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Lehrlingsausbildung bleibt attraktiv

14.02.2008 - (idw) Universität Bremen

Berufsbildungsforscher bescheinigen der dualen Ausbildung hohes Potenzial und niedrige Kosten Die Lehrlingsausbildung bleibt auch in der modernen Wissensgesellschaft ein attraktiver Weg in der beruflichen Bildung. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Konferenz zur Berufsbildung Anfang Februar in Wien, die vom Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen zusammen mit dem Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung und der European Educational Research Association organisiert wurde. Gerade in den vergangenen Jahren nimmt die Zahl der Länder beachtlich zu, die eine Lehrlingsausbildung re-etablieren oder gar neu einführen.

Die wichtigste Hürde für eine moderne Berufsbildung ist, die Qualität der Ausbildung auf einen aktuellen Stand zu halten. Arbeitsinhalte, Lehrpläne und Berufsbilder müssen an neue Entwicklungen in einer Arbeitswelt angepasst werden, die mehr und mehr vom Computer beherrscht wird. Gleichzeitig müssen die Berufsbilder international vergleichbar sein. Die Berufe, so waren sich die Konferenzteilnehmer aus 20 Ländern einig, sollten schrittweise internationalisiert werden und dennoch so flexibel gestaltet sein, dass sie sich in die jeweiligen nationalen Arbeitsstrukturen einfügen. Die international vergleichende Berufsbildungsforschung liefert dazu wichtige Beiträge.

Entscheidend für die Flexibilität der Berufsbildung ist, wie die beteiligten Gremien miteinander kooperieren. Eine Studie des ITB vergleicht die duale Berufsbildung in Lehrbetrieb und Berufsschule, wie sie in verschiedenen Ländern praktiziert wird. Besonders erfolgreich wird dieses Modell in der Schweiz und in Dänemark beschritten. In Deutschland ist die duale Berufsbildung zwar ein Erfolgsmodell, aber es gibt "zu viele Gremien, die viel zu oft nebeneinander und gegeneinander arbeiten", so Professor Felix Rauner vom ITB. Der Reformbedarf liege vor allem im Bereich des Steuerungssystems.

Ein weiterer Pluspunkt für die Lehrlingsausbildung sind die geringen Kosten. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, Berufsbildung koste die Betriebe hohe Summen, konnte das ITB zeigen, dass sie sich meist selbst trägt. Entscheidend sei dabei die Qualität der Ausbildung. Dazu arbeitet das ITB derzeit an Qualitätsmerkmalen, mit deren Hilfe die Betriebe die Kosten für ihre Auszubildenden reduzieren können.

Weitere Informationen erteilt:

Universität Bremen
Institut Technik und Bildung
Prof. Dr. Felix Rauner
Am Fallturm 1
28359 Bremen

Tel.: 0421- 218 46 34
Fax: 0421- 218 46 37
E-Mail: felix.rauner@uni-bremen.de
Weitere Informationen: http://http: www.itb.uni-bremen.de
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