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Witten/Herdecke entwickelt sich

04.03.2008 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Uni-Präsident Priddat: Auch nach der Einrichtung von 18 zusätzlichen Lehrstühlen wird eine einkommensabhängige Späterzahlung möglich sein Bis zum Jahr 2009 wird die Universität Witten/Herdecke (UWH) 18 zusätzliche Lehrstühle einrichten. "Die Planungen hierfür sind jetzt abgeschlossen. Diese Aufstockung ist einer der größten Entwicklungsschritte in der jetzt 25-jährigen Geschichte der ältesten privaten Universität Deutschlands", betont Prof. Dr. Birger P. Priddat, Präsident der UWH.

Allein in der Fakultät für Medizin werden bis zum kommenden Jahr neun neue Lehrstühle eingerichtet sein. Zu den neuen Medizin-Lehrstühlen wird unter anderem ein Institut für Didaktik und Bildungsforschung gehören und auch ein Institut für Gesundheitssystemforschung. Die Wirtschaftsfakultät wird um fünf Lehrstühle erweitert, allein zwei davon im neuen Institut für Corporate Governance. Es erforscht als erstes universitäres Institut seiner Art in Deutschland, wie die Führung und Aufsicht von Wirtschaftsunternehmen und anderen Organisationen zu verbessern ist und bezieht dabei zugleich Fragen von Effizienz, Kultur und Ethik in die wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit ein. Weitere neue Ökonomie-Lehrstühle behandeln die globale Verantwortung von Unternehmen und internationale Handelsbeziehungen. Die Fakultät für das Studium fundamentale wird um vier Lehrstühle erweitert - darunter die Lehrstühle für Politische Ökonomie und für Kulturphilosophie.

"Mit dieser Entwicklung werden wir die Stellung der Universität als Center of Excellence in Forschung und Lehre erneut bestätigen und uns weiteren anspruchsvollen Herausforderungen stellen", so Birger Priddat. Bausteine der Finanzierung sind neben privaten Zuwendungen und staatlichen Fördermitteln auch eigene Einnahmen der Universität. Bisher tragen die, für eine private Hochschule unerlässlichen, Studienbeiträge mit rund sieben Prozent zu den Uni-Einnahmen bei. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren - in Relation zum steigenden Gesamtetat - auf rund 25 Prozent erhöht werden. Deshalb plant die Universität voraussichtlich ab dem kommenden Wintersemester 2008/2009 eine Anhebung der Beiträge.

Von der Erhöhung ausgenommen bleibt zunächst das Studium der Humanmedizin. Hier gelten dieselben Beiträge wie seit dem Sommersemester 2008. Neuimmatrikulierte, die im Oktober 2008 beginnen, zahlen also für ihr Medizinstudium rund 30.000 Euro. Die Beiträge in der Humanmedizin steigen erst im Jahr 2009 für die dann neuen Studierenden.

Uni-Präsident Priddat tritt dem Eindruck entgegen, dass mit einer neuen Beitragsordnung die Späterzahlung nach dem Modell eines Umgekehrten Generationenvertrags nicht mehr vorgesehen sei: "Kern des Modells ist, dass Studierende nach ihrer Ausbildung und abhängig von ihren finanziellen Verhältnissen für ihr Studium bezahlen. Diese Möglichkeit wird es selbstverständlich auch in Zukunft geben." Allerdings, so Priddat weiter, werde die Abwicklung der Zahlungen und des Modells für Neueinschreibungen ab Oktober 2008 - mit Ausnahme der Humanmedizin - nicht mehr in den Händen der StudierendenGesellschaft (SG) liegen, die als studentische Initiative bisher dafür verantwortlich war. Die künftige einkommensabhängige Späterzahlung wird die Universität zusammen mit einem externen Partner anbieten.

Die genaue Höhe der neuen Studienbeiträge und die Ausgestaltung der Zahlungsmodalitäten stehen noch nicht im Detail fest. Sicher ist jedoch bereits jetzt, dass es - im Gegensatz zu bisher - auch Stipendien geben wird und manche Studierende dann gar nichts für ihre Ausbildung bezahlen. "Wir wollen nach wie vor die besten und motiviertesten jungen Leute nach Witten holen, und das wird nicht an den Studiengebühren scheitern", unterstreicht Birger Priddat. Jedoch werden die meisten - wenn auch, falls gewünscht, erst nach dem Studium - einen Beitrag entrichten müssen. Priddat: "Auch in Deutschland setzt sich die Erkenntnis durch, dass Bildung eine weichenstellende Investition in die persönliche Zukunft ist, die ihren Preis hat."

Der Wittener Uni-Präsident bezeichnet die anstehende Beitragserhöhung als "Niveauanpassung" und verweist auf die meisten anderen deutschen privaten Universitäten und Hochschulen, die auch in Zukunft mehr Geld von ihren Studenten verlangen werden als die UWH. Der Ökonom und Philosoph Priddat, der als langjähriger Lehrstuhlinhaber und Dekan an der Profilbildung der ersten privaten Universität Deutschlands maßgeblich beteiligt war, betont den besonderen Anspruch Witten/Herdeckes, der in einer umfassenden Bildung und exzellenten Ausbildung liegt.

So ist das Wittener Studium fundamentale, das jeder Studierende absolviert, in der deutschen Hochschullandschaft das erste und bewährteste Modell, wissenschaftliche Spezialisierung mit der Fähigkeit zu verknüpfen, Fragen der Gesellschaft, der Kunst, der Politik, der Ökonomie, der Philosophie und der Geschichte in die wissenschaftliche Arbeit einzubeziehen. Für die Ausbildungsqualität sprechen zahlreiche Erfolge bei Rankings und Leistungsvergleichen. Beispiele aus jüngster Zeit: Sowohl das Job- und Wirtschaftsmagazin Karriere als auch das Nachrichtenmagazin Focus zählten im Jahr 2007 die Wirtschaftsfakultät zu den besten in Deutschland. Und die Wittener Medizinstudenten erzielten im Frühling 2007 bei der bundesweit einheitlichen ärztlichen Abschlussprüfung die besten Noten.


Kontakt:
Bernd Frye, Hochschulsprecher, 02302/926-808, bernd.frye@uni-wh.de

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