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Algengifte im Blickfeld der Wissenschaft

26.04.2003 - (idw) Forschungsverbund Berlin e.V.

Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei organisieren eine spezielle Themensitzung in Hamburg

Blaualgen können die Gesundheit erheblich gefährden, denn die winzigen Wasserlebewesen produzieren hochgiftige Stoffe. Davon betroffen sind nicht nur badende Menschen, sondern auch große und kleine Wassertiere. Bei Algenblüten und ungünstigen Witterungsverhältnissen können weite Uferbereiche von Gewässern und die dort lebenden Organismen der Vergiftungsgefahr ausgesetzt sein.

Wissenschaftler aus ganz Europa treffen sich am kommenden Mittwoch, 30. April, in Hamburg zu einer "Special Session" über Algengifte. Diese spezielle Themensitzung organisieren Prof. Dr. Claudia Wiegand und Dr. Stephan Pflugmacher vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Forschungsverbund Berlin e.V.

Die "Special Session" ist eingebettet in das 13. Jahrestreffen von SETAC Europe. Das Kürzel SETAC steht für "Society of Environmental Toxicology and Chemistry", also "Gesellschaft für Umwelttoxikologie und -chemie". Dieses Jahrestreffen findet vom 27. April bis zum 1. Mai in Hamburg statt und beinhaltet ein umfangreiches wissenschaftliches Programm. Unter anderem wird es um Umweltgifte, Risikoeinschätzungen und biologische Abbauprozesse gehen - und eben um Blaualgen.

In der Themensitzung zu den Algengiften werden Wissenschaftler aktuellen Fragen nachgehen; zum Beispiel, ob beim Auftreten von Algengiften in europäischen Binnengewässern Trends zu erkennen sind, welche ökotoxikologischen Effekte sich bei bestimmten Algenspezies nachweisen lassen und ob Algengifte auch im Trinkwasser vorkommen.

Ansprechpartner:
Dr. Stephan Pflugmacher, pflug@igb-berlin.de;
Prof. Dr. Claudia Wiegand, cwiegand@igb-berlin.de;
Telefon: 030 / 6 41 81-639

Das SETAC-Jahrestreffen im Internet: http://www.setac.org/hamburg.html

Das IGB gehört zum Forschungsverbund Berlin und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt multidisziplinäre Grundlagenforschung zur Struktur und Dynamik aquatischer Ökosysteme. Das IGB erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für neue Ökotechnologien, für nachhaltige Binnenfischerei und für ökotoxikologische bzw. -physiologische Bestimmungskriterien der Gewässergüte. Die Forschungen werden an Grundwasser, Seen, Flüssen und deren Einzugsgebieten überwiegend im nordostdeutschen Tiefland betrieben. Das Institut hat rund 170 Mitarbeiter und einen Etat von zirka elf Millionen Euro. Das IGB im Internet: http://www.igb-berlin.de

Der Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) ist Träger von acht natur-, lebens- und umweltwissenschaftlichen Forschungsinstituten in Berlin, die alle wissenschaftlich eigenständig sind, aber im Rahmen einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit gemeinsame Interessen wahrnehmen.
Diese Pressemitteilung ist auch von den Internet-Seiten des Forschungsverbundes Berlin herunterzuladen: http://www.fv-berlin.de/news/26algengift.htm
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