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Neues Hochgeschwindigkeits-Rechnernetz für Hamburger Wissenschaft

07.02.2008 - (idw) Universität Hamburg

Fertigstellung eines der schnellsten Landesnetze Deutschlands Die Hamburger Wissenschaft hat ein neues Hochgeschwindigkeits-Rechnernetz (HHR III) erhalten. Heute wird die Inbetriebnahme dieses Netzes im Rahmen eines Festkolloquiums ab 17.30 Uhr im Aby Warburg-Haus, Heilwigstr. 116, 20249 Hamburg, gefeiert.

Unter Federführung des Regionalen Rechenzentrums der Universität Hamburg können Hamburger Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen nun die neue Kommunikationsinfrastruktur nutzen. Das HHR III ist mit einer Bandbreite von 10 Gigabit/Sekunde eines der schnellsten Landesnetze Deutschlands. Diese Leistung ist zu vergleichen mit der digitalen Übertragung von 2000 Büchern mit jeweils 500 Seiten pro Sekunde. Von 1991 bis 2000 gab es bereits zwei Rechnernetze für die Hamburger Wissenschaft, die aber mit den Möglichkeiten des HHR III nicht vergleichbar waren.

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung fördert die Einrichtung und den Betrieb dieses Netzes für die nächsten 5 Jahre mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro.

Zum HHR III Nutzerverbund gehören neben der Universität Hamburg das Deutsche Elektronen Synchroton (DESY), das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), die Hochschule für bildende Künste (HfbK), die Hochschule für Musik und Theater (HfMT), die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und die HafenCity Universität (HCU). Andere Institutionen nutzen das Netzwerk über Anschlüsse der Partnereinrichtungen mit, z. B. die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky, das Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) und das Bernhard-Nocht-Institut (BNI).

Das neue Rechnernetz erlaubt vielfältige Kooperationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Partnern. So können z. B. Dienstleistungen wie die gemeinsame Nutzung von Spezialrechnersystemen oder zentrale Backupmöglichkeiten in Anspruch genommen werden, spezielle Informationssysteme für alle Partner zugänglich gemacht und gemeinsame Versuche durchgeführt werden.

Die technische Umsetzung des neuen Kommunikationssystems wurde geleistet vom Regionalen Rechenzentrum der Universität Hamburg, den Netzgruppen der beteiligten Einrichtungen und dem Verein zur Förderung eines Deutschen Forschernetzes (DFN). Das Netz basiert auf rund 100 Kilometern Glasfasern, die von Dataport als so genannte "Dark Fibre"-Fasern gemietet werden konnten. Hier handelt es sich um ein Leitungssystem ohne direkt damit verbundene Netztechnik, so dass bei Bedarf eine Aufrüstung der Bandbreite von heute 10 Gigabit/ Sekunde auf noch größere Geschwindigkeiten in Eigenregie der beteiligten Institutionen möglich ist.

Die Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. habil. Monika Auweter-Kurtz:

"Eine effiziente Netzinfrastruktur ist für erfolgreiche Forschung eine unabdingbare Voraussetzung. Das neue Hochleistungs-Rechnernetz bietet nun technische Möglichkeiten auf einem auch an internationalen Standards gemessen hohen Niveau. Es macht mich sehr stolz, dass unser Rechenzentrum der Hamburger Wissenschaft eine solche Ausstattung zur Verfügung stellen kann. Von der Leistungsfähigkeit des Systems profitieren alle Nutzerinnen und Nutzer. Darüber hinaus bietet das HHR III große Chancen für umfangreiche wissenschaftliche Kooperationen. Ich freue mich, dass wir die interdisziplinäre und institutionsübergreifende Zusammenarbeit in Hamburg auf diese Weise fördern und unterstützen können."

Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. (Cornell U.):

"Die Weiterentwicklung des Hamburger Hochgeschwindigkeits-Rechnernetzes schafft eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Hamburger Wissenschaftslandschaft. So bietet das HHR III mittels moderner Netzwerktechnologie einen gemeinsamen Arbeitsraum für knapp 40.000 Arbeitsplätze im Bereich Wissenschaft und Forschung. Wie wichtig eine fächer- und hochschulübergreifende Kooperation universitärer und außeruniversitärer Institutionen ist, hat die Exzellenzinitiative im letzten Jahr verdeutlicht."


Für Rückfragen:

Prof. Dr. Karl Kaiser
Direktor des Regionalen Rechenzentrums der Universität Hamburg
Tel.: (040) 428 38-3092
E-Mail: karl.kaiser@rrz.uni-hamburg.de

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