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Wenn das Leben an den Apparaten hängt - Medizin im Ausnahmezustand

12.03.2008 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Einladung zum Tag der Intensivmedizin am Uniklinikum Greifswald

Wenn es um das Über- und Weiterleben von Menschen in Extremsituationen nach Unfällen und schweren Erkrankungen geht, ist selten eine Kamera dabei. Die fehlende Öffentlichkeit und auch die Angst, selbst einmal in eine ähnliche Lage zu geraten, haben der Intensivmedizin - auch Apparatemedizin genannt - zu einem mystischen Image verholfen. Die Pflegekräfte und Ärzte des Uniklinikums Greifswald wollen nun im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung erstmals ihr Fachgebiet einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und somit einen Einblick hinter die Kulissen der Hochleistungsmedizin und Notfallrettung gewähren (s. Programm). Zum Tag der Intensivmedizin sind alle interessierten Bürger und Familien recht herzlich am Sonnabend, dem 5. April 2008, in den Klinikneubau (Sauerbruchstraße) eingeladen.

Die Intensivmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Das geschieht meist in besonders aufwändig ausgerüsteten Intensivstationen eines Krankenhauses, die durch Fachärzte wie Anästhesisten, Internisten, Chirurgen oder Neurologen und speziell ausgebildetes Fachpflegepersonal für Anästhesie- und Intensivpflege geführt werden. "Wir möchten deutlich machen, dass die bildlich durch Geräte und Schläuche geprägte Intensivmedizin kein Fluch der modernen Medizintechnik, sondern vor allem eine Chance für das Leben ist", betonte die Leitende Schwester des Zentrums für Intensiv- und Überwachungspflege, Ines Scheer. "Durch Aufklärung und Gespräche erhoffen wir uns, dass Vorbehalte gegenüber der Intensivmedizin abgebaut werden können."

Wie schmeckt künstliche Ernährung, welche Gefahr besteht bei einer Blutvergiftung und was passiert, wenn der Notarzt kommt? Am Tag der Intensivmedizin können die Besucher nicht nur viele interessante Details aus dem klinischen Alltag der Notfallmediziner erfahren, sondern auch Aktionsräume der Spezialisten besichtigen, so z. B. einen Schockraum, in dem Schwerverletzte und in Lebensgefahr schwebende Patienten erstversorgt werden, aber auch ein Intensivbett oder einen Notarztwagen. Die Referenten und Akteure an zahlreichen Informationsständen laden zu vertiefenden Gesprächen zu dieser spannenden Thematik ein.

Tag der Intensivmedizin am Uniklinikum Greifswald

Sonnabend, 5. April 2008, 9.00 - 15.00 Uhr

Universitätsklinikum Greifswald, Neubau, Sauerbruchstraße, Foyer und Hörsaal Nord

P r o g r a m m

9.00 Uhr - Begrüßung der Gäste und Eröffnung der Veranstaltung
Prof. Michael Wendt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Greifswald

9.20 Uhr - "Der Schlaganfall"
Prof. Ulf Schminke, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Greifswald

9.45 Uhr - "Herzschwäche und Bluthochdruck"
Dr. Dirk Vogelgesang, Kardiologe, Greifswald

10.10 Uhr - "Der richtige Umgang mit verordneten Medikamenten"
Dr. Georg Engel, Direktor der Universitätsapotheke Greifswald

11.00 Uhr - "Wenn der Notarzt kommt"
Dr. Sven Olaf Kuhn, Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Notarzt, Greifswald

11.20 Uhr - "Die Blutvergiftung"
Dr. Matthias Gründling, Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin Greifswald

12.30 Uhr - "24 Stunden - der Alltag auf einer Intensivstation"
Ines Scheer, Leitende Schwester des Zentrums für Intensiv- und Überwachungspflege, Greifswald

12.55 Uhr - "Die Intensivtherapie aus Patientensicht"
Hans-Jürgen Hoischen, ehemaliger Patient

Infostände und Aktionen
Blutdruck- und Blutzuckermessung, Ausstellung von Medizintechnik der Intensivstation, Physiotherapie auf Intensivstation, Ernährung auf Intensivstation mit Verkostung verschiedener Sonderkostformen, Rettungstransportwagen und Notarzteinsatzwagen (Klinikumseingang), Präventionsprogramme (Krankenkassen), Präsentation der Aktion "Schmerzfreies Krankenhaus), Möglichkeit der Besichtigung eines Patientenzimmer auf der Intensivstation sowie eines Schockraumes


Universitätsklinikum Greifswald
Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege
Leitung: Ines Scheer, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege
Friedrich-Loeffler-Straße 23 b, 17475 Greifswald
Projektkoordination:
Sebastian Maletzki
T +49 3834 86-67 09
M +49 151-152 40 452
E maletzki@uni-greifswald.de
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

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