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FH Lausitz mit AIF-Förderprojekt auf weltgrößter Industriemesse

04.04.2003 - (idw) Fachhochschule Lausitz

Die Fachhochschule Lausitz ist vom 07. bis zum 12. April 2003 auf der weltgrößten Industriemesse, der Hannover Messe, mit einem von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AIF) geförderten Projekt präsent. Am Gemeinschaftsstand "Innovationsmarkt Brandenburg" in Halle 18 stellt sie eine mobile Hochleistungsanlage zum Oberflächenabtrag vor.

Bereits am Eröffnungstag der Hannover Messe erwarten die Präsidentin der FHL, Brigitte Klotz, und der Studiendekan Systems Engineering aus dem Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau, Prof. Dr. Peter Biegel, hier den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, und den Minister für Wirtschaft, Ulrich Junghanns.

Seit etwa 18 Monaten arbeiten Prof. Biegel und Dipl.-Ing. (FH) Jan Magister aus dem Studiengang Maschinenbau am Studienort Senftenberg der Hochschule gemeinsam mit Partnern der GP Innovationsgesellschaft Lübbenau und der Firma SKM an dem Projekt, das die Entwicklung und Optimierung einer Anlage zum Unterdruckstrahlen beinhaltet. Mit dieser Anlage wird eine innovative Technologie zum Abtragen von Materialien hoher Druckfestigkeit vorgestellt, die unter anderem zum Oberflächenabtrag verunreinigter oder kontaminierter Betonbauteile eingesetzt werden kann.

Der Abtragseffekt basiert ähnlich wie beim Sandstrahlen auf der kinetischen Energie beschleunigter Strahlmittelteilchen. Anders als bei diesem Verfahren geschieht die Beschleunigung der Teilchen beim Saugstrahlen nicht durch einen Druckluftstrom, sondern durch Unterdruck.

Das Unterdruckstrahlverfahren, mit dem Oberflächen ohne Staubemission bearbeitet werden, kann zum Beispiel beim Rückbau von Kernkraftanlagen zum Einsatz kommen. Hier ist es wichtig, die Menge des radioaktiv verseuchten Materials zu reduzieren, um die Kosten für die aufwändige Endlagerung zu minimieren. So kann bei kontaminierten Betonbauteilen eine 0,5 - 1 cm dicke Schicht der Oberfläche abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden, der Rest ist konventioneller Bauschutt. Bei den Verfahren, die zur Zeit im Einsatz sind, besteht die Gefahr, bereits bearbeitete Flächen mit dem Abbruchmaterial erneut zu kontaminieren.
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