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Gutachter vergeben gute Noten für den halleschen Studiengang Pflege- und Gesundheitswissenschaft

14.07.2008 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der Studiengang Pflege- und Gesundheitswissenschaft und das dazugehörige Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizininschen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist von einem internationalen Gutachterteam positiv evaluiert worden. Das Institut wurde als ein Alleinstellungsmerkmal der Fakultät in Deutschland charakterisiert. das Institut habe ein modernes, zukunftsweisendes Modell für die gesundheits- und pflegewissenschaftliche Ausbildung geschaffen. Das Institut und die Studiengänge für Pflege- und Gesundheitswissenschaft an der Medizinischen Fakultät der MLU Halle-Wittenberg sind gerade durch externe Gutachter überaus positiv evaluiert worden. Die Gutachter aus den Niederlanden, Österreich und Deutschland bescheinigten dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft eine beeindruckende Entwicklung in Lehre, Forschung und die Schaffung einer innovativen Institutsstruktur: "Die Entwicklung dieses Instituts stellt gegenwärtig noch keineswegs den häufigsten Fall an den deutschen Medizinischen Fakultäten dar, sondern erfüllt eine Vorbildfunktion für andere Medizinische Fakultäten und ist international interessant", heißt es im Gutachten. Mit dem Institut habe die hallesche Medizinische Fakultät ein Alleinstellungsmerkmal unter den anderen Fakultäten in Deutschland.

Basis der Evaluierung war die Zielvereinbarung zwischen der Medizinischen Fakultät und dem Kultusministerium von Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2006. Lehrangebot, Forschung, Interdisziplinarität und der Beitrag des Studiengangs zum Fakultätsprofil sollten untersucht werden. Zu den Gutachtern gehörten: Professor Dr. Adelheid Kuhlmey (Charité Berlin), Professor Dr. Joke Mintjes-de Groot (Netherlands Centre for Excellence in Nursing), Professor Dr. Horst Noack (Medizinische Universität Graz) und Professor Dr. Otto Bach (Leipzig). Die Gutachter empfehlen, die bisherige klinische und Versorgungsforschung mit dem überzeugenden Focus auf "Partizipation" weiter zu entwickeln und zu konzentrieren. Das Institut solle sich künftig intensiver auf der internationalen Bühne präsentieren und internationale Kooperationen eingehen. Zudem solle das Institut verstärkt Weiterbildungsangebote für Gesundheitsfachberufe anbieten.

Eine Vorbildfunktion sehen die Gutachter unter anderem in der Interdisziplinarität der Lehrenden und Forschenden. Aber auch bei den Studierenden sei es gelungen, unterschiedliche Gesundheitsberufe zu rekrutieren. "Damit ist ein Austausch unterschiedlicher Erfahrungen im Bereich Gesundheit und Pflege gewährleistet." Beeindruckend sei die Entwicklung auf dem Gebiet der Forschung. Das Institut habe sehr viele Drittmittel einwerben können und ist an Sonderforschungsbereichen beteiligt und führe mehrere, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Projekte durch. Im Bericht der Gutachter heißt es weiterhin, dass das Institut ein modernes, zukunftsweisendes Modell für die gesundheits- und pflegewissenschaftliche Ausbildung geschaffen habe. Diese Modernität drücke sich beispielsweise im Masterstudiengang aus.

Die externe Evaluation wurde mit einem zweitägigen intensiven Vor-Ort-Termin und Gesprächen mit allen Statusgruppen und der Fakultätsleitung sowie der Abgabe eines fünfseitigen Gutachtervotums abgeschlossen. An der Begutachtung nahmen auch der Prorektor der Martin-Luther-Universität, Professor Dr. Christoph Weiser, und Herr Dr. Vießmann, Kultusministerium Sachsen-Anhalt, teil. Professor Dr. Johann Behrens, Direktor des Instituts, zeigte sich von der Professionalität des Begutachtungsverfahrens beeindruckt: "In dem Gutachten sind sehr anerkennend Leistungen hervorgehoben worden, für deren Ermöglichung alle Mitglieder des Institutes der gesamten Fakultät sehr dankbar sind." Das Gutachten enthielte darüber hinaus wichtige Verbesserungsvorschläge, die für das Institut, aber auch die Fakultät, die Universität und das Land eine deutliche Herausforderung darstellten. Er freue sich über den Beschluss der Fakultät, im Mai 2009 einen Rechenschaftsbericht über die Verwirklichung der herausfordernden Gutachter-Empfehlungen zu verlangen. Die Bachelor- und Masterstudiengänge, die für alle Gesundheitsberufe offen sind, werden von den Hinweisen erheblich profitieren.


Professor Dr. Johannes Haerting, der im Auftrag des Fakultätsvorstands die Evaluation gemeinsam mit Claudia Schnitz, Referentin im Studiendekanat, organisierte, dankte den Gutachtern und berichtete, dass "die Fakultät dabei ist, den Bereich "Pflege - Reha - Epidemiologie" zu einem der Forschungsschwerpunkte der Fakultät zu entwickeln. Dabei gibt das Gutachtervotum einen zusätzlichen Auftrieb."

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