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UDE: Frauenanteil bei den Professuren wächst und soll weiter steigen

04.07.2008 - (idw) Universität Duisburg-Essen

An der Universität Duisburg-Essen gibt es immer mehr Professorinnen, denn seit Gründung der UDE konnten zahlreiche hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen berufen werden. Deshalb hat sich die UDE jetzt auch um die Teilnahme am Professorinnen-Programm beworben, das von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) auf den Weg gebracht wurde, um die Anzahl von Professorinnen an deutschen Hochschulen zu steigern. Rektor Prof. Dr. Radtke: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Programm erreichen werden, nämlich die positive Begutachtung unseres Gleichstellungskonzepts." Ein Drittel der 37 im Jahre 2007 neu besetzten Lehrstühle wurde mit Frauen besetzt. Schon heute liegt die UDE mit einem Frauenanteil bei den Professuren von knapp 18 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 14,8 Prozent. Rektor Radtke: "Diese erfolgreiche Personalpolitik wollen wir ausbauen mit dem Ziel, den Professorinnenanteil in den nächsten drei Jahren auf ein Viertel zu erhöhen."

Auslöser für das Professorinnen-Programm ist der nach wie vor geringe Anteil von Frauen in Spitzenpositionen an den Hochschulen. Zwar sind zu Studienbeginn und im Studium die Frauen- und Männeranteile noch relativ ausgeglichen, doch mit jeder weiteren Stufe der akademischen Laufbahn wird es für Frauen schwieriger, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen. So sind im Bundesdurchschnitt nur 14,3 Prozent aller Lehrstühle mit Professorinnen besetzt. Um diese Situation zu verbessern, werden in den nächsten fünf Jahren im Rahmen des Programms insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden damit bis zu 200 unbefristete W2- und W3-Professuren für Frauen durch eine Anschubfinanzierung für fünf Jahre.

Für die Bewerbung legte die UDE ein umfassendes Konzept zur Förderung der Gleichstellung vor, das auf allen Qualifikationsstufen weibliche Talente an die Universität binden soll und insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen nachhaltig bei ihrem Karriereweg fördert. Das Gleichstellungskonzept analysiert umfassend den bisher erreichten Stand der Chancengleichheit von Frauen und Männern an der UDE und beschreibt vor diesem Hintergrund weiterführende Gleichstellungsmaßnahmen, die drei Schwerpunktbereiche betreffen:

o Förderung der Chancengleichheit auf allen Stufen der wissenschaftlichen Qualifizierung im Rahmen der akademischen Personalentwicklung;
o Verstetigung und Weiterentwicklung der Umsetzung von Gender Mainstreaming beim Hochschulmanagement;
o Förderung der Vereinbarkeit von Familie bzw. persönlicher Lebenssituation mit Studium bzw. wissenschaftlicher Karriere.

Weitere Informationen: Ingrid Fitzek, Tel. 0201/183-2012, ingrid.fitzek@uni-due.de, www.bmbf.de/press/2176.php

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

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