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Neue Göttinger "International Max Planck Research School" mit Schwerpunkt Biophysik

04.03.2008 - (idw) Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

Ab Mai 2008 gibt es in Göttingen ein neues Promotionsprogramm für die Ausbildung von Doktoranden, die "International Max Planck Research School (IMPRS) for Physics of Biological and Complex Systems". In der neuen IMPRS kooperieren die Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie und für Dynamik und Selbstorganisation mit der Universität Göttingen. Schwerpunkt des neuen Programms ist es, biologische und andere komplexe Systeme quantitativ zu untersuchen. Dabei werden modernste physikalische Methoden mit Techniken aus Biologie, Chemie und Informatik kombiniert. Bereits seit 2000 baut die Max-Planck-Gesellschaft zusammen mit Universitäten in Deutschland ein Netzwerk von Promotionsprogrammen auf, die so genannten "International Max Planck Research Schools" (IMPRS). Ziel dieser Programme ist es, besonders begabte ausländische und deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern. Sie bieten Studierenden nach ihrem ersten Studienabschluss eine strukturierte wissenschaftliche Ausbildung und hervorragende Forschungsmöglichkeiten. In Göttingen gibt es bereits vier dieser internationalen Max Planck Research Schools, die IMPRS für "Molecular Biology" und für "Neurosciences" sowie die IMPRS "Werte und Wertewandel in Mittelalter und Neuzeit" und "Physical Processes in the Solar System and Beyond". Nun wird zukünftig auch auf dem Gebiet der Physik biologischer und anderer komplexer Systeme eine IMPRS den Wissenschaftsstandort Göttingen stärken. Mit fünf Promotionsprogrammen weist Göttingen damit die bundesweit höchste Dichte an International Max Planck Research Schools auf. Das neue Promotionsprogramm resultiert aus einer gemeinsamen Initiative der Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie und für Dynamik und Selbstorganisation. Die Schule wird zunächst für sechs Jahre eingerichtet, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere sechs Jahre. Finanziert wird das neue Programm von der Max-Planck-Gesellschaft, den beteiligten Max-Planck-Instituten, der Universität Göttingen und dem Land Niedersachsen.

"Durch das Promotionsprogramm wird die Zusammenarbeit zwischen den
Max-Planck-Instituten und der Universität Göttingen weiter intensiviert und das Gebiet der Biophysik nachhaltig gestärkt", sagt Prof. Helmut Grubmüller, Direktor am MPI für biophysikalische Chemie und Sprecher der neuen IMPRS. "Für die Studierenden besonders attraktiv ist nicht nur die Internationalität, sondern auch die starke interdisziplinäre Ausrichtung der Schule", so Grubmüller. Der Mitinitiator der IMPRS, Prof. Eberhard Bodenschatz, Direktor am MPI für Dynamik und Selbstorganisation, betont dies: "Besonders attraktiv ist die Integration der Physik komplexer mit der von biologischen Systemen - dies macht die Schule in Europa einzigartig". Neben den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie und für Dynamik und Selbstorganisation sind auch drei naturwissenschaftliche Fakultäten der Universität Göttingen - Biologie, Chemie und Physik - sowie das Institut für Informatik beteiligt. Das neue Promotionsprogramm wird direkt in die Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) eingegliedert, die im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wird und derzeit 12 unterschiedliche Promotionsprogramme umfasst.

Für die IMPRS können sich Studenten aus aller Welt bewerben, vorausgesetzt, sie besitzen einen Diplom- oder Master-Abschluss. Deutschlandweit sind etwa 60 % der IMPRS-Stipendien an ausländische Studierende vergeben. In das neue Promotionsprogramm sollen insgesamt 30 Doktoranden aufgenommen werden, die Promotionsdauer ist auf drei Jahre ausgelegt. Das Lehrangebot des Programms reicht von Biochemie über Strukturbiologie, Bioinformatik und Biophysik bis hin zur Quantenchemie. Dabei werden modernste Techniken auch praktisch vermittelt. Ergänzt wird das Angebot durch Kurse zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationstechniken oder Projekt- und Teammanagement. Darüber hinaus werden die Studierenden auch ermuntert, Aktivitäten wie Symposien, interkulturelle Veranstaltungen oder Tagungen zu organisieren. Alle Lehrveranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Für die neue "IMPRS for Physics of Biological and Complex Systems" können sich interessierte Studierende bereits jetzt bewerben.

Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Grubmüller,
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie,
Abteilung für Theoretische und computergestützte Biophysik,
Am Fassberg 11,
37077 Göttingen,
Tel.: +49 551 201-2300,
Fax: +49 551 201-2302,
Email: hgrubmu@gwdg.de

Prof. Dr. Eberhard Bodenschatz,
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation,
Abteilung für Hydrodynamik, Strukturbildung und Nanobiokomplexität,
Am Fassberg 11,
37077 Göttingen,
Tel.: +49 551 5176-300,
Fax: +49 551 5176-301,
Email: eberhard.bodenschatz@ds.mpg.de

Dr. Carmen Rotte,
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Fassberg 11
37077 Göttingen
Tel: +49 551 201-1304

Fax: +49 551 201-1151
Email: pr@mpibpc.mpg.de

Sie finden diese Pressemeldung mit Bild zum Download in elektronischer Form unter www.mpibpc.mpg.de/groups/pr/PR/2008/08_04/
Weitere Informationen: http://www.uni-goettingen.de/en/58718.html - Details zur neuen "IMPRS for Physics of Biological and Complex Systems" http://www.uni-goettingen.de/en/sh/56640.html - Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften und Molekulare Biowissenschaften (GGNB)
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