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Schnelle Videos im Göttinger Funk-LAN: erster Einsatz und Präsentation in der Universitätsbibliothek

04.04.2003 - (idw) Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen

Videoübertragungen per Funk könnten schon bald Einzug in den Alltag der Universität Göttingen halten. Grundlage dafür bietet das Göttinger Funk-LAN GoeMobile, das die GWDG auf dem hiesigen Campus und, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, in Instituten der Universität betreibt. Im Rahmen der sog. Notebook University steht dem mobilen Anwender dieses drahtlose Datenübertragungsnetz (WLAN = Wireless Local Area Network) bereits als Internet-Zugang und Lernplattform zur Verfügung. Die GWDG erweitert die Möglichkeiten dieses Netzes nun um schnellere Übertragungsverfahren und verbesserte Sicherheitstechnik, die damit auch eine flüssige Übertragung von Videoinformationen im Netz erlauben. So könnten z. B. zukünftig Vorlesungen im Funk-LAN wiederholt oder direkt übertragen werden direkt (d. h. live) übertragen oder zu einem späteren Zeitpunkt als Aufzeichnung betrachtet werden. Studierende könnten durch diese Aufzeichnungen den Lehrstoff individuell nacharbeiten und vertiefen. Auch wäre die Übertragung von Veranstaltungen aus anderen Universitäten möglich.

Videoübertragungen setzen ein schnelles Übertragungsnetz voraus, das die GWDG durch die Nutzung von neuen Verfahren (802.11a bzw. 802.11g) realisiert. Diese beschleunigen das Funk-LAN im Idealfall auf das Zehnfache der bisherigen Geschwindigkeit. Damit die Videos an viele Teilnehmer gleichzeitig flüssig übertragen werden, kann ein sog. Multicasting verwendet werden. Beim Multicasting wird ein Video, ähnlich wie bei einer Rundfunksendung, gleichzeitig an mehrere Teilnehmer versendet. Um "Zaungäste" im Funk-LAN zu vermeiden, die auch ohne gültige Immatrikulation und Studierenden-Account Lehrinhalte abrufen möchten, setzt die GWDG zudem auf neue Sicherheitstechniken wie 802.1X. Durch diese Techniken werden unerwünschte Zuschauer "ausgesperrt", ohne die flüssige Übertragung für Lehrbeauftragte und Studierende zu behindern. Zusätzlich werden die Informationen wie bisher auch schon verschlüsselt im Netz übertragen.

In der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) besteht für Wissenschaftler und Studierende der Universität Göttingen ab sofort die Möglichkeit, durch Ausleihe einer Funkkarte und Erhalt eines Kurzzeit-Accounts Zugang zum Funk-LAN für die Nutzung in der SUB zu erlangen. Im Rahmen der Vorstellung dieses neuen Angebots wird die GWDG die beschriebenen neuen Techniken am 7.4.2003 um 11.00 Uhr in der SUB der Öffentlichkeit und der Presse präsentieren.

Obwohl die Nutzung des Funk-LANs nicht nur im universitären Bereich, sondern teilweise auch bei den Studierenden zu Hause möglich ist, soll und kann die neue Technik auf keinen Fall klassische Vorlesungen ersetzen. Mit ihr werden vielmehr Ergänzungen zum regulären Vorlesungsbetrieb angeboten. Somit wird der Gang zum Hörsaal auch in den nächsten Jahren für die Studierenden Gewohnheit bleiben.

Übrer die GWDG:
Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) ist eine gemeinsame Einrichtung des Landes Niedersachsen und der Max-Planck-Gesellschaft. Sie ist für die Universität Göttingen das Hochschulrechenzentrum und für die gesamte Max-Planck-Gesellschaft eine Rechen- und Kompetenzzentrum. Darüber hinaus betreibt sie Forschung im Bereich der Informatik und fördert die Ausbildung von Fachkräften für Rechenanlagen.
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