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TU Kaiserslautern erzielt Platz 1 im Ranking zur Berufungskultur

29.04.2008 - (idw) Technische Universität Kaiserslautern

Die TU Kaiserslautern und die Universität Bayreuth haben das erste Berufungsranking des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) gewonnen. Beide verwiesen unter anderem die Elite-Universitäten Göttingen und TU München auf die Plätze zwei und drei, die sie sich mit drei bzw. acht weiteren Universitäten teilen. Das berichtet die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrem Mai-Heft exklusiv.

Die Gesamtsieger des Rankings zur Berufungskultur vor Ort wurden in drei unterschiedlich gewichteten Sparten (Selbstbericht, Verhandlungsklima, Umsetzung der W-Besoldung) bewertet.

TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt nennt Beispiele für die Erfolge dieses Berufungsstils, die nicht zuletzt der sorgfältigen Planung und der straffen Führung der Verhandlungen zu verdanken sind. Berufungsverhandlungen sind an der TU Kaiserslautern "Chefsache". Präsident und Kanzler widmen sich dieser Aufgabe immer persönlich. Umfassende Hilfestellung bei Umzug, Wohnungssuche und Familienbetreuung sind immer Teil der Verhandlungen.

Im Ergebnis führt diese Berufungspolitik zu einer Auswahl von Professoren/innen, die später überdurchschnittlich oft weitere Rufe erhalten. Das belegt, die TU Kaiserslautern beruft die "Richtigen" und sie finden Bedingungen, um für den "Berufungsmarkt" interessant zu bleiben und erhalten deshalb später weitere Rufe. Dadurch erzielt die TU auch einen Reputationsgewinn. Noch wichtiger ist jedoch, dass jetzt geführte Bleibeverhandlungen überdurchschnittlich erfolgreich sind, dafür ist mitentscheidend, dass die Professoren die Qualität des Standorts, das gute Schulangebot sowie die günstigen Lebenshaltungskosten und die gute Verkehrsanbindung in die Metropolen schätzen gelernt haben.

Besonders viel Wert legt die TU Kaiserslautern auch darauf, sich einen Namen als Nachwuchsschmiede zu machen. Dazu gehören als erste Erfolge die beiden ersten und bisher einzigen Heisenberg-Professuren in Rheinland-Pfalz an der TU und ein sehr erfolgreiches Juniorprofessoren-Programm mit bislang 40 Berufungen seit 2002, davon 25 Prozent Frauen. Der Erfolg des Programmes wird dadurch belegt, dass in einigen Fachbereichen, zum Beispiel Mathematik und Physik, bisher alle Juniorprofessoren/innen vorzeitig auf Lehrstühle im In- und Ausland berufen wurden, teilweise erhielten sie Mehrfachrufe, so zum Beispiel Juniorprof. Dr. Ellen Kuhl, die schließlich einen Ruf an die Stanford University annahm. In mehreren Fällen konnten Juniorprofessoren/innen zur Abwehr auswärtiger Rufe über das sogenannte "tenure track"-Verfahren an der TU Kaiserslautern gehalten werden.

Auch die Kooperationsmöglichkeiten mit der Science Alliance, einem im letzten Jahr gegründeten Verein, dem neben der TU acht renommierte Forschungsinstitute, darunter zwei Fraunhofer-Institute, ein Max-Planck-Institut sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), angehören, werden systematisch genutzt, so zum Beispiel bei der Stiftungsprofessur "Künstliche Intelligenz".

"Es ist gut für den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern und für Rheinland-Pfalz, dass es dieses Ranking gibt. Professoren, die über Berufungs- oder Bleibeverhandlungen gewonnen werden konnten, werden sich bestätigt fühlen und besonders motiviert an der TU in Forschung und Lehre tätig sein. Andere werden in Zukunft positiv neugierig nach Kaiserslautern kommen, wenn sie einen Ruf hierher erhalten sollten", erläutert Schmidt.

TU-Präsident Schmidt rechnet damit, dass die geplante Fortschreibung dieses Rankings seine Universität auch zukünftig, dank der neuen Sonderprogramme des Landes Rheinland-Pfalz, in eine Spitzenposition bringen wird.

Der Deutsche Hochschulverband ist Mitgestalter der Hochschul- und Bildungspolitik in Deutschland. Er vertritt die hochschulpolitischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der über 20.000 Hochschullehrer gegenüber Staat und Gesellschaft. Der DHV ist gegenwärtig in mehr als jedes zweite Berufungsverfahren entweder als Berater oder als Coach involviert. Seine besondere Sorge gilt dem wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Arbeit des DHV dient sowohl dem Hochschullehrerberuf insgesamt als auch den Interessen des einzelnen Mitgliedes.

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