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Aufarbeitung der Vergangenheit - Last oder Gewinn für die Deutschen?

04.06.2008 - (idw) Fachhochschule Potsdam

Vortragsreihe des Fachbereichs Informationswissenshaften der Fachhochschule Potsdam zur nachhaltigen Dokumentation der DDR-Geschichte: "Informationswissenschaften gegen den Gedächtnisverlust" Mit der Frage des Gedächtnisverlustes sieht sich Joachim Gauck, Gründer der Stasi-Unterlagenbehörde, seit vielen Jahren konfrontiert. Im Rahmen der Vortragsreihe des Fachbereichs Informationswissenschaften der FH Potsdam "DDR-Zeitgeschichte dokumentieren" wird der frühere Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) am 11. Juni 2008 über die Aufarbeitung der jüngst zurückliegenden Vergangenheit sprechen.

In seinem Vortrag wird er den Weg der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung bis hin zur Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) beschreiben. Dieser Schritt legte letztendlich den Grundstein für den Aufbau der BStU.
Joachim Gauck, der als Pionier der ersten Stunde entscheidend an der archivischen Sicherung und Bereitstellung des brisanten Material beteiligt war, betont stets die Bedeutung der BStU für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit: "Wir werden [sonst] ein Zerrbild der Vergangenheit entrollen, das entweder nostalgisch oder völlig verlogen ist, jedenfalls fern der Wirklichkeit."
Doch wer sind die Deutschen? Sicher keine homogene Masse! Unter Berücksichtigung der verschiedenen Mentalitäten in Ost und West wird aus Gaucks Sicht deutlich, inwiefern eine zeitnahe Aufarbeitung auch eine Last bedeuten kann: "Man muss seine Ohnmacht erst als Ohnmacht erkennen, um sie loswerden zu wollen."

Die Besucher/innen der Veranstaltung dürfen auf einen charismatischen Vortragenden gespannt sein, der im Anschluss für eine offene Diskussion zur Verfügung steht.

Mit diesem besonderen Höhepunkt setzt der Fachbereich Informationswissenschaften der FH Potsdam seine am 29. April 2008 begonnene Vortragsreihe "DDR-Zeitgeschichte dokumentieren! Informationswissenschaften gegen den Gedächtnisverlust" fort. Die Veranstaltung ist in das Programm zum "Tag der offenen Tür" am 11. Juni 2008 der Fachhochschule Potsdam eingebettet und beginnt um 14.00 Uhr!

Veranstaltungsort ist die Fachhochschule Potsdam
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam
Hörsaal I

Der abschließende Vortrag der Reihe beschäftigt sich mit dem Thema "DDR-Filme retten! Das audiovisuelle Erbe der DDR und der Umgang mit dem Filmstock im Filmmuseum" (08.07.08, 14 Uhr, Dr. Ralf Forster und Matthias Struch, im Filmmuseum Potsdam).

Julia Sammler (6. Sem. A)

Für die wissenschaftliche Konzeption sind Prof. Dr. Susanne Freund (freund@fh-potsdam.de, Tel. 0331 580-1521) und Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm (hobohm@fh-potsdam.de Tel. 0331 580-1500) von der Fachhochschule Potsdam / Fachbereich Informationswissenschaften verantwortlich.

Medieninformationen und Veranstaltungshinweise der FH Potsdam können Sie
auch im Internet abrufen: http://www.fh-potsdam.de/aktuelles.html

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