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Asien in der Praxis

11.04.2003 - (idw) Universität Erfurt

Daß man mit einem vertieften Studium Asiens interessante Karrieren machen kann, beweist das Kolloquium "Asien in der Praxis", welches zum Auftakt des Sommersemesters an der Universität Erfurt am 15. April 2003 startet. Erfolgreiche Journalisten, Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler stellen sich und ihren Werdegang vor. Alle haben sich entweder mit Ost- oder Westasien intensiv beschäftigt. Wie sie ihre Erfahrungen mit diesem Kontinent für ihr Leben und ihren Beruf fruchtbar gemacht haben, darüber berichten sie hier. Interessierte Studierende können also Tipps und Anregungen für die Gestaltung ihrer Berufslaufbahn erwarten. Das Arbeitsamt Erfurt unterstützt die Vortragsreihe an der Universität.

Alle Vorträge stehen der interessierten Öffentlichkeit zur Teilnahme offen. Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit zur Diskussion mit den Referenten. Das Kolloquium wurde von den in Deutschland einzigartigen Lehrstühlen für Westasiatische und Ostasiatische Geschichte der Universität Erfurt initiiert. Die Professoren Dr. Birgit Schäbler und Dr. Reinhard Zöllner leiten die Veranstaltungen, die jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr an der Universität Erfurt, Nordhäuser Str. 63, Lehrgebäude 4, Raum D07 (Dachgeschoss), stattfinden.

Zum Auftakt spricht am 15. April 2003 der ehemalige Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling. Schwarz-Schilling studierte Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaften sowie Geschichte und machte dann Karriere als Unternehmer und Politiker. Von 1976 bis 2002 war er im Deutschen Bundestag; von 1982-1992 als Minister in der Regierung. Seit 1995 ist er als internationaler Schlichter in Bosnien und Herzegowina. Schwarz-Schilling ist in zahlreichen humanitären Initiativen tätig u.a. als Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Asienkunde, am Institut für Asienkunde, der Gesellschaft für ostasiatische Kunst, dem China-Instituts und der Deutschen China-Gesellschaft. Er ist Vorsitzender der Gesellschaft für Indo-Asiatische Kunst.

Die Lehrstühle für Westasiatische Geschichte und Ostasiatische Geschichte an der Universität Erfurt bilden seit 1999 Studierende in den neuen Studiengängen B.A. (Bachelor) und M.A. (Master) aus. In Deutschland ist dieses Angebot bisher einmalig. Das Studium soll neben Fachkenntnissen auch Sprachkenntnisse und Berufsorientierung vermitteln, so dass das an der Universität erworbene Wissen unmittelbar und erfolgreich im Berufsleben eingesetzt werden kann. Für die Studierenden stehen deshalb auch Sprachkurse und Studienplätze an ausgesuchten ausländischen Universitäten zur Verfügung. Das nunmehr im Sommersemester 2003 erstmals durchgeführte Kolloquium "Asien in der Praxis" soll den Studierenden ermöglichen, mit führenden Asien-Experten ins Gespräch zu kommen und die eigene Karriere wirklichkeitsnah zu planen.

Weitere Termine und Referenten der Reihe

29.4. Thomas Scheben
Dr. Thomas Scheben ist Pressesprecher der Stadt Frankfurt und wurde nach dem Studium in Mainz, Wien und Istanbul in Islamwissenschaft promoviert. Für die Konrad-Adenauer-Stiftung war er als Ägypten- und Nahost-Spezialist tätig.

13.5. Winfried Scharlau
Dr. Winfried Scharlau zählt zu den bekanntesten Asien-Experten des deutschen Journalismus. Seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent der ARD im Vietnam-Krieg, später in Hongkong, Singapur und Washington, und seine Tätigkeit als Moderator des ARD-Weltspiegel bis 2000 haben Scharlau, der promovierter Historiker ist, überragende Anerkennung eingebracht.

27.5. Siegfried Englert
Prof. Dr. Siegfried Englert leitet das Ostasien-Institut der Fachhochschule Ludwigshafen. Er hat Wirtschaft, Politik und Sinologie studiert. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war er maßgeblich am Aufbau von SAP in China beteiligt. Er zählt zu den führenden Organisatoren des wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und der Volksrepublik China.

3.6. Horst Unbehaun
Prof. Dr. Horst Unbehaun ist Professor im Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Nürnberg. Er ist zugleich Orientalist und Sozialpädagoge. Er hat die Lage türkischer Arbeiter in Deutschland und deren Migration im interkulturellen Kontext erforscht und ein Projekt zur Geschichte der Presse in Anatolien durchgeführt.

24.6. Hartmut Bräsel
Dr. Hartmut Bräsel studierte Geschichte und Russistik in Greifswald und war 1966-1990 als Diplomat der DDR in Indien, Pakistan, New York und Afghanistan eingesetzt, u.a. als letzter Geschäftsträger der DDR-Botschaft in Kabul. Freiberuflich wirkte er 1991-1996 in Peking und Seoul für deutsche Stiftungen. 1978 promovierte er in Berlin in Asienwissenschaften.

8.7. Peter Kapitza

Dr. Peter Kapitza habilitierte sich 1979 an der Universität Nürnberg-Erlangen in deutscher Literaturgeschichte. Er ist Verleger in München. Sein Iudicium-Verlag ist auf Germanistik und Fachliteratur zu Japan und Ostasien spezialisiert. Kapitza wird seinen Weg vom Germanisten zum erfolgreichen Vertreter des unternehmerischen Mittelstands beschreiben.

Kontakt: Prof. Dr. Reinhard Zöllner, Tel. 0361-737 44 30; E-Mail: reinhard.zoellner@uni-erfurt.de;
Prof. Dr. Birgit Schäbler, Tel.: 0361-737 44 41 E-Mail: birgit.schaebler@uni-erfurt.de
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