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Hochschulpolitischer Stammtisch des RCDS in Wernigerode

30.05.2008 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Zu einem ersten hochschulpolitischen Stammtisch trafen sich kürzlich Studenten und interessierte Absolventen der Hochschule Harz in Wernigerode. Initiiert wurde die Gesprächsrunde von der studentischen Vereinigung RCDS mit dem Ziel, aktuelle und brisante hochschulpolitische Themen zu diskutieren und den kreativen Gedankenaustausch zu fördern.

Als erster Referent wurde Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann eingeladen, der den Anwesenden zu Fragen des Datenschutzes an der Hochschule, zur aktuellen Bildungspolitik sowie zu seiner Person Auskunft geben sollte. Der Rektor nutzte seinen launigen Redebeitrag dazu, mit den Anwesenden über aktuelle Entwicklungen im Bildungssektor zu diskutieren und dabei zugleich an das Engagement der Studierenden zu appellieren. "Bringen Sie sich weiterhin aktiv in das Hochschulgeschehen ein und gestalten Sie mit uns das akademische Leben in Wernigerode und Halberstadt", sagte Willingmann, der Verständnis zeigte für den Zeitdruck, der durch kürzere Studiengänge sowie das Erfordernis des 'Jobbens' für viele Studierende entstanden ist. "Ich finde es gut, wenn sie bei allen Belastungen die Chance ergreifen, auch durch Mitwirkung in Studierendeninitiativen über den Tellerrand hinauszuschauen und so gleichzeitig den Horizont zu erweitern", betonte der Rektor.
Unter der Diskussionsleitung von RCDS-Vorstand Benedikt Peltner gab Willingmann bereitwillig Auskunft über seine eigene wissenschaftliche Ausbildung, eigenes studentisches Engagement und den beruflichen Werdegang nach dem Jura-Studium. Beim Thema "Datenschutz" ging es den Studierenden um den Umgang der Hochschule mit personenbezogenen Informationen, aber auch um die Einschätzung des Rektors zu öffentlichen Bewertungsforen, gegen die sich in der Bundesrepublik so mancher Hochschullehrer (erfolglos) gewehrt hat. Willingmann hält die an der Hochschule Harz praktizierte konsequente Evaluierung der Lehrveranstaltungen durch die Studierenden für ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung. Dies gelte freilich nur dann, wenn die Bewertung von Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen ehrlich und seriös behandelt werde.

Dass die Mitarbeit in hochschulpolitischen Gremien die eigene Entwicklung fördert, bestätigte auch der Vorsitzende des RCDS Harz, Benedikt Peltner, der gleichzeitig dazu aufrief, von den Mitspracherechten Gebrauch zu machen und sich für die Interessen der Kommilitonen einzusetzen. Derzeit ist der RCDS bereits mit den Studierenden Carsten Huth im Akademischen Senat, Adrian Dittrich im Fachbereichsrat Wirtschaftswissenschaften sowie Kevin Pohler im Fachschaftsrat der Hochschule Harz vertreten.

Zum nächsten politischen Stammtisch, der bereits im Juni geplant ist, wird Dr. Tino Sorge, Referent der CDU-Landtagsfraktion, den Fragen der Studierenden Rede und Antwort stehen.

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