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Jena behält exzellenten Naturstoff-Forscher

13.03.2008 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. Christian Hertweck lehnt Ruf an die TU München ab Jena, 13. März 2008 - Große Freude an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI): Der international renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Christian Hertweck hat sich entschieden, auch weiterhin in Jena zu lehren und zu forschen. Hertweck hatte einen Ruf an die Elite-Universität TU München erhalten.

Durch intensive Verhandlungen konnten Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke und Kanzler Dr. Klaus Bartholmé, unterstützt vom HKI, jedoch eine Offerte unterbreiten, die Christian Hertweck dazu bewog, seine Tätigkeit in Jena fortzusetzen. "Die Wahl fiel nicht leicht", so Hertweck: "schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein so attraktives Angebot wie das, an eine Exzellenzuniversität nach München zu gehen." Die Entscheidung für Jena sei insbesondere zurückzuführen auf die einzigartige, kollegiale Arbeitsatmosphäre unter den Forschern aller akademischer Einrichtungen in Jena und die hervorragenden Arbeitsbedingungen am HKI.

Auch FSU-Rektor Klaus Dicke ist hochzufrieden: "Unser Erfolg in den Verhandlungen zeigt, dass Jena durchaus in der Lage ist, internationalen Spitzenforschern ein attraktives Umfeld zu bieten! - Ein schönes Geschenk zum 450. Geburtstag der Universität".

Prof. Hertweck freut sich darauf, seine interdisziplinären Arbeiten in Jena fortzuführen. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Bildung und Funktion von Wirkstoffen aus Mikroorganismen. Bereits kurz nach der Ernennung als Professor für Naturstoffchemie und der Übernahme der Abteilung Biomolekulare Chemie am HKI gelang Hertweck mit seinem Team weltweit beachtete Arbeiten, die in angesehenen Fachmagazinen wie Nature, Nature Chemical Biology und Nature Biotechnology veröffentlicht wurden.

HKI-Direktor Brakhage ist begeistert: "Christian Hertweck ist gleichermaßen ein brillanter Hochschullehrer und ein ambitionierter, kreativer Forscher, der an sich selbst höchste Maßstäbe anlegt. Seine didaktisch eindrucksvoll aufbereiteten Lehrveranstaltungen sind für die Studierenden höchst attraktiv und schaffen beste Voraussetzungen für einen qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs. Als Wissenschaftler ist Hertweck eine der tragenden, profilbildenden Persönlichkeiten am HKI, der den Schwerpunkt Naturstoff-Forschung maßgeblich prägt."

Mit seinen Forschungsthemen ist der 38-Jährige in Jena nicht allein. Am HKI ist er integriert in ein Team aus Biologen, Biotechnologen und Chemikern, mit denen er gemeinsam neue Wege in der Erforschung von Naturstoffen geht, die für die Auslösung und Behandlung von Krankheiten sind. Gemeinsam mit vielen Kollegen der FSU und anderer Institute ist Hertweck Mitinitiator des einzigen Exzellenzprojektes in Thüringen, der "Jenaer Graduiertenschule für Mikrobielle Kommunikation".

"Was mich am Wissenschaftsstandort Jena begeistert ist die Dynamik", sagt Hertweck. "Ich bin überzeugt davon, dass hier eines der wichtigsten Zentren für Naturstoff-Forschung in Deutschland entsteht."

Gemeinsam mit der FSU Jena ist das HKI maßgeblich am einzigen Projekt der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in Thüringen beteiligt. Die "Jena School for Microbial Communication" wird künftig bis zu 150 Doktoranden umfassen, die sämtliche Aspekte der Kommunikationsprozesse, an denen Mikroorganismen beteiligt sind, untersuchen. Nach dem Motto 'mikrobielle Kommunikation fördert menschliche Kommunikation' rücken die Institute des Beutenberg-Campus mit der FSU und deren Klinikum künftig noch enger zusammen und prägen Jena als "Stadt der Wissenschaft 2008".

Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de http://www.hki-jena.de
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