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n_space - Innovationszentrum für Nonlineare Medien in Potsdam

08.04.2003 - (idw) Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg

Unter dem Titel "n_space" soll bis Ende 2003 unter Federführung der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" das Konzept für den Aufbau eines Innovationszentrums für Nonlineare Medien entwickelt werden. Fünf brandenburgische Hochschuleinrichtungen wollen mit dem Zentrum künftig ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Lehrangebote im Bereich digitaler interaktiver Medien aufeinander abstimmen und bündeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt diese Initiative mit einer Anschubfinanzierung und stellt eine Förderung des Zentrums nach Abschluss der Konzeptphase in Aussicht.

Unter Federführung der in der Babelsberger Medienstadt angesiedelten Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" (HFF) sollen bis Ende 2003 die Möglichkeiten einer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich digitaler Medienprodukte eruiert und in einem schlüssigen Konzept aufgezeigt werden. Das BMBF unterstützt die Planungsarbeiten im Rahmen des Förderprogramms "Exzellenz schaffen - Talente sichern" mit einer Fördersumme von 250.000 Euro und der Beistellung eines Coaching-Teams der Unternehmensberatung Roland Berger Strategie Consultants. Die Initiative der HFF, der Universität Potsdam (UP), des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI), der Fachhochschule Potsdam (FHP) und der Fachhochschule Brandenburg (FHB) baut auf dem Wunsch auf, die Kompetenzen im Bereich Nonlinearer Medien zu bündeln und einen neuen Master-Studiengang im fachübergreifenden Themenfeld unter dem Arbeitstitel "Merged Media" zu schaffen. Im gemeinsamen Innovationszentrum n_space will man die wichtigen Wissensbereiche für die Erforschung und Entwicklung zukunftsweisender interaktiver Medienapplikationen unter den Schwerpunkten Content, Design und Technology zusammen führen.

Unter Content werden alle inhaltlichen und programmatischen Überlegungen und Strategien zur Entwicklung interaktiver Medienformate und deren Applikationen zusammen gefasst. Hier bringt die HFF ihre langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung von Medieninhalten ein und stellt Grundlagen für die Definition und Entwicklung von interaktiven Strukturen medialer Produkte zur Verfügung. Unter Design sind die Entwicklungen und Kompetenzen zur Gestaltung und Navigation in interaktiven zwei-, drei- und multidimensionalen Applikationen zusammengefasst. Die beiden Fachhochschulen FHP und FHB bringen alle wichtigen Kompetenzen aus dem Bereich Design ein und bieten die Grundlagen für die Komposition und Navigation in interaktiven Medienapplikationen. Unter Technology subsumieren sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vorrangig im Bereich der Softwareentwicklung, die als Basis für die technische Funktion von interaktiven Medienapplikationen eingesetzt werden. Die UP und das HPI verfügen über die komplexe technische Kompetenz für diesen Bereich der Softwareentwicklung.

Gemeinsam entwickeln diese fünf Einrichtungen Pläne, "n_space" als eine Forschungseinrichtung zu schaffen, die zukunftsweisend wissenschaftliche, mediale, gestalterische und softwaretechnische Kompetenzen zusammenfasst. Interaktives Fernsehen, mobile Medien und digitaler Film sind hier ebenso Themen wie Medien-Web-Portale, Computerspiele und innovative Medienapplikationen. Im Zeichen der Digitalisierung der Medien, der daraus resultierenden Konvergenz medialer Prozesse und des Zusammenwachsens von Software-Entwicklung und Medien-Produktion soll ein Anziehungspunkt für international herausragende Wissenschaftler entstehen, von dem in enger Anbindung an die Software- und Medienindustrie neue international wirksame Entwicklungen angestoßen werden.

Der Initiator und Leiter des Projektes, Prof. Ulrich Weinberg, spezialisiert auf computergenerierte Bildwelten und an der HFF zuständig für Computeranimation, äußert sich zuversichtlich über die derzeitigen Entwicklungen: "In Potsdam entsteht ein bisher einzigartiger Forschungsverbund aus ganz unterschiedlichen Disziplinen ? hier ist ein großes Expertise-Potenzial vorhanden, das Gewinn bringend für die Medien-Industrie aktiviert werden kann."

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