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Wie Mikroorganismen die Stickstoffdüngung im Schwarzen Meer regeln

10.04.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Bremer Max-Planck-Wissenschaftler entdecken bisher unbekannten Abbauprozess von stickstoffhaltigen Nährstoffen im Schwarzen Meer / Bedeutung für globalen Kreislauf

Bei einer Expeditionsausfahrt mit dem deutschen Forschungsschiff "Meteor" im Schwarzen Meer haben Wissenschaftler vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie zusammen mit niederländischen Kollegen bisher unbekannte Bakterien entdeckt, die die Fähigkeit besitzen, das für das Algenwachstum lebenswichtige Ammonium in atmosphärischen Stickstoff umzuwandeln und damit als Nährstoff unzugänglich zu machen. Dieser neu entdeckte Prozess läuft im Gegensatz zu den bisher bekannten Umsetzungen von Ammonium (NH4) ohne molekularen Sauerstoff ab. Die anaerobe Ammonium-Oxidation wird von den gleichnamigen Anammox-Bakterien geleistet und gilt nun als der wichtigste Abbauprozess für stickstoffhaltige Nährstoffe im Schwarzen Meer. Da die Bedingungen, unter denen diese Bakterien im weitgehend sauerstofffreien Schwarzen Meer leben, im Boden der Ozeane weit verbreitet sind, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass diese Bakterien für den globalen Stickstoffkreislauf von wesentlicher Bedeutung sind (nature, 10. April 2003).
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