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Gegen das Vergessen

04.02.2008 - (idw) Universität Stuttgart

Die Forschungsstelle Ludwigsburg des Historischen Instituts der Universität Stuttgart widmet sich der Forschung über den Nationalsozialismus. Sie lädt im Februar zu zwei Vorträgen: Serge Klarsfeld zu Gast
am Montag, den 11. Februar um 19.00 Uhr
im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3
Der 1930 in Bukarest geborene Rechtsanwalt und Historiker Serge Klarsfeld wird gemeinsam mit seiner Frau Beate aus Paris anreisen und einen Vortrag zu seinem Buch "Vichy-Auschwitz. 'Die Endlösung der Judenfrage' in Frankreich" halten. Der Name Klarsfeld steht für den unermüdlichen Kampf dafür, die NS-Verbrechen anzuprangern. Es ist vor allem ihnen zu verdanken, dass gegen einige Hauptverantwortliche des NS-Polizeiapparates in Frankreich Strafprozesse geführt wurden wie beispielsweise gegen Klaus Barbie 1987 in Lyon. Das 1983 bis 1985 in Frankreich erschienene Buch "Vichy - Auschwitz" ist ein Denkmal der Geschichtswissenschaft. Es gilt bis heute als beste Monographie zur Judenpolitik. Klarsfeld weist darin das organisierte Zusammenspiel zwischen der deutschen Besatzungsverwaltung und der Regierung in Vichy bei der Judenpolitik nach.
Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg, der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie" und dem Staatsarchiv Ludwigsburg durchgeführt.

Buchvorstellung "Einsatzgruppen in Polen - Darstellung und Dokumentation" durch den Mitautor Jochen Böhler
am Montag, den 25. Februar um 19.00 Uhr
im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3
Gleich nach dem Überfall auf Polen 1939 nahmen die Einsatzgruppen ihr mörderisches Handwerk auf und eliminierten systematisch Juden und Angehörige der polnischen Elite. Bisher war gängige Meinung, dass erst im Krieg gegen die Sowjetunion die Einsatzgruppen derart radikal vorgehen konnten. Die Autoren Klaus-Michael Mallmann, Wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg, Jürgen Matthäus, Leiter der Forschungsabteilung am United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C., und Jochen Böhler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau, stellen das Drama in Polen monographisch dar und präsentieren deutsche und zumeist erstmals auf deutsch vorliegende polnische Quellen.

Kontakt:
Prof. Dr. Klaus-Michael Mallmann, Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Neuere Geschichte
Tel. 07141/913819, e-mail: michael.mallmann@po.hi.uni-stuttgart.de

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