Stadtrallye (Halle zum Selbsterkunden mit Aufgabenstellung).

Am 7. Februar sind die Schauplätze vor allem Hörsäle und Labore. Auch Computerpools, den MLU-Gesteinsgarten mit zum Teil tonnenschweren Exponaten und universitäre Sammlungen bekommen die Gäste zu sehen. Wer will, kann an einer kleinen Notfallübung in der medizinischen Fakultät teilnehmen. Je nach Interesse lernen die Schüler unterschiedliche Bereiche der halleschen Volluniversität kennen, von der Theologie über die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, die Philologien, die Sozial- und die Erziehungswissenschaften bis hin zu den Naturwissenschaften. Vorgesehen ist zudem eine abendliche Sondervorstellung des Thalia-Theaters Halle. Am 8. Februar können die Schüler die Stadt erkunden oder nach Bad Lauchstädt fahren, um dort u. a. das Goethe-Theater zu besichtigen.

Es ist dieses maßgeschneiderte Programm, das die sieben Lehrer der Jakob-Grimm-Schule zuversichtlich mit ihren Schülern gen Osten fahren lässt. "Die MLU ist uns empfohlen worden", sagt Brigitte Meyer-Christ, die zusammen mit ihren Kolleginnen Sandra Rodrigues und Rosemarie Bergmann die Koordination auf Seiten der Schule übernommen hat. "In jeder 12. Jahrgangsstufe machen wir eine Uni-Erkundung, in den vergangenen Jahren waren wir zum Beispiel in Göttingen oder Kassel", berichtet Meyer-Christ. "Aber wir wollen unseren Schülern auch andere Universitäten nahe bringen, gerade in den neuen Bundesländern, die von ihnen eher noch nicht in den Blick genommen werden, trotz der räumlichen Nähe."

An der Jakob-Grimm-Schule läuft das Projekt BOGO, das neben der Hochschulerkundung noch viele weitere Informationsveranstaltungen bereithält. Die Abkürzung steht für Berufsorientierung in der gymnasialen Oberstufe. Brigitte Meyer-Christ sagt: "Wir hoffen natürlich, dass durch die drei Projekttage, die wir für den Besuch in Halle nutzen, die Schüler eine konkrete Vorstellung entwickeln können, was Studieren heute bedeutet und was für sie in Frage kommen könnte."

Die Martin-Luther-Universität wird den Testlauf mit den hessischen Schülern im Anschluss evaluieren. "Wir haben uns vorgenommen, das Ganze im Erfolgsfall und bei ausreichendem Interesse von Schulen in dieser oder ähnlicher Form wiederholt anzubieten", erklärt Rektor Diepenbrock.


Hinweis für Journalisten:
Nach Absprache mit der MLU ist eine Teilnahme an einzelnen Programm-Punkten jederzeit möglich. Potenzielle Fototermine werden auf Anfrage gern genannt.

Ansprechpartner:
Katrin Rehschuh
Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Martin-Luther-Universität
Tel.: 0345 55 21002
E-Mail: katrin.rehschuh@rektorat.uni-halle.de

Brigitte Meyer-Christ
Lehrerin an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Fulda
Tel.: 0174 1979964

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