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Die Entwicklung der Frauen- und Geschlechterforschung im postsozialistischen China

19.06.2008 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)

Am Beispiel des feministischen Engagements in China, insbesondere seit der Vierten UN-Konferenz über Frauen 1995 in Peking, beleuchtet Professor Dr. Wang Zheng, Marie-Jahoda-Gastprofessorin für Internationale Frauenforschung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die Funktionsweise globaler Strömungen feministischer Konzepte und Praktiken. Moderatorin des Vortrags am 25. Juni 2008 im Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Essen ist Dr. Carmen Meinert, Koordinatorin des Projekts "Humanismus in der Epoche der Globalisierung" am KWI. Feministisches Engagement ist seit langem ein globales Phänomen. Wie aber verstehen wir feministische Praktiken an unterschiedlichen Orten und die Beziehung zwischen den verschiedenen Formen des Feminismus in Ost und West, lokal und global? Ohne von einer einheitlichen globalen Entwicklung der Frauenbewegung auszugehen, wird Professor Wang in ihrem Vortrag bestimmte historische Prozesse der chinesischen Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts nachzeichnen. Das feministische Engagement in China seit der Vierten UN-Konferenz über Frauen im Jahr 1995 in Peking steht dabei im Fokus. Indem Wang Zheng chinesischen Feminismus in die Lokalgeschichte einbettet, ermöglicht sie, spezielle Dynamiken des globalen Feminismus lokal nachzuvollziehen. Das Beispiel des chinesischen Feminismus macht zudem die Wege, Medien und handelnden Personen sichtbar, die globale Strömungen feministischer Konzepte und Praktiken ermöglicht haben.

Professor Dr. Wang Zheng ist Professorin für Women's Studies am Institut für Research on Women and Gender an der University of Michigan. Sie promovierte an der University of California, wo sie auch ihren Master erwarb. Ihren Bachelor machte Wang Zheng an der Shanghai Normal University, China. Seit Anfang Juni ist sie Marie-Jahoda-Gastprofessorin für Internationale Frauenforschung an der RUB. Ihre wichtigsten Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterverhältnisse und Frauenbewegungen in China. Sie beschäftigt sich zudem mit dem Wandel des chinesischen Geschlechterdiskurses in Bezug auf sozialökonomische, politische und kulturelle Transformationen im letzten Jahrhundert. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt untersucht sie Geschlecht in städtischen maoistischen Organisationen.

Veranstaltungsort: Kulturwissenschaftliches Institut (KWI), Goethestraße 31, 45128 Essen
Datum: 25. Juni 2008, 18 bis 20 Uhr
Die Veranstaltung ist öffentlich und in englischer Sprache.

Fragen zur Marie-Jahoda-Gastprofessur für Internationale Frauenforschung bitte an
Dipl. Soz. Wiss. Charlotte Ullrich, Koordination Marie-Jahoda-Gastprofessur für Internationale Frauenforschung,
Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32 22986, charlotte.ullrich@rub.de.

Fragen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bitte an
Magdalena Schaeffer, Kulturwissenschaftliches Institut (KWI), Tel. 0201 7204 -152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.kulturwissenschaften.de/home/veranstaltung-147.html und
http://www.rub.de/jahoda.

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