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36.000 Bonner Studierende starten nach Ostern ins Sommersemester

17.04.2003 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Nach den Osterfeiertagen beginnt für knapp 36.000 Studierende an der Universität Bonn das Sommersemester - darunter über 2.300 Studienanfänger.

Die Bonner "Erstis" werden immer internationaler: Bereits jeder fünfte von ihnen kommt aus dem Ausland. Obwohl die meisten Fächer eine weitgehend unveränderte oder sogar leicht erhöhte Nachfrage verzeichnen, sank die Gesamtzahl der Neuzugänge deutlich unter das Niveau des Vorjahres, als rund 2.800 Anfänger ein Studium aufnahmen. Eine Ursache dafür ist vor allem der Wegfall der Lehrerausbildung in Bonn. Endgültige Zahlen werden erst nach Beendigung der Nachrück- und Losverfahren in einigen Wochen erwartet.

Im Sommer strömen generell deutlich weniger Studienstarter an die Universität als im Wintersemester, weil ein Studienbeginn zum Sommersemester in vielen Fächern nicht möglich oder empfehlenswert ist. Die Fächer, die jetzt neue Studenten aufnehmen, beobachten ein gleichbleibend hohes Studieninteresse. So beginnen nächste Woche erneut mehr als 400 Erstsemester ein Studium der Volkswirtschaftslehre. Auch in den Naturwissenschaften blieben die Anfängerzahlen weitgehend konstant oder stiegen sogar an - beispielsweise in der Chemie.

Vor allem der Wegfall der Lehrerausbildung drückt auf die Gesamtzahl der Studienanfänger. In den früheren Sommersemestern hatten sich mehrere Hundert Neuzugänge für diesen Ausbildungsweg entschieden. Nach einer Entscheidung der Landesregierung ist aber nun seit dem vergangenen Jahr in Bonn keine Einschreibung für Lehramtsfächer mehr möglich. Diesen Verlust können auch leichte Anstiege der Erstsemesterzahlen in Magisterstudiengängen wie Geschichte, Romanistik oder Anglistik nicht wettmachen. Ähnliches gilt für die Geographie, wo die Zahl der Diplomanwärter vor allem im Nebenfach deutlich gewachsen ist, ohne den Rückgang im Lehramt ganz auszugleichen.

Auch neue Zulassungsbeschränkungen drücken auf die Semesterstatistik. So wurde ein Numerus clausus im Fach Germanistik eingeführt und nur noch 158 Studierende im Haupt- und 292 im Nebenfach zugelassen - fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. In den Rechtswissenschaften sind die Anfängerzahlen ebenfalls rückläufig und folgen damit einem bundesweiten Trend.


Vorschau auf Veranstaltungen im Sommersemester

Die Universität Bonn öffnet sich im Sommersemester bei zahlreichen Gelegenheiten der Öffentlichkeit. Nicht nur für Studieninteressierte bietet der Dies academicus am Mittwoch, 4. Juni, ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen.

Besonders vielfältig ist das Angebot, das sich die Bonner Wissenschaftler als Beitrag zum Jahr der Chemie ausgedacht haben. Unter anderem wird es eine Ringvorlesung zu spannenden Themen der chemischen Forschung geben. Im Juli wird dann "Chemie im Kaufhaus" zu entdecken sein. Am 20. September beteiligen sich die Bonner Chemiker an einem bundesweiten Tag der offenen Tür.

Am 5. Juli lädt der Alumni-Club der Universität alle Ehemaligen zu seinem jährlichen Fest ein.
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