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Kindernephrologen tagen am Universitätsklinikum Jena

12.03.2008 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

300 Spezialisten für Nierenerkrankungen im Kindesalter treffen sich vom 13. bis 15. März am Universitätsklinikum Jena Jena. Neue Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie kindlicher Nierenerkrankungen beschäftigen die 300 Teilnehmer der vom 13. bis 15. März in Jena stattfindenden 39. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie. Die aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und den östlichen Nachbarländern angereisten Kinderärzte erwarten am Universitätsklinikum Jena arbeitsreiche Tage: Insgesamt 34 Vorträge und 102 Poster stehen auf den dreitägigen Programm, das noch durch ein Vorseminar ergänzt wird. "Für diese zweite Tagung in Jena haben wir im Jubiläumsjahr international renommierte Referenten aus Übersee und Europa gewinnen können, die einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand geben werden", freut sich Prof. Dr. Joachim Misselwitz, Leiter der Tagung und Kindernephrologe am Universitätsklinikum Jena.

Die Tagung widmet sich drei Schwerpunktthemen, zu denen jeweils aktuelle Erkenntnisse vorgestellt und ausgetauscht werden. "Eines der Themen sind Harnwegsinfektionen, die zu den häufigsten bakteriellen Infektionen im Kindesalter gehören", so Prof. Misselwitz. Etwa acht Prozent aller Mädchen und zwei Prozent der Jungen erkranken bis zum 10. Lebensjahr mindestens einmal an einer Harnwegsinfektion. "Die Gefahr bei dieser Erkrankung ist eine durch die Infektion verursachte Schädigung der Nieren", so Misselwitz, "Dazu werden neue Erkenntnisse über die Aggressivität der Erreger und zur Immunantwort des Körpers vorgestellt, die für die Therapie von Bedeutung sein könnten. Zudem haben die Forschungen gezeigt, dass genetische Faktoren die Ursachen für unterschiedliche Anfälligkeit mancher Kinder für die Komplikationen sind."

Der Genetik sind auch neue Informationen zum sogenannten nephrotischen Syndrom zu verdanken, einer Nierenerkrankung, die mit erhöhter Eiweißausscheidung im Urin verbunden ist und bis zum chronischen Nierenversagen führen kann. "Anhand der Studienergebnisse erhoffen wir uns jetzt Fortschritte in der Therapie dieser zwar nicht häufigen, aber schwerwiegenden Erkrankung", erklärt Prof. Misselwitz, der am Universitätsklinikum Jena das Zentrum für Kindernephrologie an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin leitet.

In diesem hochspezialisierten Jenaer Zentrum werden vor allem schwere und chronische Erkrankungen bei Kindern aus ganz Thüringen und angrenzenden Bundesländern behandelt, bis hin zur Nachbetreuung nach Nierentransplantationen.

13.-15. März 2008, Beginn: 13.00 Uhr
39. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie
Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joachim Misselwitz
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel. 03641/938213
E-Mail: Joachim.Misselwitz[at]med.uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uniklinikum-jena.de
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