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Grundlagenforschung hautnah erleben

05.04.2008 - (idw) Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Vortragsreihe der Mitarbeiter stellt wissenschaftliche Arbeit der Akademie vor - "Wir zeigen in verständlichen Worten die Bedeutung der Akademieforschung für unsere Gesellschaft" Am 15. April beginnt die diesjährige Mitarbeiterreihe der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Unter dem Motto "Grundlagenforschung hautnah erleben" ist die Öffentlichkeit herzlich dazu eingeladen, mit Forschern persönlich ins Gespräch zu kommen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Heidelberg stellen dabei mehrere Forschungsstellen ihre Projekte in allgemeinverständlicher und anschaulicher Art und Weise der Öffentlichkeit vor. "Wir möchten zeigen, wer hinter den Forschungsergebnissen steht, von denen man in der Zeitung liest und über die in Radio und Fernsehen berichtet wird", so Dr. Bernd Kromer von der Forschungsstelle Radiometrie. "Wir bieten Wissenschaft zum Anfassen und zeigen in klaren und verständlichen Worten, worin der Wert und die Bedeutung der Akademieforschung für unsere Gesellschaft liegt."

Das Spektrum der Beiträge umfaßt ein breites Themenfeld: Neben klimatologisch-archäologischen Untersuchungen werden seltene mittelalterliche Inschriften aus Südwestdeutschland präsentiert, des weiteren gehen neurowissenschaftlichen Untersuchungen der Frage nach, wie wir gesund alten sowie hoch spezialisierte Philologen und Editoren geben Einblicke in das Werk und die Gedankenwelt des Humanisten Philipp Melanchthon.

Am 15. April setzt die diesjährige Reihe mit dem Vortrag "Im Rausch der Praxis? Public Relations für die Wissenschaft" von Dr. Johannes Schnurr ein. Der Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Akademie berichtet über den mitunter recht turbulenten Alltag in der Pressestelle einer Forschungseinrichtung. Wie gelangen wissenschaftliche Themen überhaupt in die Medien? Wie kann dem interessierten Laien vermittelt werden, was in der abgeschlossenen Welt der Labors und der Forschungsstellen geschieht? Was dürfen die Steuerzahler von einer wissenschaftlichen Einrichtung erwarten und worin liegt der Wert akademischer Public Relations für vom Aussterben bedrohte akademische Disziplinen?

Am 29. April stellen sich die Nachwuchsforscherinnen des WIN-Kollegs, Dr. Iris-Tatjana Kolassa, Dr. Marilena Manea und Dr. Christine von Arnim mit dem Thema "Gesundes Altern. Ein Beitrag der Neurowissenschaften zum Verständnis von Alter und Gedächtnis" vor. Dabei stehen auch lebenspraktische Fragen im Fokus der Betrachtung: Wie bewahre ich mich vor Erkrankungen, wie erhalte ich meine körperliche und geistige Fitness optimal? Neuere Untersuchungen zur Prävention von Demenz sind - gerade vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft - von hoher Relevanz.

Schreckgespenst Klimaerwärmung: Die Forschungsstelle Radiometrie hat weltweit einmalige Klimaarchive angelegt, die einen exakten Blick auf die globale Temperaturentwicklung in der Vergangenheit ermöglichen. Überdies lassen es die Baumringsammlungen und Radiokohlenstoffdatierungen der Heidelberger Wissenschaftler Dr. Bernd Kromer und Michael Friedrich zu, archäologische Funde in bislang unbekannter Präzision auf das Jahr genau zu datieren - bis hin zu letzten Eiszeit. Ihr Vortrag findet am 20. Mai statt.

Auf Spurensuche ins Mittelalter und in die Frühe Neuzeit begeben sich die Wissenschaftler Dr. Harald Drös und Dr. Ilas Bartusch von der Forschungsstelle "Deutsche Inschriften" am 24. Juni. Die - mitunter künstlerisch hochrangigen - Schriftdenkmäler leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis unserer Geschichte und erlauben oft einen ungewöhnlichen Blick in das Alltagsleben der Menschen in unserer Region vor Jahrhunderten.

Dr. Christine Mundhenk und Heidi Hein schließlich laden die Öffentlichkeit am 8. Juli ein, an der Erforschung der Gedankenwelt des Reformators und Humanisten Philipp Melanchthon (1497 - 1560) teilzunehmen. Seine Korrespondenz, den die Forschungsstelle "Melanchthon-Briefwechsel" ediert, mit Martin Luther und anderen Geistesgrößen seiner Epoche umfasst rund 10.000 Schriftstücke. Er gilt als eines der wichtigsten Zeitdokumente der Reformationszeit überhaupt.

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, wiedergegründet im Jahre 1909, ist die Landesakademie Baden-Württembergs und eine der acht deutschen Akademien der Wissenschaften. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung verantwortet sie derzeit 22 Forschungsvorhaben, in denen etwa 190 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die rund 160 gewählten Mitglieder der Heidelberger Akademie treffen sich als herausragende Vertreter ihrer Disziplin regelmäßig zum fächerübergreifenden Gespräch, die Akademie veranstaltet wissenschaftliche Tagungen sowie öffentliche Vortragsreihen. Mit der 2002 erfolgten Einrichtung eines Nachwuchskollegs (WIN-Kolleg), der Ausrichtung der "Akademiekonferenzen für junge Wissenschaftler" sowie durch die Vergabe von Forschungspreisen fördert sie herausragende jüngere Exponenten der Wissenschaft.

Ort: Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg
Datum: 15. April, 29. April, 20. Mai, 24. Juni und 8. Juli.
Uhrzeit: 18.15 Uhr
Der Eintritt ist fei.
Das detaillierte Programm können Sie als pdf auch einsehen unter
http://www.haw.baden-wuerttemberg.de/downloads/07.03._Einl_Wir%20forschen.pdf

Rückfragen bitte an:

Dr. Johannes Schnurr

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Telefon: 06221 / 54 34 00
Fax: 06221 / 54 33 55
E-Mail: johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de
Internet: www.haw.baden-wuerttemberg.de

sowie

Frank Feier (M.A.)
Volkshochschule Heidelberg
Abteilungsleiter Gesellschaft
Telefon: 0 6221/91 19 34
Fax: 0 6221/16 51 33
E-Mail: feier@vhs-hd.de

sowie

Dr. Bernd Kromer
Forschungsstelle Radiometrie
Telefon: 06221/54 63 57
E-Mail: bernd.kromer@iup.uni-heidelberg.de

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