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Wo sich Kunst und Mathematik begegnen

05.06.2008 - (idw) Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Dass Mathematik und Kunst erstaunliche Verbindungen eingehen können, wird am 19. Juni 2008 der festliche Höhepunkt des Akademientages zur Mathematik beweisen, der im Rahmen des Jahres der Mathematik - Wissenschaftsjahr 2008 stattfindet. Im Lokschuppen des Deutschen Technikmuseums Berlin eröffnen dann Theater, Musik und Diskussionen überraschende Perspektiven auf mathematische Phänomene, außerdem werden die Gewinner der Akademienpreisaufgabe bekanntgegeben. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und das Deutsche Technikmuseum Berlin laden Medienvertreter und Gäste ein, Mathematik als Kunst- und Kulturgut zu erleben. Zeit und Ort

Donnerstag, den 19. Juni 2008, ab 19.30 Uhr
im Deutschen Technikmuseum Berlin (Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin)

Abendliches Festprogramm

Grußworte:
Prof. Dirk Böndel, Direktor der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
Prof. Günter Stock, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissen-schaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Mathematik und Bildung:
Ansprache des Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Prof. Günter M. Ziegler, Bekanntgabe der Gewinner der Akademienpreisaufgabe

Mathematik und Theater:
Szenen aus "Der Beweis" von David Auburn, gespielt von Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" unter der Regie von Prof. Hans-Jochen Menzel

Mathematik im Gespräch:
Die "Kunst der Zahlen" mit Prof. Don Zagier und Prof. Rudolf Taschner, moderiert von Prof. Caroline Lasser und PD Oliver Deiser (FU Berlin)

Mathematik und Musik:
"Regulairregulair" und "Versatzstücke - Satz 2 und Satz 4" von Orm Finnendahl, gespielt von der Pianistin Heather O'Donnell

Ein Empfang in der Ausstellung zur Luft- und Raumfahrt des Technikmuseums Berlin schließt sich an.

Achtung! Aufgrund der begrenzten Anzahl der Sitzplätze im Lokschuppen des Technikmuseums kann nur geladenen Gästen und akkreditierten Journalisten Einlass gewährt werden. Bitte nutzen Sie für die Akkreditierung das Formular am Ende der Pressemitteilung.

Künstler / Mitwirkende

Der Mathematiker Prof. Günter M. Ziegler
ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2006 Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und stellvertretender Sprecher der Berlin Mathematical School, einer gemeinsamen Graduiertenschule der drei Hauptstadt-Universitäten. Sein Fachgebiet ist die hochdimensionale Geometrie - er konstruiert und analysiert Strukturen mit Ecken und Kanten in Räumen mit beliebig hoher Dimension. Mathematiker nutzen diese heute, um etwa Fahrpläne und Warenlager zu optimieren. 2001 erhielt Prof. Ziegler den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 2008 bekommt er von DFG und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Communicator-Preis.

Der Dramatiker David Auburn
studierte englische Literatur an der University of Chicago und lernte in einem zweijährigen Programm der New Yorker Juilliard School von den Dramatikern Marsha Norman und Christopher Durang das Schreiben für die Bühne. Er lebt in New York City. Sein preisgekröntes und bekanntestes Stück "Der Beweis" behandelt auf ungewöhnliche Weise die Frage "Was ist Wahrheit?". Im Mittelpunkt stehen die Tochter eines genialen, im Wahnsinn versunkenen Mathematikers und eine sensationelle Arbeit, die ein Schüler des Professors in dessen Schreibtisch findet. Die Tochter behauptet, sie sei die Autorin ... Zwischen Tochter und totem Vater, zwischen der jungen Frau und ihrem Freund entfaltet sich ein faszinierendes Kammerspiel um Schein und Sein, um Liebe und Vertrauen und letztlich auch um Grenzerfahrungen der Mathematik. Die deutsche Übersetzung stammt von Andrea Niese. Studierende der Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" führen das Stück unter der Regie von Prof. Hans-Jochen Menzel auf.

Der Puppenspieler und Regisseur Prof. Hans-Joachim Menzel
studierte selbst an der Hochschule "Ernst Busch", inszenierte anschließend am Puppentheater Neubrandenburg Stücke von Arrabal, Brecht, Tschechow und Bulgakow und wechselte 1985 als Marionettenführer zur DEFA, wo er zunächst für das Fernsehen der DDR arbeitete und dann vorrangig eigene Stücke entwickelte. Ab 1989 folgten Regiearbeiten an Theatern in Berlin, Leipzig und Halle sowie die Teilnahme an internationalen Festivals, z.B. in Nürnberg und Paris. Er wurde mehrfach im In- und Ausland ausgezeichnet.

Der Mathematiker Prof. Don Zagier
ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn sowie Professor am Collège de France in Paris. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Zahlentheorie, Theorie der Modulformen und Verbindungen zur Topologie. Zagier bestand 1964 bereits im Alter von 13 Jahren sein Abitur und studierte am MIT Mathematik und Physik. Anschließend ging er an die Oxford University und an die Universität Bonn, wo er mit 19 Jahren promovierte. Nach zweijährigem Aufenthalt an der ETH Zürich und am IHES in Bures-sur-Yvette bei Paris kam er 1974 nach Bonn, habilitierte sich und wurde 1976 Deutschlands jüngster Professor. 1984 wurde er Mitglied des Max Planck Instituts für Mathematik in Bonn.

Der Mathematiker Prof. Rudolf Taschner
studierte und promovierte an der Universität Wien Mathematik und Physik. Er begann 1977 als Assistent am Institut für Analysis und Technische Mathematik an der Technischen Universität Wien, 1979 folgte ein Gastaufenthalt an der kalifornischen Stanford University. Seit seiner Habilitation im Jahr 1981 ist er als Universitätsdozent und später als außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Analysis und Technische Mathematik an der Technischen Universität Wien tätig. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit setzt er sich mit viel Engagement dafür ein, Mathematik den Menschen näher zu bringen. Er startete in Österreich unter anderem das Projekt math.space, hält populärwissenschaftliche Vorträge, veröffentlicht Sachbücher für Laien und wirkt an der Aus- und Fortbildung von Lehrern mit. 2004 wurde er von den österreichischen Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschaftler des Jahres gewählt.

Der Komponist Orm Finnendahl
studierte Komposition und Musikwissenschaft in Berlin und Stuttgart und besuchte 1988/89 das California Institute of the Arts in Los Angeles. Seine Arbeit wurde mit verschiedenen Stipendien und Preisen, darunter dem Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 1997, dem Busoni-Preis der Akademie der Künste Berlin 1999, dem Prix Ars Electronica Linz 2001 und dem Dresdner CynetArt Award 2001 ausgezeichnet. Seit 2004 hat er eine Professur für elektronische Komposition und die Leitung des Studios für elektronische Musik an der Musikhochschule Freiburg inne. In der Musik von Orm Finnendahl steht neben aktuellen ästhetischen Fragestellungen immer wieder auch die Auseinandersetzung mit formalen Modellen im Vordergrund, die der Mathematik und Physik entlehnt sind. Im Wechselverhältnis von logischer Stringenz und klanglicher Erscheinung wird so ein bisweilen spielerischer Bezug zwischen Modell und seiner sinnlichen Wirkung hergestellt.

Die Pianistin Heather O'Donnell
wurde in New York geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierunterricht. Nach dem Musikstudium in New York gastierte sie bei zahlreichen internationalen Festivals, wie der Maerzmusik in Berlin, dem Festival Agora Paris und dem Chopin Festival in New York. Als Konzertsolistin konzertierte sie mit dem Staatlichen Symphonieorchester St. Petersburg, dem Harvard Orchestra in Boston, der Rumänischen Staatsphilharmonie Ploiesti und gab Klavierrezitale in Paris, Krakau, Moskau, Amman und Abu Dhabi. Ihr Repertoire reicht von Bachs Goldberg Variationen über Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zur zeitgenössischen Musik, für die sie sich leidenschaftlich einsetzt. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Hintergrund zum Akademientag

Der Akademientag 2008 ist bereits die zweite große Gemeinschaftsveranstaltung aller acht in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Akademien. Den Auftakt bildete am 20. 6. 2007 ein festlicher Abend im Berliner Pergamonmuseum zur "Entstehung des Politischen im Alten Orient". Nach einem Einführungsvortrag des Ägyptologen Prof. Jan Assmann diskutieren im Schatten des Pergamonaltars u.a. der Orientalist Walter Burkert und der Altbundespräsident Roman Herzog über die historischen Wurzeln der Politik. Gleichzeitig wurde die Ausstellung "Sprache - Schrift - Bild: Wege zu unserem kulturellen Gedächtnis" eröffnet. Sie stellte bis Ende Oktober 2007 an verschiedenen Standorten der Berliner Museumsinsel aktuelle Forschungsergebnisse der Akademien aus dem Gebiet des Alten Orients sowie des antiken Mittelmeerraums einem breiten Publikum vor.

Die Akademien wollen der Öffentlichkeit auch künftig ihren Sachverstand, ihre Ideen sowie ihre Forschungsergebnisse unter anderem durch eine jährlich stattfindende, zentrale Gemeinschaftsveranstaltung zugänglich machen. Dabei werden sie die Ergebnisse der Akademienforschung zu einem übergeordneten Thema präsentieren und ungewöhnliche Perspektiven auf vermeintlich Vertrautes bieten.

Beim Akademientag 2008 liegt der Fokus auf dem "Angstfach" Mathematik, das - obwohl von den meisten Schülern wenig geliebt - unseren gesamten Alltag durchzieht. Selbst in der Kunst muss man mit Mathematik rechnen!

Bereits am Nachmittag des 19. Juni 2008 wird das Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie zum Marktplatz der Mathematik: Ab 13 Uhr werden hier Vorträge, Filme, Ausstellungen und Experimente Mathematik für alle Sinne erfahrbar machen. Schüler, Lehrer und weitere Interessierte sind gleichermaßen eingeladen, die Mathematik in all ihren Facetten und Anwendungen für sich zu entdecken. Der Abend im Technikmuseum dagegen gehört der Begegnung von Mathematik und Kunst. Er wird der festliche Höhepunkt des Akademientages 2008 sein.

Der Akademientag wird als Beitrag zum Jahr der Mathematik - Wissenschaftsjahr 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.jahr-der-mathematik.de) und dem Arbeitgeberverband GESAMTMETALL im Rahmen seiner Initiative THINK ING. (www.think-ing.de) gefördert.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Myriam Hönig,
die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Akademienunion, unter Tel. 030/325 98 73 70 oder per E-Mail unter hoenig@akademienunion-berlin.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

ANTWORTFAX ZUR AKKREDITIERUNG

Bitte bis zum 17. Juni 2008 faxen an: +49 (0)30/ 325 98 73 73

Einladung zur Festveranstaltung
der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

anlässlich des Jahres der Mathematik - Wissenschaftsjahr 2008
am Donnerstag, den 19. Juni 2008,
um 19.30 Uhr
im Deutschen Technikmuseum Berlin (Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin)

- An der Festveranstaltung der Akademienunion nehme ich teil.
- An der Festveranstaltung der Akademienunion nehme ich nicht teil.
- Bitte schicken Sie mir die Pressemappe zum Akademientag der Mathematik (erhältlich ab dem 18.6.2008).
- Ich interessiere mich für ein Interview mit ___________________________

Name: _________________________________________________________

Redaktion: ______________________________________________________

Adresse:________________________________________________________

Tel./Fax:________________________________________________________

E-Mail: _________________________________________________________


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Datum, Ort, Unterschrift

Achtung! Aufgrund der begrenzten Anzahl der Sitzplätze im Lokschuppen des Technikmuseums kann nur geladenen Gästen und akkreditierten Journalisten Einlass gewährt werden.
Weitere Informationen: http://www.akademienunion.de http://www.dtmb.de http://www.jahr-der-mathematik.de
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