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Ausgezeichnete Idee: SpineServ aus Ulm zählt landesweit zu den Top-Existenzgründern

10.06.2008 - (idw) Universität Ulm

Land und Sparkassenverband prämieren Ulmer Unternehmen Knochenschrauben, Fixateure die im Körper brechen, Prothesen, deren Abrieb Entzündungen und Amputationen verursachen, künstliche Gelenke, die nach einem halben Jahr ersetzt werden müssen, sind Horrorvorstellungen von Patienten, vor denen der Gesetzgeber uns schützt, in dem er umfangreiche Tests zu Sicherheit und Biokompatibilität fordert. Am Institut für unfallchirurgische Forschung und Biomechanik der Universität Ulm, Leiter Professor Lutz Claes, wurde und wird der Bewegungsapparat des Menschen mit seinen Knochen, Sehen, Gelenken und Muskeln intensiv erforscht und die Gegebenheiten des menschlichen Köpers mit mechanische Simulationsgeräten eins zu eins nachgebildet. Dieses Wissen um die verschiedenen Kräfte in Gelenken, Knochen und Bändern ist von großer Bedeutung, wenn auf Grund von Verletzungen oder Krankheiten Implantate oder Prothesen ausgewählt werden müssen um dem Erkrankten zu helfen, ein möglichst normales Leben zu führen.
Implantate, Fixateure, künstliche Gelenke und Bänder können mit dem Wissen aus der Forschung realitätsnah getestet werden, ob sie den spezifischen Kräften und Bedingungen ihres Einsatzortes langfristig standhalten. Das von Dr. Annette Kettler, Dr. Cornelia Neidlinger-Wilke und Professor Wilke betriebene Gründungsvorhaben Spine Serv soll genau diese Testverfahren den Herstellern von Implantaten anbieten. Spine Serv steht noch am Anfang der Umsetzung des vielfältigen, in der Forschung gewonnen Know-hows in eine unternehmerische Tätigkeit. Dass sie dabei, unterstützt von der Gesellschaft für Existenzgründung an Ulmer Hochschulen, die von der Universität Ulm, der IHK Ulm und der Hochschule Ulm getragen wird, auf dem richtigen Weg sind, wurde den Gründern durch die Auszeichnung im Deutschen Gründerpreis Baden-Württemberg bestätigt. Peter Bailer von der Sparkasse Ulm hatte die Gründer bei einem Seminar des Gründerverbunds kennen gelernt und sie zur Teilnahme am Wettbewerb Deutscher Gründerpreis Baden-Württemberg ermutigt. In dem zum elften Mal durchgeführten und von den Sparkassen getragenen Wettbewerb, der aus dem regionalen Teil des angesehensten Businessplanwettbewerb Deutschlands, dem Start Up Wettbewerb, hervorgegangen ist, wurde das Geschäftskonzept von Spine Serv mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Vom Schirmherr der Veranstaltung, dem Baden-Württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister und dem Sparkassenpräsidenten Peter Schneider, bekamen die drei Gründer Ende Mai den Preis überreicht. Die Preisträger dienen so ein Jahr als Leuchtturmprojekt mit dem Ziel anderen Mut zu machen, mit ihren Ideen den Weg zur Gründung zu gehen. Gründern steht ein vielfältiges Angebot der Gründungsbetreuung, zum Beispiel von IHK, Hochschulen, Finanzinstituten und Verbänden zur Verfügung, das hilft, Risiken und Chancen abzuschätzen und Fehler zu vermeiden.

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