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Mit Zahlenfressern der Natur auf der Spur

17.05.2002 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Workshop "Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen"
an der Technischen Universität Darmstadt am 30. April

30 Jahre Informatik an deutschen Hochschulen

"Die Grundregeln chemischer Gleichungen und physikalischer Prozesse kennen wir seit über hundert Jahren, aber die Realität ist hoffnungslos komplex", stöhnt Johannes Janicka vom Fachgebiet Energie- und Kraftwerkstechnik der TU Darmstadt, wenn er über die Forschungsbemühungen seiner Arbeitsgruppe berichtet, Gasturbinen energiesparender und abgasärmer zu konstruieren. Wie so viele andere Wissenschaftler diverser Disziplinen hofft er auf die numerische Simulation komplexer Prozesse mit Hilfe von Hochleistungsrechnern, die zwischen Empirie und Theorie einen dritten Weg des wissenschaftlichen Fortschritts eröffnen soll.

Zu einem Workshop "Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen in Computational Science and Engineering" hatten sich rund fünfzig Teilnehmer unterschiedlicher Fachrichtungen am 30. April in Darmstadt anlässlich der Einweihung des neuen hessischen Hochleistungsrechners versammelt, mit der die Technische Universität Darmstadt ihre Veranstaltungen zur Feier des 30jährigen Bestehens des Fachbereichs Informatik abrundete.

Der Workshop, organisiert von Prof. Michael Schäfer, Darmstädter Zentrum für wissenschaftliches Rechnen (DZWR), versammelte mit Arndt Bode, TU München, Gabriel Wittum, Universität Heidelberg, Wolfgang Schröder, RWTH Aachen, Johannes Janicka, TU Darmstadt, Hanns Ruder, Universität Tübingen, Jürgen Brickmann, TU Darmstadt, Rainald Löhner, George Mason University Fairfax, und Markus Clemens, TU Darmstadt eine Reihe von Referenten, die aus unterschiedlichen Blickrichtungen zur Diskussion beitragen konnten.

Von den grundlegenden "Entwicklungstendenzen des wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens" über Verbrennungsprozesse im Maschinenbau, Computersimulationen in der Astrophysik, Molekulardynamische Simulationen in der Chemie bis hin zu Flüssigkeitssimulationen und Elektromagnetismus reichten die Themen.

Nach Ansicht der Organisatoren machte der Workshop die große Bedeutung des Wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens als wichtige Zukunftstechnologie für die unterschiedlichsten Bereiche in Naturwissenschaft und Technik in eindrucksvoller Weise deutlich. "Mit der Inbetriebnahme des neuen hessischen Hochleistungsrechners ist eine wichtige Voraussetzung für eine national und international konkurrenzfähige Forschung im Bereich des Wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens im Land Hessen geschaffen", konstatiert Schäfer. Es könnten neue wichtige Probleme angegangen werden, die bislang aufgrund der hohen Anforderungen an die Rechenleistung einer numerischen Simulation nicht zugänglich waren.

Das Programm und ein Teil der Vorträge sind online erreichbar unter
http://www.tu-darmstadt.de/dzwr/hhlr-workshop/workshop.tud

Das Darmstädter Zentrum für wissenschaftliches Rechnen (DZWR) ist ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Wissenschaftliches Rechnen an der TU Darmstadt. Es befasst sich mit der rechnergestützten Simulation technisch-wissenschaftlicher Systeme. In diesem Rahmen finden Kooperationen zwischen verschiedenen Fachbereichen und Fachgebieten innerhalb der TU Darmstadt statt.

Weitere Links:
http://www.tu-darmstadt.de/dzwr/ - Darmstädter Zentrum für wissenschaftliches Rechnen (DZWR)
http://www.tu-darmstadt.de/hrz/hhlr/ - Hessischer Hochleistungsrechner

http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/pm.tud - Pressebereich der TU Darmstadt mit der Information vom 22.4.2002 zum neuen hessischen Hochleistungsrechner
http://www.30jahreinformatik.de - 30 Jahre Informatik

3400 Zeichen

Veröffentlichung frei, Belegexemplar erbeten

Pressekontakt: Michael Kip
Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI)
Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt
mailto:michael.kip@ipsi.fraunhofer.de
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