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Ich übergebe der Flamme... Gedenkwoche zur Bücherverbrennung 1933

18.04.2003 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Am Montag, 12. Mai 2003, jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem vor dem Erlanger Schloss in Anwesenheit des damaligen Rektors der Universität etwa 1500 Bücher und 500 Zeitschriften "jüdisch-marxistischen" Inhalts öffentlich verbrannt wurden. Organisiert wurde dieses Ereignis von der Nationalsozialistischen Deutschen Studentenschaft, die bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 die Mehrheit im Erlanger Allgemeinen Studentenausschuss besaß. Mit einer Reihe besonderer Veranstaltungen zwischen dem 5. und 12. Mai 2003 wird die Universität Erlangen-Nürnberg dieses "schwarzen Tages" in ihrer 260jährigen Geschichte gedenken.

Was die öffentliche "Hinrichtung" von Büchern in der Geschichte bedeutete, wie die Bücherverbrennung 1933 im Deutschen Reich durchgeführt wurde und welche Auswirkungen das auf die Erlanger Universität hatte, wird in Vorträgen und auch filmisch veranschaulicht. Wieder hörbar gemacht werden Autoren und Komponisten, deren Werke damals unter dem Motto "Wider den undeutschen Geist" in Flammen aufgingen.

Das Theater Erlangen, das Erlanger Musikinstitut e.V. und die Lamm-Lichtspiele haben sich bereit erklärt, an der Gestaltung dieser Gedenkwoche mitzuwirken.

Zum Auftakt am Montag, 5. Mai 2003, spricht nach einführenden Worten von Prorektor Prof. Dr. Hartmut Bobzin, der Erlanger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Theodor Verweyen zum Thema "Vom Bücherverbrennen und vom Menschenverbrennen" um 18.15 Uhr im Kollegienhaus, Hörsaal 2.020 (Universitätsstraße15, 91054 Erlangen).

Am Mittwoch, 7. Mai 2003, wird um 18.00 Uhr in den Lamm-Lichtspiele (Hauptstraße 86, 91054 Erlangen) der Film "Fahrenheit 451" gezeigt. Einführung und Diskussionsleitung übernimmt Dr. Wolfgang Binder

"Die Bücherverbrennung im Reich und in Erlangen im Mai 1933" ist Thema des Vortrages von Prof. Dr. Gotthard Jasper, Politologe und Altrektor der Universität, am Donnerstag, 8. Mai 2003, 18.15 Uhr im Kollegienhaus, Hörsaal 2.020.

Am Freitag, 9. Mai 2003, referiert um 18.15 Uhr ebenfalls im Kollegienhaus (Hörsaal 2.020) Dr. Hans-Otto Keunecke, Direktor der Universitätsbibliothek über "Stollreither gehört weg! Der Erlanger Bibliotheksdirektor 1933 im Visier der Nationalsozialisten".

"Die verlorene Bibliothek. Über die Austreibung des Geistes 1933." ist der Titel einer Lesung am Sonntag, 11. Mai 2003, die um 11.15 Uhr von Schauspielerinnen und Schauspielern des Theaters Erlangen in der Aula des Erlanger Schlosses stattfindet.

Am eigentlichen Gedenkttag, Montag, 12. Mai 2003, findet um 18.00 Uhr auf dem Schlossplatz (bei Regen in der Aula des Schlosses) eine Veranstaltung statt, bei der Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis an das historische Datum erinnern werden. Die Veranstaltung wird umrahmt mit Lesungen von Schauspielerinnen und Schauspielern des Theaters Erlangen sowie musikalischen Beiträgen von Mitgliedern des Erlanger Musikinstituts e.V..


Die Woche im Überblick
Montag, 5.5.2003, 18.15 Uhr, Kollegienhaus H 2.020
Einführende Worte zur Gedenkwoche: Prorektor Prof. Dr. Hartmut Bobzin
Vortrag: Prof. Dr. Theodor Verweyen
Vom Bücherverbrennen und vom Menschenverbrennen"

Mittwoch, 7.5.2003, 18.00 Uhr, Lamm-Lichtspiele
Filmvorführung: Fahrenheit 451
Einführung und Diskussionsleitung: Dr. Wolfgang Binder

Donnerstag, 8.5.2003, 18.15 Uhr, Kollegienhaus H 2.020
Vortrag: Prof. Dr. Gotthard Jasper
Die Bücherverbrennung im Reich und in Erlangen im Mai 1933

Freitag, 9.5.2003, 18.15 Uhr, Kollegienhaus H 2.020
Vortrag: Dr. Hans-Otto Keunecke

Stollreither gehört weg! Der Erlanger Bibliotheksdirektor 1933 im Visier der Nationalsozialisten

Sonntag, 11.5.2003, 11.15 Uhr, Aula des Schlosses
Lesung: Die verlorene Bibliothek. Über die Austreibung des Geistes 1933.
Es lesen Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters Erlangen

Montag, 12.5.2003, 18.00 Uhr, Schlossplatz (bei Regen: Aula des Schlosses)
Gedenkveranstaltung an die Bücherverbrennung vom 12.5.1933
Ansprachen: Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis
Lesungen durch Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters Erlangen
Musikalische Umrahmung: Mitglieder des Erlanger Musikinstituts e.V.
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