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Studium nach dem Ulmer Modell: kooperativ und erfolgreich

10.04.2003 - (idw) Fachhochschule Ulm

Vor 2,5 Jahren haben sich die ersten 50 junge Menschen auf ein neuartiges Studienmodell eingelassen, das die Fachhochschule Ulm (FHU) gemeinsam mit der IHK Ulm und der Robert-Bosch-Schule kreiert hat. Ziel ist es, innerhalb von
4,5 Jahren einen Abschluss in einem einschlägigen Lehrberuf und das Ingenieur-Diplom zu erwerben. Dieses sogenannte Ulmer Modell will vor allem Abiturienten ansprechen und setzt die Beteiligung von Unternehmen als Ausbildungspartner voraus. Die ersten Studierenden haben inzwischen ein wichtiges Etappenziel erreicht und werden heute sowohl das Zeugnis der erfolgreich bestandenen IHK-Prüfung und das Zertifikat der Robert-Bosch-Schule als auch das Zeugnis der Diplom-Vorprüfung erhalten. Die Kooperationspartner des Ulmer Modells nehmen diese Ereignis zum Anlass, um den Erfolg des Studienmodells zu beleuchten.

Die Fachhochschule Ulm bietet derzeit fünf Studiengänge an, die nach dem Ulmer Modell aufgebaut sind (Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Produktionstechnik, Industrieelektronik und Nachrichtentechnik). Bis zum Studienjahrgang 2002 hat sich die Beteiligung der Unternehmen stetig steigern lassen, so daß bis zu diesem Zeitpunkt weit mehr als 50 Firmen 260 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt haben. Dies ist ein Beleg für den ausgesprochen hohen Bedarf der hiesigen Industrie an qualifiziertem Ingenieur-Nachwuchs. Da an die Studierenden, welche die Unternehmen für das Ulmer Modell auswählen, hohe Anforderungen gestellt werden, konnte ein Teil der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Die Gesamtzahl aller Studierenden in den Kooperations-Studiengängen der FHU beläuft sich daher derzeit auf 188.

Die Absicht der Kooperationspartner, besonders leistungsstarke und motivierte junge Menschen für das Ingenieurstudium zu gewinnen, hat sich jedoch voll erfüllt. Die Abschlussnoten sowohl in der IHK-Prüfung als auch in der Diplom-Vorprüfung an der FHU liegen mindestens 1.0 bzw. 0.5 Noten über dem Durchschnitt. Einzelne Unternehmen haben in diesem Modell inzwischen bis zu 20 Studierende unter Vertrag. Arbeits- und Studienleistung sowie die Sozialkompetenz werden von den verantwortlichen Ausbildern und Hochschullehrern als vorbildlich bezeichnet. Industrie und Hochschule sind sich darin einig, dass dennoch weiterhin für das Ingenieur-Studium geworben werden muss.
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