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Nachhaltigkeit umsetzen

25.02.2008 - (idw) Hochschule Konstanz

Die Hochschule Konstanz wurde von der UNESCO ausgezeichnet.
Als erste baden-württembergische Fachhochschule hat sie einen Referenten für Nachhaltige Entwicklung eingestellt. Konstanz (ac) Es ging Schlag auf Schlag. Erst wurde an der HTWG Ende 2007 mit Dr. Michael Kalff der erste Referent für Nachhaltige Entwicklung an einer baden-württembergischen Hochschule überhaupt eingestellt. Noch ist seine Arbeit zum Aufbau eines entsprechenden Zentrums an der Hochschule nicht beendet, und schon wird die HTWG von der UNESCO als offizielles Projekt zur Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland anerkannt. Die Auszeichnungsveranstaltung fand im Rahmen des UNESCO-Tages bei der didacta in Stuttgart statt.
Das Gütesiegel wird von der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses des Deutschen Bundestages und im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung koordiniert. Die DUK hat hierfür ein Nationalkomitee berufen. Die Umsetzung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Deutschland steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.
Nachhaltigkeit ist an der HTWG Konstanz bereits seit geraumer Zeit ein stark verfolgtes Thema. Professor Dr. Udo Schelling von der Fakultät Maschinenbau engagiert sich seit Jahren für deren Etablierung und ist Senatsbeauftragter dafür. So ist die HTWG Gründungsmitglied des, des Netzwerks Hochschulen für nachhaltige Entwicklung (HNE), dem mittlerweile 21 staatlichen Fachhochschulen in Baden-Württemberg angehören. In diesem Rahmen veranstaltet die HTWG eine Vortragsreihe mit prominenten Referenten, mehrere Studiengänge fokussieren explizit auf Nachhaltigkeit. Diverse Vorlesungen, Module, Seminare, Projekte und das Studium Generale thematisieren nachhaltigkeitsrelevante Fragestellungen, etwa erneuerbare Energien, Energiewirtschaft, Bauökologie, Governance- und Unternehmensethik. Im Oktober hat der Hochschulsenat den neuen Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Entwicklung und Energiesysteme eingerichtet.
Als lokaler Knotenpunkt im landesweiten Hochschulnetzwerk gibt es die HNE Gruppe, die 12 interessierten Professoren und Professorinnen besteht. Sie entwirft die Nachhaltigkeitsstrategie, setzt sich für die Realisierung ein oder setzt sie auch selbst um.
Das künftige Nachhaltigkeits-Zentrum soll bei Erfolg eine dauerhafte Einrichtung der HTWG werden.
Mit ihrem Konzept geht die Hochschule Konstanz davon aus, dass die Vorbereitungen junger Menschen auf Beruf, Verantwortung und Erfolg in der globalen Gesellschaft die globalen Veränderungen nicht vernachlässigen kann. Sie betreffen eigentlich jedes Fach, jeden Beruf und jedes Individuum an der an der HTWG. Deshalb soll das Zentrum als interdisziplinärer Knotenpunkt für nachhaltige Entwicklung und globale Dynamik wirken.
Geplant sind künftig interdisziplinäre Praxis- und Forschungsprojekte zu Themen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, zukunftsfähiges Bauen, zukunftsfähiges Wirtschaften, hochschulinterne Projekte, die Veranstaltung von Symposien, Tagungen und Vorträgen und die Herausgabe von Publikationen. Eine Homepage, ein Newsletter, Mailinglisten, sollen über die Zentrumsaktivitäten informieren. Auch sollen Studienleistungen zur Nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des "Ethikums" der Fachhochschulen in BW bescheinigt werden.
Wie geht es weiter? In den nächsten Monaten werden Dr. Michael Kalff und Professor Dr. Udo Schelling die Fakultäten zur fakultätseigenen Workshops einladen. Ziel ist, eine je eigene, fachbezogene Definition von Nachhaltiger Entwicklung zu formulieren und daraus ein regelmäßiges Lehrangebot, eventuell auch Forschungsfragen zu entwickeln. Ein Workshop läuft bereits in der Fakultät Maschinenbau. Außerdem unterstützt Michael Kalff die Lehrenden bei der Entwicklung von Seminaren und Projekten zur Nachhaltigen Entwicklung, derzeit etwa Professorin Dr. Beate Bergé zum Thema "Beschaffung und Nachhaltige Entwicklung".

Michael Kalff ist überzeugt, dass seine Arbeit gerade an einer Hochschule Zukunft hat, vor allem für die Studentinnen und Studenten: "Wer schon im Studium lernt, Antworten zu finden auf die globalen Herausforderungen wie Klimawandel, knappes Öl, soziale Veränderungen, der wird viel Nutzen stiften mit seinem Beruf - und sicher gut verdienen".

Kontakt: michael.kalff@htwg-konstanz.de

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