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Informationstechnik - Seminare starten im Mai

03.04.2003 - (idw) Universität Hannover

Innovationsgesellschaft der Universität Hannover bietet einmaliges Qualifizierungsprogramm für Hochtechnologiebranche

Schaltungs- und Systementwickler, Softwareentwickler und IT-Sicherheitsbeauftragte können sich an der Universität Hannover in dreitägigen Kursen weiterqualifizieren. Experten aus den USA, Belgien und Deutschland - darunter auch Dozenten der Universität Hannover - informieren über neueste Entwicklungen. Dabei reicht das Themenspektrum von der Entwicklung energiesparender portabler Systeme und Schaltungen, Bild- und Audiokomprimierung, bis zu Fragen der Sicherheit im Internet und dem Datenaustausch in mobilen Netzwerken. Der erste Kursus startet im Mai; das Programm endet im September. Informationen zu den Kursen sowie Wissenswertes über die Referenten und ihre Forschungsgebiete gibt es im Internet unter: www.innovationsgesellschaft.de/html-weiterbildung-d/OffeneSeminare.html

Die Kurse im Überblick:
1. Ad hoc Networks, 5. bis 7. Mai 2003
2. Low-Power Circuits and Systems für Digital Wireless Communi-cations, 14. bis 16. Mai 2003
3. Introduction to Cryptography, 3. bis 5. Juni 2003
4. Design of Analog Integrated Circuits in a Mixed-Signal Integrated Systems, 11. bis 13. Juni 2003
5. Image, Video, and Audio Coding, 23. bis 25. Juni 2003
6. XML-based Frameworks for Educational Content, 3. bis 5. September 2003
7. Direction of Digital Communication Networks, 22. bis 24. September 2003
Der erste Kursus liefert einen Überblick über "wireless ad hoc networks". Diese Netzwerke erlauben mit ihrer mobilen Infrastruktur dem Nutzer, sich in Netze einzuwählen und damit selbst Teil des Netzwerks zu werden - drahtlos, ganz ohne stationäre Basisstationen, die bisher von der Kommunikation mit Handys bekannt sind. Eine Entwicklung, die auch an Hochschulen erprobt wird. So können Studierende auf dem Campus einer Vorlesung im Hörsaal folgen, ohne direkt vor Ort zu sein.

Die Kurse zwei und vier haben den Entwurf digitaler beziehungsweise gemischt analog-digitaler integrierter Schaltungen zum Thema. Schwerpunkt sind moderne Techniken, um den Stromverbrauch von Chips zu reduzieren und analoge und digitale Schaltungen auf kleinster Fläche in einem Chip zu integrieren ohne das sich hochfrequente Signale auf benachbarten Leitungsstrukturen gegenseitig stören. Beide Aspekte spielen zum Beispiel bei Handys oder Organizern für das persönliche Zeitmanagment - so genannten personal digital assistants (PDAs) - eine Rolle. Nach dem Motto, so klein wie möglich, können durch moderne Schaltungstechniken kompakte mobile Geräte entwickelt und gleichzeitig die Akkulaufzeit deutlich erhöht werden.

Im dritten Kursus steht die Sicherheit im Internet im Mittelpunkt. Insbesondere innovative Entwicklungen, wie die genannten wireless-Netze haben noch Sicherheitslücken. Möglichkeiten, wie Online-Banking machen das Leben einfacher, erfordern aber zugleich Mechanismen im Netz, um Datentransfers sicher zu machen. Der Vielzahl neuer Technologien steht dabei ein ebenso breites Spektrum an Verschlüsselungsverfahren gegenüber. Der angebotene Kurs verschafft hier einen detaillierten Überblick und gibt Entscheidungshilfen für die Wahl des passenden Sicherheitskonzepts.

Der fünfte Kursus befasst sich mit Verfahren zur Datenkomprimierung von Audio- und Videosignalen. Hannoversche Forscher haben Verfahren entwickelt, um Audio- und Videosignale effektiv über Internet, Telefonleitungen und Mobilfunknetze zu übertragen. Wichtige Forschungsergebnisse aus diesem Bereich flossen in internationale Standards ein. So wurde beispielsweise ein Standard für digitales Fernsehen maßgeblich an der Universität Hannover mitentwickelt. Ein weiteres Beispiel ist die Komprimierung von Audiosignalen, bekannt als mp3. Dieses Verfahren ist Basis für nahezu alle populären Musiktauschbörsen im Internet.

Die Datenflut in Netzen von Unternehmen ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Informationen liegen in vielfältigen Formaten und in unterschiedlichen Dokumenten vor. Wie Dokumente in einem Datenpool so gemanagt werden können, dass sie problemlos im gewünschten Format abgerufen und kombiniert werden können, ist Inhalt des sechsten Kurses. Möglich ist dies durch das so genannte XML-Format. Dieses Format, welches zukünftig auch den Microsoft-Office Produkten als Basis dienen wird, ermöglicht es, dass Inhalte unterschiedlich aufbereitet und wiederverwendet werden können. Stellt ein Unternehmen seine Dokumente in einem XML-basierten Datenpool zusammen, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flexibel die Inhalte in unterschiedlicher Weise benutzen und kombinieren, zum Beispiel in Form von Präsentationen oder Berichten - oder für die interne Weiterbildung, die einen Schwerpunkt des Kurses bildet.

Im siebten Kursus bekommen die Teilnehmer einen strategischen Überblick über Standards und Anwendungen in Daten- und Kommunikationsnetzen, indem aktuelle Entwicklungen vorgestellt und mit zukünftigen Technologien verglichen werden. Neben dem Ausbau des Internets werden mobile Datennetze wie etwa UMTS deutlich an Stellenwert gewinnen, um der Datenflut gerecht zu werden. Nachdem die UMTS-Lizenzen vergeben worden sind, ist es nun wirtschaftlich notwendig, die Netze zügig aufzubauen und entsprechende Anwen-dungen anzubieten. Hier können nur entsprechend qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt werden.

Seit dem Jahr 2000 bietet die Innovationsgesellschaft der Universität Hannover Weiterbildungsseminare für Berufspraktiker aus der Informationstechnologie und Telekommunikation an. Firmen aus Deutschland und angrenzenden Ländern schickten bereits ihre Mitarbeiter nach Hannover, so Infineon Technologies, DaimlerChrysler Aeorspace, Alcatel Microelectronics sowie die Royal Navy aus den Niederlanden und Siemens.

"Telekommunikation wandelt sich: vom Festnetz-Telefon über das Handy zum Multimedia-Handy. Die Anforderungen an Ton-, Sprach-, Text- und Bildübertragung sind hierbei enorm gestiegen. Das komplexe Anwendungsfeld Multimedia wird in den Kursen abgebildet. Die Kurse sind Bausteine, die unterschiedliche Aspekte des Feldes beleuchten", erläutert Geschäftsführer Prof. Peter Pirsch die Konzeption. Weiter stellt er dar: "Vorhandenes Wissen durch Weiterbildung auf dem neuesten Stand zu halten ist in der heutigen Zeit bei immer kürzer werdenden Innovationszyklen von entschei-dender Bedeutung. Hochschulen leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Wir nutzen das Know-how unserer Professoren und unserer Kollegen aus dem In- und Ausland, auch von der University of California, Berkeley, um Seminarteilnehmer auf dem aktuellen technischen Niveau für den Hochtechnologiebereich weiterzuqualifizieren." Informationen zu den Kursen sowie Wissenswertes über die Referenten und ihre Forschungsgebiete gibt es im Internet unter http://www.innovationsgesellschaft.de/html-weiterbildung-d/OffeneSeminare.html

Hinweis an die Redaktionen:

Fragen beantwortet Ihnen Kordula Kruber (Anmeldung), Geschäftsbereich berufsbegleitende Weiterbildung / Organisation und Marketing, Innovationsgesellschaft Universität Hannover mbH unter Telefon (0511)762-19773, Fax 0511/762-19777 oder Email: kk@tt.uni-hannover.de. Weiter steht Dipl.- Ing. Carsten Reuter (Kursinhalte) vom Institut für Mikroelektronische Systeme unter Telefon (0511) 762-19605 oder Email reuter@ims.uni-hannover.de zur Verfügung
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