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Künstliches Leben für einen Rodeobullen

30.06.2008 - (idw) Hochschule Bochum

Hochschule Bochum bewegt Kunst - Kunst bewegt Hochschule: Elektrotechnik-Ingenieure machen Kunstobjekt möglich Dass Kunst bewegt, ist die Überzeugung der meisten, die sie schaffen. Manchmal aber muss Kunst auch bewegt werden um bewegen zu können. Für ihr Projekt "Rising Bull", ein mechanisches Objekt in Form eines Rodeobullen, ermöglichte der Künstlerin Angela Schilling dies die Hochschule Bochum.

Vor rund einem Jahr begeisterte die Bochumer Künstlerin Prof. Dr. Peter Brychta für ihre Idee: Sie wollte einen künstlich bewegten Rodeobullen schaffen, dessen Choreographie einem lebenden Tier so ähnlich wie möglich ist. Hilfe bekam er von interessierten begeisterungsfähigen Studierenden, die der Kontakt mit der Kunst reizte. Ein Team aus den drei Elektrotechnikstudenten Emmanuel Owuzo, Arash Shayan und Dennis Wasiek sowie Detlef Bieber vom Fachbereich Vermessung und Geoinformatik und Friedhelm Putz (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) bildete sich, und stellte sich allen Herausforderungen, die zur Realisierung dieses Kunstobjektes notwendig wurden.

Und die Aufgaben waren vielfältig: die Bewegungsabläufe eines Rodeobullen mussten analysiert, in ein mechanisches Modell umgesetzt und die Bewegungen festgelegt werden. Dann galt es, Motoren auszuwählen, Steuerungs- und Regelungselektronik zusammenzustellen. Und schließlich wurde der Bulle aufgebaut und ihm das kraftvolle Leben eingehaucht, das er ausstrahlen soll.
Als außerordentlich tragfähig und lebendig erfuhren die Bochumer Ingenieure bei diesem ungewöhnlichen Projekt die Kooperation mit der Kunstakademie Münster, an der die Künstlerin studierte. "Es ergaben sich Synergien und Ergänzungen, wie sie besser nicht sein konnten.", freut sich Prof. Brychta. "Klaus Sandmann von der Metall- und Formenbauwerkstatt der Kunstakademie brachte seine ganze Erfahrung aus der Realisierung vieler Kunstobjekte und seine Begeisterung ein."
Noch viele Geschichten und Erlebnisse, markieren, so Prof. Brychta, den "langen Weg voller Ideen, Hoffnungen, Enttäuschungen und wieder Hoffnungen" bis zum Erfolg: "Wir sind viel gefahren zwischen Münster und Bochum, haben wunderbare Menschen kennen gelernt, etwas ganz Ungewöhnliches für die Hochschule Bochum und doch Elektrotechnik gemacht."
Schließlich hieß es dann "der Bulle erhebt sich". Erfolgreich gekrönt wurde die Zusammenarbeit durch die Präsentation des "Rising Bull" als Abschlussarbeit der Künstlerin vor dem Prüfungsgremium der Kunstakademie Münster. Als besondere Anerkennung ist Angela Schilling für einen hochrangigen Kunstpreis vorgeschlagen worden.
Seit dem 7. Juni hat die Künstlerin eine eigene Ausstellung mit einer Reihe von Skulpturen und mechanischen Objekten im Stadtmuseum Hattingen http://www.stadtmuseum.hattingen.de/ unter dem Titel "mein Herz schlägt". Der Bulle war - nicht nur wegen seiner Urgewalt - der Mittelpunkt bei der Vernissage. Die Ausstellung ist noch bis zum 20. Juli 2008 zu erfahren und zu bestaunen.

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