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Forschungsprojekt CHIANTI entwickelt Internet-Protokolle für Mobilkommunikation

08.02.2008 - (idw) Universität Bremen

Wie lässt sich das mobile Internet produktiv in schwierigen Umgebungen wie Zügen und Autos einsetzen? Wie müssen kostengünstige Kommunikationslösungen beschaffen sein, die ein kontinuierliches Arbeiten trotz Unterbrechungen und sich ändernden Netzeigenschaften ermöglichen? Für die Lösung dieser Fragestellungen hat sich heute ein internationales Konsortium aus führenden Industriepartnern und Universitäten im EU-Forschungsprojekt CHIANTI (Challenged Internet Access Network Technology Infrastructure) konstituiert, um Technologien für die robuste und kostengünstige mobile Kommunikation in schwierigen Netzumgebungen zu entwickeln, die u. a. Passagieren in Zügen ein produktives Arbeiten mit dem mobilen Internet ermöglichen.

Internetzugang im Flugzeugen und WLAN-Hotspots im ICE sind Beispiele für die zunehmende Popularität der mobilen Internet-Nutzung in Verkehrsmitteln. Auch wenn Konnektivität in diesen Umgebungen technisch realisiert werden kann, stellt sich für den Nutzer oft die Frage nach der Qualität der Internet-Anbindung - und für den Betreiber die Frage nach der Rentabilität, da eine permanente, flächendeckende Konnektivität in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist. Aus diesem Grund war es in der Vergangenheit schwierig, mobile Internet-Nutzung (z.B. auf der Basis von WAP und UMTS-Datendiensten) erfolgreich zu vermarkten.

CHIANTI entwickelt daher Technologien, die nicht auf eine flächendeckende Abdeckung angewiesen sind und so das Arbeiten trotz Unterbrechungen ermöglichen. Dabei setzt CHIANTI auf die Integration und Erweiterung aktueller Lösungen zur Mobilitätsunterstützung. Anstatt einer radikalen Neuentwicklung wird CHIANTI mit bestehenden Internet-Kerntechnologien und wichtigen bestehenden Anwendungen und Systemen zusammenarbeiten.

CHIANTI ist ein zweijähriges "Small or medium-scale focused research project" (STREP) innerhalb der ICT-Initiative (Information and Communication Technologies) des 7. EU-Rahmenprogramms und wird von folgenden Partnern durchgeführt: Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen (Koordinator), Nomad Digital Limited, Technische Universität Helsinki TKK und Lysatiq GmbH.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologie-Zentrum Informatik
Dr.-Ing. Dirk Kutscher
Tel. 0421 218 63904
E-Mail: dku@tzi.org
http://www.chianti-ict.org

Informationen über die beteiligten Einrichtungen:

Das Technologie-Zentrum Informatik (TZI, http://www.tzi.org) der Universität Bremen ist ein Forschungsinstitut für Informatik und Elektrotechnik, in dem über 160 Wissenschaftler innovative Lösungen zu Themen wie Mobilität, Künstliche Intelligenz und Digitale Medien erarbeiten.

Nomad Digital Limited (http://www.uknomad.com), ein privat geführtes Unternehmen in Newcastle, England, entwirft, erstellt und betreibt leistungsfähige Netze für die zuverlässige Breitband-Kommunikation in Hochgeschwindigkeitszügen.

Die Technische Universität Helsinki (TKK, http://www.tkk.fi) wurde 1894 gegründet und ist die größte technische Universität in Finnland. Sie ist unter anderem für anerkannte Forschungsleistungen in Gebieten wie Kommunikation, Funk- und Nano-Technologie sowie Life-Sciences bekannt.


Lysatiq GmbH (http://www.lysatiq.de) ist ein unabhängiges Softwareunternehmen für IP-basierte Kommunikationslösungen. Spezialisiert auf die mobile Datenübertragung und Content-Verteilung ermöglicht die Lysatiq ihren Kunden innovative und technisch führende Dienste und Produkte anzubieten.

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