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Mit guten Ideen aufs Siegertreppchen

15.04.2008 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Erfolg für potenzielle Firmengründer aus der Universität Würzburg: Unter den drei Gewinnern des Hochschul-Gründer-Preises 2008 finden sich zwei Teams mit Wurzeln in der Uni. Und in der zweiten Phase des Businessplan-Wettbewerbs hat es eines dieser Teams mit seiner Idee unter die zehn Besten geschafft. Alle drei werden im Rahmen des Projekts "Exist - Gründen von Anfang an" vom Servicezentrum Forschung und Innovation der Uni Würzburg betreut. Xenopharm von der Universität Würzburg ist der Sieger des diesjährigen Hochschul-Gründer-Preises. Das Team hat neuartige Substanzen entwickelt, mit denen Arzneimittel in der Entwicklungsphase noch präziser und günstiger als bisher auf negative Wechselwirkungen getestet werden können, und kann sich jetzt über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben weltweit jährlich 150.000 Menschen aufgrund von Arzneimittelwechselwirkungen. Um zu verhindern, dass sich zwei gleichzeitig eingenommene Medikamente gegenseitig negativ beeinflussen, müssen in der Arzneimittelforschung ausgiebige Tests durchgeführt werden. Mit den von Xenopharm entwickelten Stoffen lassen sich in allen gängigen Testverfahren der pharmazeutischen Industrie bei geringeren Kosten präzisere Ergebnisse erzielen als mit herkömmlichen Substanzen. Das Team konnte sich gegen 32 Konkurrenten durchsetzen.

Auf den zweiten Rang der Hochschul-Gründer kam die Raman BioMed i.G. - ebenfalls von der Universität Würzburg. Ihr Produkt: Laser, die menschliche Körperflüssigkeiten und Gewebeproben auf mehrere Krankheiten gleichzeitig untersuchen können. Das Team aus der Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Sebastian Schlücker (Physikalische Chemie) mischt dem Untersuchungsmaterial kleine Edelmetall-Partikel bei, die so verändert wurden, dass sie ganz gezielt an Proteine oder andere Moleküle der Probe andocken. Bei der Bestrahlung mit Laserlicht lassen sich dann charakteristische Signale messen, die einen molekularen Fingerabdruck ergeben. Dieser gibt Aufschluss über Anzahl und Art der Proteine - und damit über mögliche Krankheiten (www.ramanbiomed.de). Für diese Idee gab's 1.500 Euro. Außerdem konnte das Team mit seinem Produkt die Juroren des Businessplan-Wettbewerbs überzeugen und schaffte es so unter die zehn Besten aus insgesamt 66 Bewerbern in der zweiten Wettbewerbsphase.

Der Hochschul-Gründer-Preis wird jedes Jahr im Rahmen der Phase 2 des dreistufigen Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern (BPWN) verliehen. Während sich der BPWN an alle wachstumsorientierten Gründer und Unternehmer aus Franken und der Oberpfalz richtet, ist der Hochschul-Gründer-Preis Angehörigen nordbayerischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorbehalten.

Unter den weiteren Finalisten beim Businessplan-Wettbewerb findet sich noch ein Vertreter der Universität Würzburg: Die Firma Silamed, die für die bessere Heilung von chronischen Wunden eine Wundauflage aus Silikon entwickelt hat. Die Vorteile: Das Material kann länger auf der Wunde bleiben und mit antibakteriellen Beschichtungen versehen werden, die eine Heilung beschleunigen. Außerdem ist die neue Form der Wundauflage angenehmer zu tragen. Auch andere medizinische Hilfsmittel aus Silikon, wie zum Beispiel eine Gefäßprothese, zählen zum Portfolio von Silamed.

Weitere Informationen zum Businessplan-Wettbewerb Nordbayern und zum Hochschul-Gründer-Preis 2008 sind unter www.netzwerk-nordbayern.de zu finden. Ziel des "Exist - Gründen von Anfang"-Programms ist es, das wirtschaftliche Potenzial der Forschung an den Hochschulen und öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen in Würzburg durch die Förderung von Unternehmensausgründungen zu nutzen und dadurch Innovationen und Erfindungen schneller und in größtmöglicher Anzahl an den Markt bringen zu können. Koordiniert wird das Projekt vom Servicezentrum Forschung und Innovation (SFI) der Universität, das die Teilnehmer intensiv betreut.


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