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Führend im LOEWE-Rudel: TU Darmstadt beweist mehrfach Forschungs-Exzellenz beim Förderprogramm des Landes

24.06.2008 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Entscheidung beim Landesprogramm Loewe: TU Darmstadt erhält Zuschlag für vier Forschungsprojekte und ist damit führend in Hessen. "Unsere hohe Leistungsfähigkeit und Reputation in der Strahlenphysik und Adaptronik, in der IT-Sicherheit und Stadtsoziologie haben überzeugt." betonte TU Präsident Hans-Jürgen Prömel weiter" Darmstadt, 24.6.2008. Die Technische Universität Darmstadt erhält in den nächsten Jahren zweistellige Millionen-Beträge für den Ausbau herausragender Forschungszentren und -schwerpunkte. Wie das hessische Wissenschaftsministerium am Dienstag (24. Juni) bekannt gab, werden im Rahmen des erstmals entschiedenen Forschungsförderungsprogramms "LOEWE" (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz") vier Verbundprojekte gefördert, bei denen die TU Darmstadt entweder federführend oder maßgeblich beteiligt ist.
"Das hervorragende Abschneiden unterstreicht unsere besondere Stellung im landesweiten wissenschaftlichen Wettbewerb der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Dieser Erfolg stärkt deutlich unser Profil", sagte TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. "Unsere hohe Leistungsfähigkeit und Reputation in der Strahlenphysik und Adaptronik, in der IT-Sicherheit und Stadtsoziologie haben überzeugt." Renommierte externe Experten und ein Programmbeirat unter Leitung des früheren Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, hatten insgesamt fünf in die Endrunde gelangten Anträge für Zentren und neun Anträge für Schwerpunkte ausführlich begutachtet und die Liste mit den Förderempfehlungen erarbeitet.

Folgende Zentren werden jeweils mit jährlich bis zu acht Millionen Euro gefördert:
"Helmholtz-International Center for FAIR" (Antragsteller sind die Universität Frankfurt, die TU Darmstadt und die Gesellschaft für Schwerionenforschung, darunter die Professoren Karlheinz Langanke und Jochen Wambach): Das Zentrum soll eine international führende Rolle hessischer Universitäten an der weltweit einzigartigen "Facility for Antiproton and Ion Research" (FAIR) bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) nachhaltig sichern und die international anerkannte Exzellenz in der physikalischen Grundlagenforschung festschreiben. In dem Zentrum geht es um die Entwicklung neuer Methoden, Modelle, Beschleuniger und Versuchsanordnungen für FAIR und um die Auswertung und Interpretation der in FAIR-Experimenten gewonnenen extrem großen Datenmengen.

"Zentrum Adaptronik - Research, Innovation, Application", koordiniert von Professor Holger Hanselka, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und Professor im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt: Das Forschungszentrum will die wissenschaftlich-technischen Hürden der Schlüsseltechnologie Adaptronik überwinden und Spitzenforschung für den Markt der Adaptronik anbieten. Längerfristig soll ein neues Fraunhofer-Institut für Adaptronik, ein Forschungsschwerpunkt Adaptronik an der TU Darmstadt und ein Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt Funktionsintegrierter Leichtbau an der Hochschule Darmstadt entstehen. Das geplante Zentrum integriert Maschinenbau, Material- und Geowissenschaften, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Mathematik und Chemie.

"Center for Advanced Security Research Darmstadt" (Koordinatorin Prof. Claudia Eckert): Das Zentrum soll die an der TU und im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie bestehende Sicherheits-Expertise unter Beteiligung der Hochschule Darmstadt bündeln und ausbauen. Vernetzte IT-Systeme durchdringen alle Lebensbereiche. Gesundheitsversorgung, Bildung, Unterhaltung, Produktion, Logistik, der Finanzsektor, öffentliche Verwaltung, aber auch kritische Infrastrukturen wie Verkehr, Energieversorgung und Kommunikationsnetze, werden zunehmend abhängig von funktionierender IT. Der Schutz gegen Beeinträchtigung von IT-Systemen wird damit zu einer zentralen Herausforderung. Es geht um die gesamte Sicherheitskette: vom Schutz der Daten über die Sicherheit eingebetteter Hard- und Softwaresysteme, sichere Dienste und Geschäftsprozesse bis hin zum Schutz des Menschen. Industriepartner und das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eine enge Kooperation und strategische Investitionen angekündigt.

Der Schwerpunkt "Eigenlogik der Städte" an der TU Darmstadt wird mit jährlich 1,5 Millionen Euro gefördert:
In dem von Prof. Martina Löw koordinierten Projekt wird eine qualitative Typologie der Städte erarbeitet, die die Andersartigkeit von Städten aufgreift sowie Strategien der "eigenständigen" Profilbildung deutlich macht. Untersucht werden besonders sozialökologische und informationsökonomische lokale Entwicklungen. Zwei zentrale Fragen stehen im Zentrum der Analyse: Welche Strukturen lassen sich in Fallanalysen als das Besondere (das "Rückgrat") von Städten bestimmen? Welche Städte lassen sich aufgrund von Ähnlichkeiten einem Typus zuordnen? Ziel ist es, Stadtentwicklung in ihrer Differenziertheit wissenschaftlich zu erfassen. Der Schwerpunkt könnte in einen Sonderforschungsbereich und langfristig in ein Leibniz-Forschungsinstitut münden.

Ansprechpartner für die Medien:
Das Referat Kommunikation der TU Darmstadt vermittelt Ihnen gerne am heutigen Dienstag und am Mittwochvormittag Interview- und Ansprechpartner zu den einzelnen Projekten:

Kontakt: Jörg Feuck, Leiter Kommunikation, Tel. 06151-164731; Mail: feuck@pvw.tu-darmstadt.de

Weitere Informationen zur "LOEWE"-Entscheidung:
Aktuelle Pressemitteilung des Hessischen Wissenschaftsministeriums: www.hmwk.hessen.de/
Weitere Informationen: http://www.hmwk.hessen.de http://www.tu-darmstadt.de/vorbeischauen/medien/aktuell/index.de.jsp
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