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Kampf der Kulturen verhindern

18.07.2008 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

67. Internationaler Sommerkurs für Germanistik vom 20. Juli-9. August an der Universität Jena Jena (18.07.08) Ob Professorin in Polen, Lehrer in Ghana, Verlegerin in Frankreich oder Studentin in Syrien - über 300 ausländische Professoren und Studenten für Germanistik, Deutschlehrer und -interessierte aus 34 Ländern werden in nächster Zeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erwartet. Grund ihrer weiten Reise ist das umfangreiche Weiterbildungsangebot des Instituts für Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.

64 Teilnehmer aus 29 Ländern haben sich allein zum traditionellen 67. Internationalen Sommerkurs für Germanistik (ISG) vom 20. Juli bis 9. August angemeldet. Darunter befinden sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nigeria, Kamerun, Brasilien, Mexiko, Kanada sowie aus mittelasiatischen Staaten wie Usbekistan und Tadschikistan. "Deutsch lehren und lernen - Landeskunde und Kultur erleben" lautet das Thema des diesjährigen Sommerkurses. Im Zentrum vieler Vorlesungen und Projekte des Kurses steht "Interkulturalität" als übergreifendes Lehr- und Lernziel des modernen Fremdsprachenunterrichts. "Interkulturalität soll als Vermittlung von Haltungen und Einstellungen begreifbar werden. Interaktionspartner sollen sich als unterschiedlich kulturell geprägt erkennen und sich der speziellen Form des Austausches zwischen Menschen verschiedener Kulturen bewusst werden", erklärt der Leiter des Sommerkurses Dr. Werner Biechele. "Ein Kampf der Kulturen ist nur dann zu verhindern, wenn die verschiedenen Kulturen bewahrt und respektiert werden. Wichtig ist, dass ein Konsens über grundsätzliche Normen der gegenseitigen Anerkennung besteht", stellt Dr. Biechele ein Konzept vor, das im ISG für den Fremdsprachenunterricht und das tägliche Leben vermittelt werden soll.

Weitere Kurse werden den Sommer über mit bewährten Partneruniversitäten der Friedrich-Schiller-Universität durchgeführt. Bereits zum 11. Mal wird die britische Open University Milton Keynes mit ihrer "Residential School" in Jena dabei sein. Für die größte Fernuniversität der Welt bieten die Jenaer Auslandsgermanisten außerdem differenzierte Zusatzkurse für Studenten aller Studiengänge an. Ein weiterer Partner ist die Anglia Ruskin University Cambridge, für deren Studierende, die später einmal Deutsch an britischen Schulen unterrichten werden, ein spezieller Sprachkurs angeboten wird. Studierende der Germanistik der University of Fukuoka in Japan können sich in der Ferienakademie vom 3. August bis 1. September mit Studien und Projekten zur deutschen Sprache, Kultur und Landeskunde weiterbilden.

"Mit unseren Kursen bieten wir attraktive Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte an, um ausländische Germanistikstudenten stärker für eine Lehrtätigkeit an Schulen und Hochschulen zu motivieren und den Teilnehmern neue Einblicke in deutsche Kultur, Landeskunde und Politik zu vermitteln", erläutert Prof. Dr. Hans Barkowski. Die Professoren, Lehrer, Verleger und Studierenden, so der Direktor des Instituts für Auslandsgermanistik weiter, sollen mit einem aktuellen Bild Deutschlands in ihre Heimatländer zurückkehren und die neu gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in ihre Arbeit integrieren.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans Barkowski
Direktor des Instituts für Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der Universität Jena

Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944360
E-Mail: hans.barkowski[at]uni-jena.de

Dr. Werner Biechele
Leiter des Internationalen Sommerkurses für Germanistik der Universität Jena
Tel.: 03641 / 944365 oder 941875
E-Mail: werner.biechele[at]uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de/Internationaler_sommerkurs.html http://www.uni-jena.de
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