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Ratsgymnasium für RoboCup German Open qualifiziert

14.03.2008 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Osnabrücker Hochschulen unterstützen Nachwuchs-Programmierer

Große Freude steht den 24 Schülerinnen und Schülern ins Gesicht geschrieben: Die Roboter-AG des Osnabrücker Ratsgymnasiums hat sich für die "RoboCup German Open 2008" in Hannover qualifiziert. Monatelange Vorbereitungen haben sich gelohnt: Zwei der acht Gruppen haben mit ihren Bergungsrobotern beim Qualifikationsturnier des RoboCupJunior am Nürburgring Plätze 3 und 7 belegt und sich damit gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Als Gewinner fühlen sich aber alle. Am vergangenen Wochenende war die Boxengasse am Nürburgring einmal
nicht von Motorenlärm und Abgasen erfüllt: Sie war Austragungsort für
eines der drei Qualifikationsturniere für den Wettbewerb "RoboCup German
Open", der vom 21. bis 25. April auf der Hannover Messe stattfindet.
Wo sonst Rennwagen betankt und repariert werden, herrschte jetzt
Forscherklima: 76 Nachwuchsteams - Schüler zwischen 10 und 19 Jahren
- programmierten ihre Roboter für verschiedene Disziplinen.

Die Vertreter des Ratsgymnasiums traten in den Ligen "Rescue Primary"
und "Rescue Secondary" an. Ihre ASURO- und Lego-Roboter sollten einem
Parcours durch eine Arena folgen und unterwegs farblich markierte
"Opfer" finden. "Noch bis zur letzten Sekunde wurde in unserer
hauseigenen ZF-Wettkampfarena geprobt, vor Ort liefen die Rechner bis
spät in die Nacht - Ehrgeiz und Begeisterung der Schüler waren
unerschöpflich!", berichtet Katja Cullmann, Mathematik- und
Physiklehrerin und Leiterin der Robotik-AG.

Fachlich unterstützt wurden die Teams von den Hochschulen in Osnabrück.
Diplom-Informatiker Thomas Schüler, Mitarbeiter des Medienlabors an der
Fachhochschule Osnabrück, begleitete die Arbeitsgruppe über das
Schuljahr. Er erklärte den Schülern die wichtigen Grundlagen der
Roboterprogrammierung und diskutierte mit den Teams ihre Ideen. "Als
Mentor war ich vor allem Diskussionspartner", sagt er. "Ich gab keine
Lösungen vor und war immer wieder überrascht von den scharf analysierten
Vorschlägen der Teammitglieder."

Die Zeit der Vorbereitung war knapp bemessen, die Erwartungen an das
Abschneiden bei der Qualifikation entsprechend niedrig. Vor allem
wollten die Nachwuchs-Programmierer Erfahrungen für den Wettkampf im
nächsten Jahr sammeln. Das haben sie nun in großem Stil: Mit ihren
Robotern waren sie vielen Gegnern überlegen. Das Team "RoboRats"
(Michael Collenberg, Lea Ahrens, Matthias Eilert und Chung Yin Tang,
alle Klasse 11) belegte den dritten Platz in der Rescue Secondary Liga.
Das Team "Matrix" (Johannes Lückemeyer, Hauke Driehaus, beide Klasse
7) kam in der Rescue Primary Liga auf Platz sieben. Beide Mannschaften
sind damit eine Runde weiter. Die anderen Teams schnitten ebenfalls
respektabel ab (Plätze 10 bis 24 von 38) und haben ohnehin gleichsam
Anteil am Erfolg.

"So akribisch und zielorientiert, voller Motivation und Spaß habe ich
Schüler selten zusammenarbeiten sehen!" - Damit bringt Jörn
Heidemann, Betreuer von der Universität Osnabrück, den ausschlaggebenden

Punkt für die unerwartete Qualifikation zum Ausdruck. Als angehender
Informatiklehrer weiß er, wie wichtig motivierte Teamarbeit für die
Vorbereitung auf einen Roboter-Wettkampf ist: Gerade als Erststarter mit
wenig Erfahrung mussten die Schülergruppen durch Kreativität und
Gemeinschaft trumpfen. Ihre Programme entwickelten sie daher in regem
Austausch untereinander. Lehrerin Katja Cullmann resümiert:
"Letztendlich hat tatsächlich jeder gewonnen, und gemeinsam wollen
sie sich nun auf den Wettkampf in Hannover vorbereiten."

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