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Diplomatie hautnah - Studierende der TU Darmstadt nehmen an UN-Planspiel zur Nuklearwaffenkonvention teil

29.04.2008 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Auf Anregung der europäischen Jugendorganisation "Ban All Nukes generation" (BANg) ist an der TU Darmstadt ein Planspiel einer UN-Konferenz zur Nuklearwaffenkonvention entwickelt worden. Gemeinsam mit Studierenden und Schülern aus aller Welt sind 23 Studierende der TU Darmstadt jetzt für eine Woche nach Genf gereist, um am Rande der aktuellen UN-Vorbereitungskonferenz des nukleare Nichtverbreitungsvertrages zu recherchieren und dann das Planspiel zu spielen. An der Entwicklung beteiligt war das International Network of Engineers and Scientists Against Proliferation (INESAP). An der TU wurde das Planspiel durch das Centrum für Interdisziplinäre Studienprogramme (CISP) und die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) entwickelt. Die Projektleitung liegt bei Regina Hagen (INESAP), Stephanie Petrasch (CISP) und Richard Finckh (IANUS).

In kleinen Teams von je zwei bis vier werden die insgesamt über 50 Studierenden am 3. Mai in Genf 13 Länder in dem Planspiel vertreten. Dabei werden sie ein realitätsnahes, diplomatisch brisantes Szenario durchspielen. Die Teilnehmer werden die Verhandlungen dabei anhand der bei UN-Verhandlungen üblichen Verfahrensweisen möglichst real simulieren. Den Vorsitz der simulierten Konferenz hat der Botschafter der Ständigen Vertretung Chiles bei den Vereinten Nationen in New York, Alfredo Labbé.

Die Teilnehmer, die sich seit dem 27.4. in Genf aufhalten, dürfen dort als Beobachter an der UN-Konferenz teilnehmen. Sie erhalten damit einen Einblick in die Arbeitsweisen von UN-Organisationen, können Themen mit Diplomaten diskutieren und so bereits im Vorfeld des Spiels die Position "ihres" Staates kennenlernen und vielfältige Erfahrungen sammeln. Auch die Unterkunft passt zum Szenario: Die Studierenden übernachten in dem umgebauten ehemaligen Atombunker der UN in Genf.

Der nukleare Nichtverbreitungsvertrag ist der bedeutendste Vertrag zur Verhinderung der Weiterverbreitung nuklearer Waffen. Alle fünf Jahre wird der Vertrag bei Konferenzen auf seine Wirksamkeit überprüft, in den Jahren dazwischen finden dazu gesonderte Vorbereitungskonferenzen statt. Die Nuklearwaffenkonvention ist ein Vorschlag zu einem umfassenden nuklearen Abrüstungsabkommen, das im Rahmen dieser Konferenzen offiziell eingebracht wurde.

Interviewmöglichkeit:
Interviews mit der Projektleitung oder Teilnehmern des Planspiel sind
auch während des Aufenthalts der Gruppe in Genf möglich.

Medienkontakt:
Wolf Hertlein, Referat Kommunikation, Tel. 06151 16-3229.

he, MI 23/2008
Weitere Informationen: http://www.zit.tu-darmstadt.de/simulation
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