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Nachdenken über Geschlecht und Ökonomie

26.05.2008 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Öffentliches Kolloquium in Greifswald lädt zum Zuhören und Diskutieren ein

Das Interdisziplinäre Zentrum für Frauen und Geschlechterforschung (IZFG) an der Universität Greifswald führt am Sonnabend, dem 31. Mai 2008, ein Kolloquium "Geschlecht und Ökonomie" durch, auf dem genderkritische Zugänge zu ökonomischen Theorien vorgestellt werden. Die aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Berlin eingeladenen Referentinnen präsentieren dabei auf theoretischer sowie praktischer Ebene Dimensionen des Nachdenkens über Geschlecht und Wirtschaft. Alle, die sich für Ökonomiekritik und alternative Perspektiven interessieren, sind zu der beitragsfreien Veranstaltung herzlich eingeladen (siehe Programm). Kritisches Nachdenken über Zusammenhänge und Perspektiven gerechterer ökonomischer Systeme ist aktueller denn je. Dass auch die Geschlechtszugehörigkeit über Zugänge zu ökonomischen Ressourcen entscheidet, ist keine bestrittene Erkenntnis mehr. Eine Einführung in Ansätze feministischer Ökonomie, ein queerer (=verquert) Blick auf den Begriff der Arbeit, kritische Betrachtungen zu Gender-Mainstreaming bzw. Diversity (=Verschiedenheit)-Management-Konzepten sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dabei werden auch bildungs- und wirtschaftspolitische Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern zur Sprache kommen. Auf einer Podiumsdiskussion können Aspekte einer geschlechtergerechten Ökonomik diskutiert werden. Der Abend wird mit der Vorführung der interaktiven DVD "Cochamba meets Berlin", die verschiedene Kurz- und Dokumentarfilme zu der Thematik beinhaltet, abgerundet.

PROGRAMM ZUM KOLLOQUIUM "GESCHLECHT UND ÖKONOMIE"

Veranstaltungsort: Institut für Deutsche Philologie, Hörsaal 1.05, Rubenowstraße 3, Greifswald

Sonnabend, 31. Mai 2008

Wissenschaftliche und politische Implikationen: Einführung in das Thema
09.00 Uhr - Begrüßung und Einführung in das Kolloquium
Andrea Bettels, IZFG
09.15 Uhr - Grußwort
Dr. Margret Seemann, parlamentarische Staatssekretärin für Gleichstellung des Landes M-V
09.30 Uhr - Zwischen Marktwirtschaft und sozialer Reproduktion: Die Kategorie Geschlecht in der feministischen Ökonomiekritik
Dr. Gülay Caglar, Humboldt Universität zu Berlin
10.15 Uhr - "sexuell arbeiten" - Eine queere Perspektive auf den Begriff der Arbeit
Brigitta Kuster, Autorin und Videomacherin/Kulturproduzentin, lebt und arbeitet in Berlin und Zürich

11.00 bis 11.15 Uhr - Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr - Chancen(un)gleichheit in und durch Organisationen? Gender Mainstreaming und Managing Diversity zwischen Demokratisierung und Ökonomisierung
Dr. Heike Kahlert, zurzeit Gastprofessorin am ZIF der Hochschule, Hildesheim und Projektleiterin am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock

12.00 bis 13.30 Uhr - Mittagspause

Bildungs- und wirtschaftspolitische Implikationen: Schnittstellen von Theorie und Praxis

13.30 Uhr - Die Kunst von Kunst zu leben.
Frauke Lietz, Frauenbildungsnetz MV e.V./Projektleiterin im Professionalisierungsprojekt für Künstlerinnen in MV, Rostock
14.10 Uhr - UNTERNEHMENS? KULTUR ?VERÄNDERUNG.
Claudia Kajatin, Projektleiterin im Kompetenzzentrum Vereinbarkeit Leben in MV, Rostock
14.40 Uhr - Das Projekt -Familienfreundliche Arbeitswelt in Greifswald.
Dipl.-Psych. Thomas Höll, Projektleiter "Familienfreundliche Arbeitswelt" BALTIC e.V.

15.15 bis 15.30 Uhr - Kaffeepause

Podiumsdiskussion mit allen Referentinnen "Perspektiven einer geschlechtergerechten Ökonomik"
Moderation: Tanja von Egan Krieger, Universität Greifswald

18.00 Uhr - Abendveranstaltung

"Cochambamba meets Berlin" - interaktive DVD zum Global Action Day des Weltsozialforums 2008 -Filme und Diskussion
Realisiert von Andrea Plöger (Konzept/Interviews) und Sabine Weber (Schnitt/Kamera) in Kooperation mit Silke Veth (Internationale Politik/RLS) als Beitrag zum Global Action Day 2008 am 26. Januar 2008 Was verbindet den Wassertisch in Cochabamba mit dem Wassertisch in Berlin? Und was hat Krieg mit Migration, mit Armut und der globalen Landwirtschaft zu tun? Und
warum hat die Bundeswehr so ein Problem mit der Farbe rosa? Alles Fragen, auf die dieser Film eine Antwort gibt - bzw. die vielen Filme, die diesen Film ausmachen.


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Philosophische Fakultät
Interdisziplinäres Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien (IZFG)
Andrea Bettels, wissenschaftliche Koordinatorin
Anklamer Straße 20, 17487 Greifswald
T +49 3834 86-31 91
F +49 3834 86-31 91
E izentrum@uni-greifswald.de
http://www.izfg.uni-greifswald.de
http://www.uni-greifswald.de

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