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Wechsel an der Spitze der Hochschule für Jüdische Studien - Gründung eines Neuinstituts

26.06.2008 - (idw) Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Nach drei Jahren an der Spitze der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) wird Prof. Dr. Alfred Bodenheimer Ende August dort sein Amt als Rektor und die Professur niederlegen und seine bisher teilzeitliche Professur an der Universität Basel vollzeitlich übernehmen. Bodenheimer stand aufgrund neuer Regelungen seines Schweizer Arbeitgebers vor der Wahl, sich für eine der beiden Professuren zu entscheiden und hat aus privaten Gründen Basel den Vorzug gegeben.
Im Nebenamt wird Bodenheimer weiterhin in Heidelberg tätig bleiben, und zwar als Leiter des Jugendprojekts Likrat sowie als Gründungsdirektor des an der HfJS angegliederten Zentrums für interkulturelle Kommunikation. Dieses soll der Erforschung und Anwendung neuer Wege des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens in einer zunehmend von Minoritäten geprägten Gesellschaft dienen. Das Zentrum wird ausschließlich aus Drittmitteln außerhalb des Haushalts der Hochschule finanziert werden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland als Träger der Hochschule wird das Zentrum durch eine Anschubfinanzierung fördern.
Die Leitung der HfJS wird zunächst mit dem Weggang des Rektors interimistisch an Prof. Dr. Johannes Heil übergehen. Heil, der 2005 auf den Ignatz-Bubis-Lehrstuhl für Europäisch-jüdische Kulturgeschichte berufen worden ist, wirkt seit 2006 als Prorektor an der HfJS. Der Ignatz-Bubis-Lehrstuhl, dessen Finanzierung durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung bis 2009 finanziert ist, wird verstetigt.

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