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Neue Ringvorlesung zum Jahr der Mathematik im Saarbrücker Rathaus: Mathematik + x

09.04.2008 - (idw) Universität des Saarlandes

Auftaktveranstaltung am 28. April 2008, um 19 Uhr,
Prof. Dr. Alfred K. Louis (Universität des Saarlandes): "Mathematik und Medizintechnik - Tomographie, Strahlentherapie und Integrale".

Im kommenden Sommersemester wird die erfolgreiche Reihe öffentlicher Ringvorlesungen im Festsaal des Saarbrücker Rathauses fortgesetzt: Mathematik + x heißt die interdisziplinäre Vortragsreihe, die passend zum Jahr der Mathematik 2008 angeboten wird. Die Vorlesungen finden zu bestimmten Montags-Terminen jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Minister für Wirtschaft und Wissenschaft Joachim Rippel, die Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken Charlotte Britz und Universitätspräsident Professor Volker Linneweber. Mathematik ist überall - das ist eine der zentralen Botschaften im Jahr der Mathematik 2008. Die Mathematik durchdringt nicht nur Technik und Wissenschaft, sie ist auch wichtiger Bestandteil unserer Kultur und zudem in allen Bereichen unseres Alltags präsent. Bekannte und weniger bekannte Beispiele dafür stellt die Ringvorlesung Mathematik + x vor: Interdisziplinär arbeitende Mathematiker von saarländischen und auswärtigen Hochschulen geben in sechs Vorträgen Einblick in die vielfältigen Verflechtungen der Mathematik mit anderen Wissenschaftsbereichen - von der Medizintechnik und der Wirtschaft bis hin zu Literatur und Musik.

Prof. Dr. Alfred K. Louis stellt in seinem Vortrag, der sich an ein breites Publikum richtet, dar, wie Medizintechnik mithilfe der Mathematik funktioniert: Diagnostische und therapeutische Erfolge mittels medizinischer Apparate basieren wesentlich auf mathematischen Gleichungen. So werden bei der Computer-Tomographie Röntgenstrahlen durch den Patienten geschickt, deren Abschwächung nach Durchlaufen des Körpers gemessen wird. Aus den Dämpfungswerten für Millionen von Strahlen lässt sich die Gewebedichte im Körperinneren berechnen und daraus ein Bild des Körperquerschnitts erstellen. Dieser Zusammenhang wird durch Gleichungen - genauer: durch Integralgleichungen - beschrieben, die parallel zur Messung gelöst werden müssen. Die dabei erforderliche Geschwindigkeit ist erst durch den enormen Fortschritt der mathematischen Methoden ermöglicht worden.
Andere Verfahren, wie Ultraschall, Magnetische Resonanz oder Emissionstomographie, die andere Informationen liefern, setzen ebenfalls modernste mathematische Methoden ein. Auch bei therapeutischen Verfahren kommt die Mathematik zum Einsatz. Mit Hilfe mathematisch basierter Optimierungsmethoden werden beispielsweise bei der Strahlentherapie die Strahlen so gebündelt, dass sie im Ziel, dem Tumor, hinreichend stark sind, aber die umliegenden empfindlichen Organe möglichst schonen.

Die Ringvorlesung findet in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft, dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft, der Stadt Saarbrücken und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien statt.

Für weitere Informationen zur Ringvorlesung wenden Sie sich bitte an:
Professor Dr. Ernst Albrecht
Tel.: (0681) 302-3256
E-Mail: ernstalb@math.uni-sb.de

Für weitere Informationen zur Vorlesung am 28. April an:
Prof. Dr. Alfred Louis
Tel.: (0681) 302-3018
E-Mail: louis@num.uni-sb.de

Alle Termine der Ringvorlesung im Internet unter:
http://www.math.uni-sb.de/mathe+x

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