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Eichstätter Ringvorlesung über Sterben und Tod

26.04.2003 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

"Vor der Uferwand der Endlichkeit - Sterben und Tod im Leben des Menschen" lautet das Thema der "Eichstätter Ringvorlesung", die im Sommersemester bereits zum fünften Mal stattfindet. Die Organisatoren, die beiden Theologie-Professoren Erwin Möde (Christliche Spiritualität und Homiletik) und der Moraltheologe Stephan E. Müller, greifen in dieser Reihe gesellschaftliche Probleme interdisziplinär auf und wollen einen Bogen von der Wissenschaft zur Lebenshilfe spannen.

"Zu den am meisten ungelösten Schlüsselproblemen unserer Gesellschaft gehört der Umgang mit Zerbrechlichkeit, Endlichkeit und Tod", erläutert Prof. Müller, der deshalb eine "neue Kultur der Endlichkeit" fordert, die es dem Menschen ermögliche, sich mit der dunklen Seite des Daseins auseinanderzusetzen und Sterblichkeit und Tod anzunehmen. Auch der Wunsch vieler Menschen nach diesseitiger Unsterblichkeit, wie er beispielsweise durch das Klonvorhaben der Sekte der Raelianer zum Ausdruck komme, bestätige, wie dringend notwendig diese Auseinandersetzung mit dem Tabu-Thema "Tod" in unseren modernen Gesellschaften sei. In der Ringvorlesung wird hierzu ein interdisziplinärer Ansatz gesucht: Eingebunden sind Mediziner, Psychologen, Philosophen und Theologen.

Fünf Vorträge und eine Podiumsdiskussion beschäftigen sich mit dem Sterben und dem Tod des Menschen. "Kann man Sterben lernen?" lautet das Thema des Eröffnungsvortrags von Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz am 30. April, während Prof. Möde am 14. Mai den seelischen Tod des Menschen in den Vordergrund stellt. Dabei stellt er die Frage, wie Menschen mit der Endlichkeit der seelischen Kräfte umgehen können, ohne sich dabei zu erschöpfen. Die aktuelle Euthanasiedebatte aus ärztlicher Sicht ist Thema von Chefarzt Dr. Volker Sänger, Krankenhaus Eichstätt, am 21. Mai; die biblischen Perspektiven zu Sterben und Tod zeigt der Eichstätter Alttestamentler Prof. Burkard M. Zapff am 4. Juni auf. Prof. Müller befasst sich im letzten Vortrag am 17. Juni mit dem Suizid, während der "Umgang mit Endlichkeit, Sterben und Tod" Thema der Podiumsdiskussion am 2. Juli ist. An ihr nehmen Bischof Dr. Walter Mixa, Irene Stiegler vom Ambulanten Hospizdienst Eichstätt, Dr. med. Not-Rupprecht Siegel, Chefarzt des Geriatriezentrums in Neuburg, sowie die Organisatoren der Reihe, Prof. Möde und Prof. Müller, teil.

Die Veranstaltungen finden jeweils um 20.15 Uhr im Raum 101 im Kollegiengebäude A (Eichstätt) statt, die Podiumsdiskussion im Raum 201. Die Vorträge werden anschließend in einer neuen Buchreihe veröffentlicht. Weitere Informationen zur Ringvorlesung im Internet unter www.ku-eichstaett.de/reihen
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