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UKE-Wissenschaftler ausgezeichnet

30.05.2008 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind jetzt für ihre Arbeiten ausgezeichnet worden. Priv.-Doz. Dr. Ulrike Wedegärtner, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, hat auf dem Deutschen Röntgenkongress den von GE Healthcare gestifteten "Coolidge Award" erhalten. Das Preisgeld von 15 000 Euro teilt sie sich mit einer zweiten Preisträgerin. Die Auszeichnung wurde ihr für eine Arbeit zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut des Ungeborenen im Mutterleib verliehen.
Eine zu geringe Sauerstoffsättigung beim Fetus führt zu vermindertem Wachstum und zu erhöhtem Sterberisiko. Bisher war es nicht möglich, den Sauerstoffgehalt im Blut des Ungeborenen direkt festzustellen. Wedegärtner hatte in ihrer Studie an trächtigen Schafen gezeigt, dass ein bestimmtes Bildgebungsverfahren, die funktionelle Magnetresonanztomografie, über den Sauerstoffgehalt im Blut des Fetus Aufschluss geben kann.

Dr. Rainer Kiefmann, Klinik für Anästhesiologie, hat von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin den vom Medizintechnik-Konzern Dräger gestifteten "Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin" erhalten. Das Preisgeld von 10 000 Euro teilt er sich mit einem zweiten Preisträger. Die Auszeichnung wurde ihm für Untersuchungen zu Hypoxie (Sauerstoffmangel) verliehen, die zum Beispiel bei Lungen- oder Herzerkrankungen auftreten kann.
Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft hatte er in Kooperation mit der Columbia-University, New York, einen Mechanismus entdeckt, der zur Folge hat, dass rote Blutkörperchen bei einer Hypoxie Sauerstoffradikale freisetzen. Diese aggressiven Stoffwechselprodukte bewirken, dass weiße Blutkörperchen in die Lungenkapillaren wandern und dort eine Entzündung auslösen, so dass Gewebe geschädigt und die Sauerstoffaufnahme erneut behindert wird: Die Hypoxie wird verstärkt. Aus den Ergebnissen der in der renommierten Fachzeitschrift "Blood" veröffentlichten Arbeit könnten sich neue Therapien für hypoxiebedingte Gewebeschäden wie den Herzinfarkt ergeben.

Dr. Marc Regier, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, hat auf dem European Congress of Radiology den mit 1500 Euro dotierten "Best Scientific Paper Award" in der Kategorie "Genitourinary" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Arbeit zum Vergleich zweier bildgebender Verfahren bei der Darstellung des Harntrakts verliehen.
Mit der neuartigen Mehrschicht-CT-Urografie lässt sich der Harntrakt detaillierter als mit bisherigen Verfahren darstellen. Allerdings wird auch bei diesem Röntgenverfahren ionisierende Strahlung freigesetzt. In einer Arbeitsgruppe um Priv.-Doz. Dr. Jörn Kemper und Prof. Dr. Claus Nolte-Ernsting hatte Regier zeigen können, dass die Hochmagnetfeld-Magnetresonanz-Urografie mit modernen 1,5- und 3-Tesla-Scannern vergleichbare Bilder liefert - ohne Strahlenbelastung für den Patienten.

Auf Wunsch mailen wir Ihnen gern Bilder der Preisträger.

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