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Gemeinsam gegen Krebs: Wissenschaftler gründen Netzwerk zur Erforschung des Prostatakarzinoms

03.04.2003 - (idw) Universität des Saarlandes

Um die Heilungschancen von Patienten mit Prostatakrebs zu verbessern, haben sich Urologen zu einem bundesweiten Forscher-netzwerk zusammengeschlossen: dem Deutschen Prostatakarzinom Konsortium (DPKK). Geleitet wird die Vereinigung von Prof. Dr. Michael Stöckle, dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie der Universität des Saarlandes.

Das Prostatakarzinom ist mit Abstand der häufigste bösartige Tumor des Mannes in den westlichen Industrienationen. Allein in Deutschland wird dieser Krebs der Vorsteherdrüse jährlich mehr als 30.000 diagnostiziert. Obwohl die Heilungschancen von Medizinern allgemein als gut eingestuft werden, ist das Prostatakarzinom jedoch bei weitem noch nicht vollständig erforscht.

Aus diesem Grund haben sich zahlreiche Wissenschaftler nun dazu entschlossen, einen Forschungsverbund zu gründen: das Deutsche Prostatakarzinom Konsortium (DPKK). Innerhalb des Netzwerks wollen sie ihre Kräfte und Ressourcen bündeln, Projekte der einzelnen Arbeitsgruppen in Universitäten, außeruniversitären oder industriellen Forschungseinrichtungen sollen interdisziplinär enger miteinander verzahnt werden. Hauptziel ist es, die Diagnostik und Therapie des Prostatakrebses weiter zu verbessern.

Federführend vorangetrieben wurde die Gründung des Forschernetzwerks von dem Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie der Universität des Saarlandes Prof. Dr. Michael Stöckle sowie seinen Mitarbeitern Prof. Dr. Gerhard Unteregger, Privatdozent Dr. Bernd Wullich und Prof. Dr. Thomas Zwergel. Bei der konstituierenden Sitzung am 26. Februar hat Prof. Stöckle den Vorsitz des Gremiums übernommen. Stellvertretender Vorsitzender der DPKK ist Prof. Dr. Nicolas Wernert vom Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Bonn. Für die Bereiche Wissenschaft und Öffentlichkeit ist der Direktor der Urologischen Klinik der Universität Düsseldorf Prof. Dr. Rolf Ackermann zuständig und den Bereich Finanzen betreut der Homburger Mediziner Prof. Dr. Thomas Zwergel. Dr. Wullich aus Homburg wurde zum Schriftführer gewählt.

Das DPKK hat sein Büro an der Klinik für Urologie und Kinderurologie der UdS. Von Homburg aus werden künftig die Interessen und Aktivitäten der verschiedenen Forschergruppen koordiniert und Kongresse vorbereitet. Der erste Workshop des DPKK hat bereits Anfang April in Homburg stattgefunden. Für den Sommer 2003 ist in Bonn ein Statuskolloquium zum Thema "Grundlagenforschung Prostatakarzinom" geplant.

Zusätzlich will sich der Verein aber auch verstärkt der Öffentlichkeitsarbeit widmen. Bei der Aufklärung in Sachen Prostatakarzinom sind die Homburger Urologen schon seit längerem erfolgreich. In der saarländischen Öffentlichkeit hat Prof. Stöckle zuletzt mit einer groß angelegten Prostata-Kampagne für Aufsehen gesorgt: Mehr als 6000 interessierte Männer kamen zu den drei von ihm initiierten Informationsveranstaltungen im vergangenen November. Die gesetzlichen Krankenkassen hatte er im Rahmen dieser Kampagne außerdem dazu aufgefordert, Vorsorgeuntersuchungen in Zukunft (den Bluttest PSA) zu bezahlen.


Informationen zum Deutschen Prostatakarzinom Konsortium im Internet unter: http://www.dpkk.de


Sie haben Fragen? Bitte wenden Sie sich an:
Prof. Dr. Michael Stöckle, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie der Universitätskliniken des Saarlandes (Tel.: 06841/16-24702, E-Mail: urmsto@uniklinik-saarland.de), Prof. Dr. Gerhard Unteregger (Tel.: 06841/16-24700, E-mail urgunt@uniklinik-saarland.de), Priv. Doz. Dr. Bernhard Wullich (Tel.: 06841/16-24803, E-Mail: urbwul@uniklinik-saarland.de) oder Prof. Dr. Thomas Zwergel (Tel.: 06841/16-24758, E-Mail: urtzwe@uniklinik-saarland.de)
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