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Internationales Forschungsprojekt untersucht Folgen unterschiedlicher Landreformstrategien

16.06.2008 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Projektabschlusskonferenz vom Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) am 24. Juni 2008 an der Universität Gießen Welchen Einfluss haben unterschiedliche Landreformstrategien in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) auf die Landwirtschaft und die ländliche Armut? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein internationales Forschungsprojekt
des Zentrums für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen. Das Projekt, das vom inzwischen emeritierten Prof. Dr. Hans-Rimbert Hemmer (Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsländerforschung) geleitet wird, findet nach drei Jahren jetzt seinen Abschluss in einer englischsprachigen Konferenz, die am Dienstag, 24.Juni 2008, von 14 bis18 Uhr im Senatssaal des Hauptgebäudes der JLU, Ludwigstraße 23, in Gießen stattfinden wird. Finanziert wird das Forschungsprojekt von der Volkswagenstiftung.

Der landwirtschaftliche Transformationsprozess in der GUS war in erster Linie gekennzeichnet von der Wahl der Landreformstrategie in den einzelnen Ländern. Die Entscheidung, ob landwirtschaftliche Flächen direkt an die Bevölkerung verteilt wurden (Armenien, Georgien) oder ob die Landprivatisierung in erster Linie nur auf dem Papier stattfand (Russland, Ukraine und zu Beginn Moldawien), hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die Veränderung der Agrarverfassung einschließlich einer veränderten Grundbesitz- und Arbeitsverfassung. Während der Projektlaufzeit wurde in erster Linie herausgearbeitet, welchen Einfluss die Wahl der Landreformstrategie auf die Einkommen ländlicher Haushalte und somit auf die Armutssituation im ländlichen Raum hat. Hierfür wurden in den Jahren 2007 und 2008 Haushaltsbefragungen über soziale und ökonomische Ressourcen in je vier Dörfern in Georgien und Moldawien durchgeführt und analysiert.

Bei der englischsprachige Projektabschlusskonferenz mit dem Titel "Land Privatization Strategies and Rural Household Income in the Commonwealth of Independent States (CIS) - Lessons learned and Prospective" stellen die Projektpartner sowie Experten anderer Universitäten die Veränderungen in der Agrarstruktur verschiedener GUS-Staaten sowie die Ergebnisse der Haushaltsbefragungen vor. In diesem Zusammenhang sollen auch mögliche Politikempfehlungen mit den Konferenzteilnehmern diskutiert werden. Als Vertreter aus den Projektländern werden unter anderem der georgische Parlamentsabgeordnete Prof. Dr. Avto Silagadze sowie der Vize-Gouverneur der moldawischen Projektregion Orhei Serghei Muravschi an der Konferenz teilnehmen.

Termin:
Projektabschlusskonferenz "Land Privatization Strategies and Rural Household Income in the Commonwealth of Independent States (CIS) - Lessons learned and Prospective":
Dienstag, 24. Juni 2008, Senatssaal im Hauptgebäude der JLU, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen, 14 bis 18 Uhr

Kontakt:
Kerstin Kötschau
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU)
Otto-Behaghel- Str. 10d, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-12708, Fax: 0641 99-12719
E-Mail: kerstin.koetschau@zeu.uni-giessen.de
Weitere Informationen: http://www.uni-giessen.de/zeu
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